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1999 wurde die wichtigste Auszeichnung für junge Lyrik, der Leonce-und-Lena-Preis, erstmals einem Schweizer zugesprochen.Der 25-jährige Raphael Urweider bringt auch anderswo Leben in das Wachsfigurenkabinett vergangener Größen. Er entdeckt Lichter in Menlo Park, dem Ort, wo Thomas A. Edison seinen legendären Think Tank gründete. Von Gutenberg bis Neil Armstrong reicht die Galerie der Ahnen, denen Raphael Urweider mit charmanter Hinterhältigkeit über die Schulter guckt. Raphael Urweider faszinieren die Übergänge von Alltagswahrnehmung zu wissenschaftlicher Weltsicht. Andere Gedichte des Bandes schwingen sich mit Chopins Präludien durch die Tonarten, blicken auf die Kontinente hinunter und verfolgen Kleinbauern. "indien wenn ich mich nicht irre kichertcolumbus er steigt an land die amerikaner freuen sich ganz uneuropäisch tanzen sie um die flotte besatzung columbus hält ausschau nach schaustellern für spanische schaubudenwo rauch ist in amerika ist auch eine nachricht des erstaunens die amerikaner versammeln sich columbus macht einen kleinen schritt auf sein indien zu die amerikaner einen grossen richtung manitu wenn sie sich nicht irren sie kichern wie columbus er schätzt die welt neu ein wie er ein indien gefunden er kichert und winkt dutzende tanzende amerikaner an bord flott trinkt die verdutzte besatzung zu indischem tanz wo feuerwasser ist ist auch rauch im irren indien die amerikaner prosten ihrem sehr erhitzten manitu zu"
About the author
Raphael Urweider, geboren 1974 in Bern. 2000 Veröffentlichung eines Gedichtbandes.Auszeichungen 1999 mit dem Leonce-und-Lena-Preis, 2000 mit dem Buch des Jahres der Schweizerischen Schillerstiftung, 2001 mit dem Bremer Literaturförderpreis, 2002 mit dem New-York-Stipendium des Kranichsteiner Literaturpreises und im gleichen Jahr mit dem 3sat-Preis des Klagenfurter Bachmann-Wettbewerbs.
Summary
1999 wurde die wichtigste Auszeichnung für junge Lyrik, der Leonce-und-Lena-Preis, erstmals einem Schweizer zugesprochen.
Der 25-jährige Raphael Urweider bringt auch anderswo Leben in das Wachsfigurenkabinett vergangener Größen. Er entdeckt Lichter in Menlo Park, dem Ort, wo Thomas A. Edison seinen legendären Think Tank gründete. Von Gutenberg bis Neil Armstrong reicht die Galerie der Ahnen, denen Raphael Urweider mit charmanter Hinterhältigkeit über die Schulter guckt.
Raphael Urweider faszinieren die Übergänge von Alltagswahrnehmung zu wissenschaftlicher Weltsicht. Andere Gedichte des Bandes schwingen sich mit Chopins Präludien durch die Tonarten, blicken auf die Kontinente hinunter und verfolgen Kleinbauern.
„indien wenn ich mich nicht irre kichert
columbus er steigt an land die amerikaner
freuen sich ganz uneuropäisch tanzen sie um
die flotte besatzung columbus hält ausschau
nach schaustellern für spanische schaubuden
wo rauch ist in amerika ist auch eine nachricht
des erstaunens die amerikaner versammeln
sich columbus macht einen kleinen schritt
auf sein indien zu die amerikaner einen grossen
richtung manitu wenn sie sich nicht irren sie
kichern wie columbus er schätzt die welt neu ein
wie er ein indien gefunden er kichert und winkt
dutzende tanzende amerikaner an bord flott trinkt
die verdutzte besatzung zu indischem tanz wo
feuerwasser ist ist auch rauch im irren indien die
amerikaner prosten ihrem sehr erhitzten manitu zu"
Additional text
„Preisende Worte wären zu finden für die Energie der Sätze, den hymnischen Rhythmus, die genaue Wortwahl und immer wieder den evidenten Bildzauber."
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
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"Preisende Worte wären zu finden für die Energie der Sätze, den hymnischen Rhythmus, die genaue Wortwahl und immer wieder den evidenten Bildzauber."
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