Read more
About the author
Gustav Seibt
geboren 1959, studierte Geschichte und Literaturwissenschaften.
Von 1987 bis 1996 war er Redakteur der Frankfurter Allgemeinen
Zeitung, von 1994 bis 1996 leitete er dort das Literaturblatt.
1992 erschien "Anonimo Romano. Geschichtsschreibung in Rom
an der Schwelle zur Renaissance". 1995 erhielt er den Sigmund-Freud-Preis
für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für
Sprache und Dichtung. Seit 1997 arbeitet er als Redakteur der
Berliner Zeitung.
Summary
Literaturkritik ist eine Kunst, die beherrscht sein will. Mit
der selbstgefällig sich in Szene setzenden Subjektivität
des dekretierenden Geschmacksrichters hat sie wenig zu tun. Mit
einer vermeintlichen Objektivität der Urteile allerdings
ebensowenig. Die Stimme des Kritikers muß deutlich und erkennbar
sein, doch nicht in eigener Sache, sondern um die Kriterien einsichtig
zu machen, an denen das kritische Urteil nicht nur die Texte,
sondern auch sich selbst erprobt. Gustav Seibts Essays fuhren
vor, wie ein solcher Umgang mit Literatur aussehen kann: Sie widmen
sich einzelnen Büchern und Porträts
von Autoren, literarischen Debatten und der Rolle der Kritik.
Additional text