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Kann es sein, dass mit der forcierten Angleichung der weiblichen Lebensentwürfe an jene der Männer eine strukturelle Leerstelle entstanden ist, die langsam, aber stetig mittels Psychotherapie gefüllt wird?
Mit Jacques Lacans strukturaler Psychoanalyse und Luce Irigarays Theorem der sexuellen Differenz wird ein neuerlicher Anlauf genommen, die zunehmende Inanspruchnahme sowie die Anziehungskraft der Psychotherapie zu verstehen - und zwar aus feministischer Perspektive.
Angelika Grubner legt eine Analyse der Therapiegesellschaft vor und macht nachvollziehbar, inwiefern die Psychotherapie als eine Art neue Mutter verstanden werden kann, die die postödipale Gesellschaft des Genießens zu unterspannen beginnt.
About the author
Angelika Grubner, Jg. 1967, war zwölf Jahre als Diplomierte Sozialarbeiterin in einer psychiatrischen Klinik tätig und arbeitet nun seit fünfundzwanzig Jahren als Psychotherapeutin in freier Praxis. Sie hat Philosophie studiert und am Institut für Philosophie in Innsbruck promoviert.
Summary
Kann es sein, dass mit der forcierten Angleichung der weiblichen Lebensentwürfe an jene der Männer eine strukturelle Leerstelle entstanden ist, die langsam, aber stetig mittels Psychotherapie gefüllt wird?
Mit Jacques Lacans strukturaler Psychoanalyse und Luce Irigarays Theorem der sexuellen Differenz wird ein neuerlicher Anlauf genommen, die zunehmende Inanspruchnahme sowie die Anziehungskraft der Psychotherapie zu verstehen – und zwar aus feministischer Perspektive.
Angelika Grubner legt eine Analyse der Therapiegesellschaft vor und macht nachvollziehbar, inwiefern die Psychotherapie als eine Art neue Mutter verstanden werden kann, die die postödipale Gesellschaft des Genießens zu unterspannen beginnt.