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Aus psychiatrischer Perspektive ist Weltliteratur nicht nur ein kulturelles Erbe, sondern auch ein therapeutisches Medium, das Empathie fördert und das Gespräch über scheinbar unverständliches Verhalten erleichtert. Ein Buch, das neben psychiatrischen Fachbüchern genau richtig steht: auf Krankenhausstationen sowie in psychotherapeutischen Praxen.Die Beschäftigung mit Literatur kann psychiatrisch Tätigen helfen, das Erleben ihrer Klient*innen besser zu verstehen. Diesen wiederum kann die Literatur helfen, ihr Erleben zu beschreiben. Nicht zuletzt kann Literatur zur Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen beitragen.
List of contents
Seelenlese:nVorwort 7Der Psychiater und die moderne Literatur 9Einsamkeit und PsychoseZauberhaftes und Zartes: Nelly Sachs und Robert Walser 15Dein Schweigen - meine StimmeTrauer und Melancholie: Marie Luise Kaschnitz 43Der RätselhafteDie Furcht vor den eigenen Abgründen: Franz Kafka 68LeibhaftigKrankheit und Krisen: Christa Wolf 97Giselheer und Prinz JussufGrenzgänger: Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn 127Die GeträumtenDer Gewalt begegnen: Ingeborg Bachmann und Paul Celan 156»Die Nacht ist aus Tinte gemacht«Träume und Traumata: Herta Müller 191»Ich habe ja gewusst, dass ich fliegen kann«Chronist im Wien um die Jahrhundertwende: Arthur Schnitzler 206»König Alkohol«Selbstbetrug und Selbstoffenbarung:Joseph Roth und Hans Fallada 221»Sei klug und halte dich an Wunder«Trost im Alltag: Mascha Kaléko 243Werkausgaben zum Weiterlesen 261Weitere Literaturhinweise 264
About the author
Torsten Flögel, Dr. phil., Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut, arbeitet seit über dreißig Jahren in der Sozialpsychiatrie und nebenberuflich als Dozent für die DGSP und EX-IN Berlin. Seit 2015 hält er mit Kolleginnen Vorträge an der Universität Hamburg in Thomas Bocks Vorlesungsreihe »Anthropologische Psychiatrie« über Berührungspunkte zwischen Literatur und Psychiatrie. Er lebt in Berlin.
Summary
Aus psychiatrischer Perspektive ist Weltliteratur nicht nur ein kulturelles Erbe, sondern auch ein therapeutisches Medium, das Empathie fördert und das Gespräch über scheinbar unverständliches Verhalten erleichtert. Ein Buch, das neben psychiatrischen Fachbüchern genau richtig steht: auf Krankenhausstationen sowie in psychotherapeutischen Praxen.
Die Beschäftigung mit Literatur kann psychiatrisch Tätigen helfen, das Erleben ihrer Klient*innen besser zu verstehen. Diesen wiederum kann die Literatur helfen, ihr Erleben zu beschreiben. Nicht zuletzt kann Literatur zur Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen beitragen.