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Tee stellt eines der ältesten Kulturgetränke der Menschheit dar. Anfangs als Medizin verabreicht und in Europa allenfalls für die Wohlhabenden erschwinglich, avancierte er seit dem 18. Jahrhundert zu einem Alltagsgetränk. Mit seinem Einzug in die Haushalte der Europäer änderten sich viele Konsumgewohnheiten: Zum legendären »Five O"Clock-Tea« wurden chinesisches Porzellan und silberne Utensilien verwendet.
Von den Zentren des einstigen Kolonialhandels wie London, Amsterdam oder Kopenhagen trat der Tee seinen Siegeszug über Europa an. Auf dem Landweg erreichten die getrockneten Blätter als »Karawanentee« die Ebenen Russlands und machten das Land zu einem der größten Teekonsumenten weltweit.
Die vorliegende Kulturgeschichte vermittelt einen fundierten Einblick in die vielfältige Geschichte des Teegenusses und erläutert daneben auch die Techniken des Teeanbaus und seiner Weiterverarbeitung. Nicht zu kurz kommen die vielen kleinen Legenden und Geschichten, die sich um den Tee ranken und die den besonderen Reiz des Themas ausmachen.
About the author
Martin Krieger ist Professor für Geschichte an der Universität Kiel und bewirtschaftet eine Teeplantage in Kotagiri (Indien).
Report
"Martin Krieger schreibt dem Tee eine großangelegte, schöne und abgebrühte Kulturgeschichte." (Die Welt)
"Der Autor greift historisch und thematisch weit aus. Die Anfänge der Teekultur in China (vor ca. 4000 Jahren), Grundinformationen über die Teepflanze, die Raffinessen des Anbaus, die Verbreitung zuerst in Asien und später in Europa und Amerika werden in ideal proportionierten Kapiteln erläutert. Sowohl die japanische Tee-Zeremonie und einige philosophische Klassiker zum Tee lernt der Leser kennen, als auch die gegenwärtigen gezuckerten Trashvarianten der Lebensmittelkonzerne -- die 290 Seiten geben einen umfassenden Eindruck des Getränkes." (www.sciencegarden.de)
"Auch die Boston Tea Party spielt ein kleine Rolle in der kleinen Kulturgeschichte des Tees, in der Martin Krieger einen facettenreichen Einblick in die Geschichte des Tees und seiner kulturellen, wirtschaftlichen und alltagsgeschichtlichen Bedeutung vermittelt und eben auch die kleinen Legenden und Geschichten nicht vergisst, die sich um den Tee ranken und den besonderen Reiz des Themas ausmachen." (Dresdner Neueste Nachrichten)