Description
Product details
| Authors | Henrik Szántó |
| Publisher | Blessing |
| Languages | German |
| Product format | Hardback |
| Released | 11.08.2025 |
| EAN | 9783896677785 |
| ISBN | 978-3-89667-778-5 |
| No. of pages | 224 |
| Dimensions | 133 mm x 205 mm x 24 mm |
| Weight | 336 g |
| Subjects |
Fiction
> Narrative literature
Drittes Reich, Nationalsozialismus, Familie, Freundschaft, Vergangenheit, Gegenwart, Frauen, Erinnerungen, Schullektüre, Erinnerungskultur, Deutsche Geschichte, literarisch, Ingeborg-Bachmann-Preis, mehrere Zeitebenen, eintauchen, Upmarket, Schuld und Verantwortung, wo die moltebeeren leuchten |
Customer reviews
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Ganz besonders!
„Treppe aus Papier” ist ein ganz besonderes Buch: ganz besonders gut gelungen, aus einer ganz besonderen Perspektive erzählt und mit einer ganz besonders wichtigen Botschaft.
Schon das Cover hat mich absolut fasziniert. Jeder kennt diesen Spiegel-Effekt, der hier angedeutet wird, aber bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Bilder sich doch voneinander unterscheiden und so passt dieses Design perfekt zur Geschichte. Hier erzählt nämlich ein Gebäude vom Leben seiner Bewohner. Dabei zu lauschen ist manchmal schon etwas anspruchsvoll, denn für dieses Mehrfamilien-Haus spielt Zeit keine große Rolle und so geschieht alles zugleich. Zum Beispiel sehen wir Irma in ihrer Wiege liegen und gleichzeitig versucht sie als über 90-Jährige ihren Briefkasten aufzuschließen.
Als wäre diese ungewöhnliche Erzählperspektive aber noch nicht spannend genug, ist das Zuhause von Irma, Nele, Ruth und vieler anderer ein Zeitzeuge der bereits das NS-Regime miterlebt hat. Die Erinnerungsarbeit die Henrik Szántó hier leistet, ist berührend und geht unter die Haut. Er schafft es, die Geschichte so aufzuarbeiten, dass sie unangenehm persönlich und dadurch besonders nutzbar wird.
Für mich definitiv eine der besten Neuerscheinungen des Jahres! -
Interessante Perspektive
Schon beim Lesen des Klappentextes war ich neugierig, wie das Haus wohl seine Geschichte erzählen wird und wie mir diese Perspektive wohl gefallen würde. Immer mal wieder etwas Neues, auf das ich mich gerne einlasse. Und hier bin ich wahrlich nicht enttäuscht worden.
Das Haus gehörte einmal dem Juden Alwin Sternheim und es hat wirklich schon viel erlebt. In der Gegenwart trifft die Schülerin Nele im Haus auf ihre Nachbarin, die schon 90 Jahre alt ist. Nele langweilt der Schulstoff im Geschichtsunterricht, nichts von einem lebendigen Geschichtsstoff, aber das ändert sich nun.
Doch es geht nicht nur um die Geschichte von Irma, deren Eltern überzeugte Anhänger des Nationalsozialismus waren. In der Wohnung, in der Nele nun mit ihren Eltern lebt, lebten zur Zeit des Dritten Reiches die Familie Sternberg mit ihrer Tochter Ruth.
Das Buch lebt auf jeden Fall von seiner außergewöhnlichen Perspektive und ist eine ganz besondere Art der Vergangenheitsbewältigung.
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