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Das Ziel dieses Buchs ist es darzustellen, dass die Menschenwürde auch in der internationalen Rechtspraxis als Topos betrachtet werden kann. Es soll verdeutlicht werden, dass die Betrachtung der Menschenwürde als Topos andere Dimensionen ihres Gebrauches in dem Argumentationsverfahren aufdeckt, die für die Bestimmung ihres Inhalts innerhalb des Rechtsdiskurses von Bedeutung sind. Der erste Teil schlägt eine Annäherung der Topik an die juristische Argumentation vor. Der zweite Teil befasst sich mit der Untersuchung verschiedener Fälle über Menschenwürde. Im dritten Teil wird eingehend die These untersucht, inwiefern die Menschenwürde auch im Völkerrecht als Topos gelten kann. Bezüglich des vorherrschenden Skeptizismus in der Rechtslehre wird die Position bekräftigt, dass die Menschenwürde durchaus in der Lage ist, das Vorgehen der internationalen Gemeinschaft normativ zu rechtfertigen und zu gestalten.Die Arbeit wurde ausgezeichnet mit dem Preis der Kieler Doctores Iuris 2024.
List of contents
Teil I: Topik und Juristische ArgumentationDer Topos und das aporetische Denken - Die rhetorisch-empirische Analyse gerichtlicher UrteilsbegründungenTeil II: Menschenwürde in ausgewählten Entscheidungen des EGMR und des IGHProgramm der empirischen Analyse - Menschenwürde in ausgewählten Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) - Menschenwürde in ausgewählten Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofs (IGH)Teil III: Menschenwürde als Topos im VölkerrechtMenschenwürde in völkerrechtlichen Dokumenten - Menschenwürde und Habitualität - Menschenwürde und Potentialität - Menschenwürde und Intentionalität - Menschenwürde und Symbolizität - SchlussbemerkungenLiteratur- und StichwortverzeichnisAnhängeTabellen der ausgewählten Fälle des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) - Tabellen der ausgewählten Fälle des Internationalen Gerichtshofs (IGH)Der Anhang (S. 258-961) ist ausschließlich online einsehbar unter: https://www.duncker-humblot.de/Pinho_Anhang
About the author
Fabiana O. Pinho promovierte mit summa cum laude im Bereich des Völkerrechts und der Rechtstheorie im Rahmen eines binationalen Promotionsverfahrens zwischen der Universität von São Paulo (Brasilien) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Deutschland). Im Laufe des Doktorats erhielt sie ein Stipendium von der FAPESP und eine Forschungsförderung vom DAAD während ihres Aufenthaltes am Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht an der CAU zu Kiel. Davor absolvierte sie ein Jurastudium an der Universität von São Paulo. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Rechtstheorie, juristische Argumentation und Rhetorik, Völkerrecht, Menschenrechte sowie internationale Gerichtshöfe.
Report
»Ziel der vorliegenden Dissertation war es laut Fabiana Oliveira Pinho, 'den Skeptizismus in Bezug auf die Menschenwürde als Rechtsnorm, insb auf internationaler Ebene, zu thematisieren'. Dies ist ihr zweifellos gelungen. Vor allem Wissenschaftler*innen, die sich der theoretischen und analytischen Herangehensweise bei menschenrechtlichen Fragestellungen verschrieben haben, werden mit dieser Arbeit ihre Freude haben.« Eduard Christian Schöpfer, in: Newsletter Menschenrechte, 2/2024