Description
Product details
| Authors | Nadia Mikail |
| Assisted by | Nate Ng (Illustration), Uwe-Michael Gutzschhahn (Translation) |
| Publisher | DTV |
| Original title | The Cats we Meet Along The Way |
| Languages | German |
| Age Recommendation | ages 14 to 99 |
| Product format | Paperback / Softback |
| Released | 14.08.2025 |
| EAN | 9783423650458 |
| ISBN | 978-3-423-65045-8 |
| No. of pages | 224 |
| Dimensions | 136 mm x 210 mm x 19 mm |
| Weight | 276 g |
| Subjects |
Children's and young people's books
> Young people's books from 12 years of age
Familie, Liebe, Freundschaft, Vergebung, Katze, Versöhnung, Trauer, Eltern-Kind-Beziehung, Bunker, Utopie, Geschwister, Meteorit, Malaysia, Überleben, Roadtrip, Dystopie, Geliebte, Roadnovel, Weltende, Schwesternbeziehung, leichtlesen, Kinder/Jugendliche: Freundschaftsgeschichten |
Customer reviews
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Was würdest Du tun, wenn die Welt bald endet?
Gestaltung:
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Das Titelbild ist mit sehr bunten Farben versehen. Es erinnert mich ein wenig an Bollywood. Insgesamt erweckt es einen fröhlichen Eindruck.
Inhalt:
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Ein Meteorit ist auf dem Weg zur Erde, um sie zu zerstören. In neun Monaten soll es so weit sein. Die siebzehnjährige Aisha und ihre alleinerziehende Mutter nehmen dies zum Anlass, um sich im Wohnmobil auf die Suche nach Aishas älterer Schwester June zu machen. Sie zog ein paar Jahre nach dem Tod des Vaters aus und hat sich seitdem nicht mehr gemeldet. Begleitet werden die beiden von Aishas Freund Walter und dessen Eltern, die den Trip nutzen wollen, um wichtige Lebenssituationen zu besuchen. Außerdem an Bord: Ein zugelaufener Kater, den Aisha auf den Namen "Flohsack" tauft. Werden sie June noch rechtzeitig finden und wie wird die Begegnung werden?
Mein Eindruck:
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"Die Zeit verging und die Dinge änderten sich. Es gab immer noch Gründe, vorsichtig zu sein. Die Menschen waren immer noch wütend und voller Schmerz. Doch der größte Teil der Bevölkerung wagte sich hinaus. Sie fingen an, Vorräte anzulegen, Lebensmittel anzubauen und zusammenzuarbeiten, um Dinge zu tauschen. Gemeinschaften entstanden, in denen Menschen zusammenarbeiteten, um in der ihnen noch verbleibenden Zeit zu überleben. Es beruhigte sich, weil die Menschen begriffen, was wichtig war: Gesundheit, kein Hunger und die Rückkehr zur Familie. Die Leute arbeiteten auf freiwilliger Basis in diesen Jobs, um ihren Teil beizutragen. Leute sorgten dafür, dass es genügend Leitungen gab, damit Menschen ihre weit entfernt lebenden Familien anrufen konnten. Leute sorgten dafür, dass genug Medizin, Essen und Möglichkeiten existierten, Angehörige zu besuchen. Auch wenn es weiter gelegentlich Schmerz und Gewalt gab, hielt die Gemeinschaft doch so gut wie möglich zusammen, um sich gegenseitig zu schützen und zu verteidigen. Alle wussten, dass die Welt bald untergehen würde. Diese Tatsache hätte alle zur Verzweiflung treiben können, und tatsächlich waren einige in Hoffnungslosigkeit versunken, und ihr Wille weiterzumachen erlosch wie eine Kerze in einer unbarmherzigen Windbö. Aber viele taten weiter, was sie konnten, solange sie noch da waren, solange das Leben noch währte. Sie wussten, was wichtig war. Sie wussten, dass sie dies einer für den anderen taten." (E-Book, S. 20f)
Was mir gefiel, war der ruhige Ton dieser Erzählung. Die Charaktere und ihre Gefühle werden einfühlsam beschrieben und die Grundidee fand ich faszinierend.
