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Kritik von Lebensformen

German · Paperback / Softback

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Lassen sich Lebensformen kritisieren? Lässt sich über Lebensformen sagen, sie seien gut, geglückt oder gar rational? Die politische Ordnung des liberalen Rechtsstaats versteht sich als Versuch, das gesellschaftliche Zusammenleben auf eine Weise zu gestalten, die sich zu den unterschiedlichen Lebensformen neutral bzw. "ethisch enthaltsam" verhält. Dadurch werden Fragen nach der Art und Weise, in der wir individuell oder kollektiv unser Leben führen, in den Bereich nicht weiter hinterfragbarer Präferenzen oder als unhintergehbar gedachter Identitätsfragen ausgelagert. Wie über Geschmack lässt sich über Lebensformen dann nicht mehr streiten. Rahel Jaeggi hingegen behauptet: Über Lebensformen lässt sich mit Gründen streiten. Lebensformen sind als Ensembles sozialer Praktiken auf die Lösung von Problemen gerichtet. Sie finden ihren Maßstab "in der Sache" des Problems.

List of contents

Vorwort
Einleitung: Wider die »ethische Enthaltsamkeit«
Was ist eine Lebensform?
Lebensform: Begriff und Phänomen
Dauer, Tiefe, Umfang
Ein modulares Konzept von Lebensformen
Lebensformen als träger Zusammenhang von Praktiken
Was sind (soziale) Praktiken?
Der Zusammenhangscharakter
Das Trägheitsmoment
Praxis, Kritik, Reflexion
Die Normativität von Lebensformen
Normen und Normativität
Modi der Normativität
Drei Arten von Normbegründung
»Seinem Begriff nicht entsprechen«
Lebensformen als Problemlösungsinstanzen
Was sind Probleme?
Gegeben oder gemacht? Das Problem mit den Problemen
Problemlösungsversuche: Hegels Theorie der Familie
Krisen der Problemlösung
Probleme zweiter Ordnung
Was ist interne Kritik?
Externe und interne Kritik
Die Strategie interner Kritik
Vorteile und Grenzen interner Kritik
»Aus der Kritik der alten Welt die neue finden«: Immanente Kritik
Eine Kritik neuen Typs
Die Strategie immanenter Kritik
Potentiale und Schwierigkeiten
Gelingende und scheiternde Lernprozesse
Veränderung, Lernen, Entwicklung, Fortschritt
Können Lebensformen lernen?
Defizitäre Lernprozesse
Why does history matter?
Kriseninduzierte Transformationen: Dewey, MacIntyre, Hegel
Sozialer Wandel als experimentelle Problemlösung
Die Dynamik von Traditionen
Geschichte als dialektischer Lernprozess
Problem oder Widerspruch?
Probleme als Unbestimmtheit
Krise als Kontinuitätsbruch
Krise als dialektischer Widerspruch
Das Problem mit dem Widerspruch
Die Dynamik von Lernprozessen
Problemlösung als experimenteller Lernprozess
Die Dynamik von Traditionen
»Die Quelle des Fortschritts wie des Verderbens«
Ein dialektisch-pragmatistisch verstandener Lernprozess
Schluss: Eine kritische Theorie der Kritik von Lebensformen

About the author

Rahel Jaeggi ist Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Philosophie der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main.

Summary

Lassen sich Lebensformen kritisieren? Lässt sich über Lebensformen sagen, sie seien gut, geglückt oder gar rational? Die politische Ordnung des liberalen Rechtsstaats versteht sich als Versuch, das gesellschaftliche Zusammenleben auf eine Weise zu gestalten, die sich zu den unterschiedlichen Lebensformen neutral bzw. »ethisch enthaltsam« verhält. Dadurch werden Fragen nach der Art und Weise, in der wir individuell oder kollektiv unser Leben führen, in den Bereich nicht weiter hinterfragbarer Präferenzen oder als unhintergehbar gedachter Identitätsfragen ausgelagert. Wie über Geschmack lässt sich über Lebensformen dann nicht mehr streiten. Rahel Jaeggi hingegen behauptet: Über Lebensformen lässt sich mit Gründen streiten. Lebensformen sind als Ensembles sozialer Praktiken auf die Lösung von Problemen gerichtet. Sie finden ihren Maßstab »in der Sache« des Problems.

Additional text

»Rahel Jaeggi hat einen überaus gehaltvollen und lesenswerten Entwurf einer Theorie von Lebensformen geschrieben, der bei allen offenen Fragen (wie der nach der behaupteten Synthese von funktionaler und guter Problembewältigung) einen wichtigen Beitrag für das Nachdenken über Bedingungen und Verständnis der Formen menschlichen Zusammenlebens darstellt.«

Report

»Sie kann die Feigheit, die sich in der ... Gesellschaft und deren nachträglicher Vermittlung ausdrückt, überwinden zugunsten eines echten Interesses, Lebensformen 'vernünftig' zu verändern.« Thomas Meyer DIE ZEIT 20140313

Product details

Authors Rahel Jaeggi
Publisher Suhrkamp
 
Languages German
Product format Paperback / Softback
Released 09.12.2013
 
EAN 9783518295878
ISBN 978-3-518-29587-8
No. of pages 451
Dimensions 109 mm x 179 mm x 22 mm
Weight 276 g
Series suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft
suhrkamp taschenbuch wissenschaft
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft
Subjects Humanities, art, music > Philosophy > General, dictionaries
Non-fiction book > Philosophy, religion > Philosophy: general, reference works

Leben, Soziologie, Sozialtheorie, Politische Philosophie, Liberalismus, Kritik, Gesellschaft, Politik und Staat, auseinandersetzen

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