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Der Sound des Krieges - Belliphonie von der Antike bis zur Gegenwart

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Krieg ist eine auditive Extremerfahrung und gehört zu den lautesten Ereignissen der Menschheitsgeschichte. Die Geräusche der Waffen, die Klänge von Signalinstrumenten, die Rufe der Kämpfenden und die Schreie von verwundeten Menschen und Tieren machen militärische Kampfhandlungen zu einer Ausnahmesituation. Aber auch Bewegungsgeräusche, Stimmen und Musik auf Märschen, im Heerlager oder im Besatzungsgebiet gehören zur Soundscape des Krieges. Die spezifische akustische Dimension eines Krieges prägt die Kriegserfahrungen der beteiligten Gesellschaften, bestimmte Sounds schreiben sich in die kollektiven Erinnerungen ein. Die Beiträge dieses Bands nehmen erstmals den Sound des Krieges, die Belliphonie, in den Blick - im historischen Längsschnitt von der Antike bis in die Gegenwart. Sie fragen danach, wie und warum sich der Sound des Krieges im Laufe der Geschichte wandelte und wie er wahrgenommen, gedeutet und erinnert wurde. Mit dem Begriff »Sound« bezeichnen sie alle akustischen Phänomene wertungs- und kontextoffen, angelehnt an eine in den »Sound Studies« etablierte Begrifflichkeit.https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

List of contents

InhaltDer Sound des Krieges: Belliphonie von der Antike bis zur Gegenwart. Einleitung ...........................................................9 Martin Clauss, Gundula Gahlen und Oliver JanzDie Belliphonie des russisch-ukrainischen Krieges in Ego-Narrativen ukrainischer ZeitzeugInnen ...........................................25 Olga RadchenkoI. Soundscape Kampf: Gewalt und SoundDer Sound von Belagerungen und Stadteroberungen im Dreißigjährigen Krieg (1630-1632) .....................................................49 Daniel RichterDer Klang des Anderen. Akustische Repräsentationen des French and Indian War (1756-1763) ......................................................69 Marian FüsselDer Rhythmus der Schlacht. Sounds und Soundscape als strukturierende Elemente frühneuzeitlicher Seeschlachten ..............................89 Sarah von HagenKlang des Terrors. Die Sirene der Junkers Ju 87 »Stuka« ..................109 Daniel R. Bonenkamp und Lukas GraweII. Kriegssound und Trauma»Das Getöse war sinnverwirrend.« Sound- und Beschusserfahrungen im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) .................................133 Jan-Martin ZollitschKrank vom Sound des Krieges. Erfahrungen in der deutschen Armee während des Ersten Weltkriegs ........................................159 Gundula GahlenRepercussions of the Great War. The Rise of Shell Shock and its Lasting Legacy in Britain .....................................................179 Stefanie C. LindenIII. Schweigen und StilleSilentium! Die spätrömische Kunst der einschüchternden Stille im Lichte von Militärtraktaten ..................................................203 Lukasz RózyckiHearing Silence during World War One .................................225 Rebecca Ayako BennetteIV. Narrative BelliphonieVom Schlachtgesang zur Siegeshymne. Gesang in kriegerischen Konflikten des frühen und hohen Mittelalters zwischen militärischer Taktik und historiographischer (Re-)Produktion ...................................245 Franziska QuaasLautsphären der Kreuzzugschronistik. Belliphonie bei Wilhelm von Tyrus und anderen Kreuzzugschronisten .....................................269 Boris GübeleZwischen Kampf und Klage. Frauen(-figuren) in der narrativen Belliphonie der höfischen Literatur (c. 1150-1250) ...................................291 Hannah PotthoffV. Belliphone Sounds als politisches MittelBesatzungssound. Hegemoniale Strategien der Kulturpolitik in von der Wehrmacht besetzten Ländern während des Zweiten Weltkriegs ..........317 Heike Frey»Deine Vergangenheit war groß«. Resonanzen des Kriegs und die 'neue' Nation in österreichischen Radio-Features der Nachkriegszeit ............329 Elias Berner und Birgit HaberpeuntnerAnhangAbstracts ............................................................355Autorinnen und Autoren ..............................................365

About the author

Martin Clauss ist Professor für die Geschichte Europas im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit an der TU Chemnitz.
Gundula Gahlen, Dr. phil., PD für Neuere und Neueste Geschichte an der Freien Universität Berlin, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Paris Lodron Universität Salzburg.
Oliver Janz ist Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin.

Summary

Krieg ist eine auditive Extremerfahrung und gehört zu den lautesten Ereignissen der Menschheitsgeschichte. Die Geräusche der Waffen, die Klänge von Signalinstrumenten, die Rufe der Kämpfenden und die Schreie von verwundeten Menschen und Tieren machen militärische Kampfhandlungen zu einer Ausnahmesituation. Aber auch Bewegungsgeräusche, Stimmen und Musik auf Märschen, im Heerlager oder im Besatzungsgebiet gehören zur Soundscape des Krieges. Die spezifische akustische Dimension eines Krieges prägt die Kriegserfahrungen der beteiligten Gesellschaften, bestimmte Sounds schreiben sich in die kollektiven Erinnerungen ein.
Die Beiträge dieses Bands nehmen erstmals den Sound des Krieges, die Belliphonie, in den Blick – im historischen Längsschnitt von der Antike bis in die Gegenwart. Sie fragen danach, wie und warum sich der Sound des Krieges im Laufe der Geschichte wandelte und wie er wahrgenommen, gedeutet und erinnert wurde. Mit dem Begriff »Sound« bezeichnen sie alle akustischen Phänomene wertungs- und kontextoffen, angelehnt an eine in den »Sound Studies« etablierte Begrifflichkeit.

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Foreword

Der Sound des Krieges von der Antike bis in die Gegenwart

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