Leider war die Umsetzung insgesamt nicht mein Geschmack. Die aktuelle Situation wird in vielen Rückblenden mit Zeitsprüngen erzählt. Obwohl diese durch Überschriften gekennzeichnet werden, so fehlte mir zum einen der rote Faden, zum anderen musste man sich stark beim Lesen konzentrieren, um weiter folgen zu können.
Aisha und ihre Familie mussten durch den frühen Tod des Vaters, aber auch den Tod weiterer Angehöriger viel Trauer ertragen, viele Gefühle haben sie voreinander nicht ausgesprochen. Dies hat die Beziehungen der Schwestern, aber auch die zur Mutter sehr belastet. Aisha trägt viel Unausgesprochenes mit sich herum, was sich im Laufe der Reise erst Bahn bricht.
Die Entwicklung von Aisha empfand ich als positiv, aber die Dialoge der Protagonisten irritierten mich häufig, was zum einen an der anderen Kultur lag, aber auch an den vielen malaysischen Ausdrücken, die meist ohne Erklärung eingestreut waren. Hier wäre ein Glossar oder jeweils eine Fußnote hilfreich gewesen. Zudem passiert nicht wirklich viel, es geht nur um Erinnerungen und die emotionale Ebene der Personen.
Der Titel ist sehr irritierend, denn es gibt nur eine Katze, die immer wieder ihren kleinen Auftritt hat, aber nicht mehrere und auch die Rolle der Katze war m. E. nicht notwendig. Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Wenn ich als Erwachsene schon wenig mit dem Buch anfangen konnte, dann frage ich mich, ob die Zielgruppe -
Ein besonderer Roadtrip
Mich hat dieses Jugendbuch mit seinem bezaubernd schönen und bunten Cover sofort angesprochen! Die außergewöhnliche Geschichte, die der Klappentext verspricht, findet sich dann auch zwischen den Buchdeckeln. Allerdings nimmt der Roadtrip weniger Raum ein, als ich erwartet hatte, denn die Strecke durch Malaysia ist recht schnell zurückgelegt. Zudem bleibt Flohsack der einzige Kater, der Aisha und Walter zuläuft und sie begleitet, weshalb ich mich eine Weile über den gewählten Buchtitel wunderte.
Meine Irritation aufgrund der falschen Erwartungen legte sich jedoch, als ich mich einfach auf die Geschichte einließ und die Fragen, die sie aufwirft. Was wäre, wenn ein solches Ereignis droht, das die Menschheit wahrscheinlich auslöscht? Wie verbringt man die restliche Zeit, die bis dahin noch bleibt? Wer oder was ist dann am wichtigsten?
In dieser Hinsicht bietet das Buch ganz viel Nachdenkenswertes. Vor allem Aishas Gefühle sind toll dargestellt, man kann sich beim Lesen gut in sie hineinversetzen. Angesichts ihrer speziellen Familiengeschichte hadert sie nicht nur mit dem angekündigten Ende der Welt, sondern mit Trauer und Verlust, Schweigsamkeit oder Leere, wo eigentlich Verbundenheit sein müsste. Das Ganze fügt sich zu einem passenden Hintergrund für das Romanthema zusammen. Und trotz der schweren Inhalte liest es sich leicht, oft sogar amüsant. Daher würde ich dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!
Was ich mir aber noch gewünscht hätte, wäre ein Glossar für die fremdsprachigen Begriffe. Ich schätze es sehr, wenn solche Begriffe vorhanden sind, weil sie einen Romanschauplatz authentisch machen, aber nicht immer erschließen die Wörter sich direkt aus dem Text. Da wäre ein Glossar am Ende des Buches hilfreich gewesen, um kurz nachzuschlagen, was die Figuren da gerade essen oder was manches Kosewort bedeutet.
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