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... wir wissen nicht, was Sie anders und was Sie noch einmal genauso machen würden, wenn Sie Ihr Leben noch einmal leben könnten. Wir wissen auch nicht, ob Sie sich diese Frage überhaupt stellen. Aber wir wissen, dass die Antwort uns bewegt hat, die ein unbekannter Autor und der Illustrator Markus Langer geben. Sie hat uns bewegt, dieses bibliophile Büchlein zu machen. Ihnen dieses kleine Geschenk an sich selbst zu empfehlen. Sicher auch ein ideales Geschenk für andere. Sie hat uns aber auch bewegt vor dem Hintergrund vieler Wochenend-Mailwechsel mit Kreativen. An Wochenenden, an denen die Sonne schien, Weinfeste, Radwege, Seen und Berge, Bäche und Cafes riefen, wir aber an Macs und PCs saßen ... Nicht, dass Sie uns falsch verstehen: Wir mögen Ihre Mails und gerade an diesen Wochenenden tut es ja gut, zu wissen, dass man nicht allein ist. Aber war da nicht noch was anderes???
Summary
Lange bevor Achtsamkeit zum Trend-Thema wurde, Jahre bevor Yoga die Szene eroberte und Meditationskurse boomten, hat ein unbekannter Autor – man sagt, es sei Jorge Luis Borges, aber seine Witwe bestreitet das energisch – am Ende seines Lebens Bilanz gezogen. Nicht die Dinge, die er erfolgreich und viel getan hat, listete er auf, sondern diejenigen, die über all dem vermeintlich Wichtigen zu kurz gekommen sind.
Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte …
Zur Verwunderung aller Ehrgeizigen: Arbeit kam nicht vor. Irgendwann werden wir alle zurückblicken und vielleicht werden sich auch bei uns die Gewichtungen und Bedeutungen verschoben haben. Der Blick zurück aus der Zukunft kann helfen, die Gegenwart bewusster zu leben.
Am Ende des Lebens bedeuten Awards und Auszeichnungen, Pitches und Präsentationen oft erschreckend wenig.
Vielleicht hat das Marcus Langer bewegt, den kraftvollen Worten ausdrucksstarke Bilder zur Seite zu stellen. Bilder, die sich einprägen und zum inneren Appell werden, wenn der Blick für den Reichtum des Lebens eng zu werden droht vor Stress und Zeitdruck.
Denn zwischen Handywecker, Pitch und Präsentation, Outlook, Facebook und endlosen Meetings, Brainstorming, Reinzeichnung und Digitalisierungs-Strategien verrinnt die Zeit, die wir Leben nennen. Und manchmal brauchen gerade wir Kreativen einen kleinen visuellen Stopper, der uns an Spiel und Spaß, Entspannung und Lebensfreude, Kinderlachen und Sonnenuntergänge erinnert – nicht, um in den sozialen Medien Likes zu generieren, sondern um die Seele baumeln zu lassen.
Manchmal fehlt die Zeit für Yoga und die innere Ruhe für Meditation. Manchmal möchte man einem Freund indirekt sagen, dass man sich um ihn sorgt. Manchmal nutzt ein kleines Büchlein mehr als mahnende Worte. Dann denken Sie an diesen kleinen Weckruf für Gestalter, die manchmal vergessen, dass die Agentur nicht der einzige Lebensraum für Kreative ist. Und für alle, die zu Leben beginnen wollen, bevor es zu spät ist!