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Unsre verschwundenen Herzen - Roman | Meistgenannter Titel unter den besten Büchern des Jahres 2022 u.a. von People, TIME Magazine, The Washington Post,Los Angeles Times und Oprah Daily

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Description

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"Ein eindringliches Nachsinnen über die - manchmal zufällige - Kraft von Worten." Stephen King
Der zwölfjährige Bird lebt mit seinem Vater in Harvard. Seit einem Jahrzehnt wird ihr Leben von Gesetzen bestimmt, die nach Jahren der wirtschaftlichen Instabilität und Gewalt die »amerikanische Kultur« bewahren sollen. Vor allem asiatisch aussehende Menschen werden diskriminiert, ihre Kinder zur Adoption freigegeben. Als Bird einen Brief von seiner Mutter erhält, macht er sich auf die Suche. Er muss verstehen, warum sie ihn verlassen hat. Seine Reise führt ihn zu den Geschichten seiner Kindheit, in Büchereien, die der Hort des Widerstands sind, und zu seiner Mutter. Die Hoffnung auf ein besseres Leben scheint möglich. Eine genauso spannende wie berührende Geschichte über die Liebe in einer von Angst zerfressenen Welt.

About the author

Celeste Ng, geboren 1980, wuchs in Pittsburgh, Pennsylvania, und in Shaker Heights, Ohio, auf. Sie studierte Englisch in Harvard und Kreatives Schreiben an der University of Michigan. >Was ich euch nicht erzählte< stand genauso auf der Bestsellerliste wie >Kleine Feuer überall<, das auch als Miniserie verfilmt wurde. Celeste Ng lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Cambridge, Massachusetts.

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Celeste Ng erzählt von politischer Kontrolle und Widerstand und setzt ihrer Dystopie unabdingbare Liebe und die Kraft der Poesie entgegen. Imke Weiter Emotion 20221101

Customer reviews

  • Eindringliche Parabel über den Niedergang einer Gesellschaft

    Written on 04. January 2023 by tk.

    Dass Celeste Ng es absolut beherrscht, zwischenmenschliche und gesellschaftliche Nuancen fein beobachtet und eindringlich charakterisiert in Geschichten darzustellen, hat sie bereits mit ihren Vorgängerromanen deutlich bewiesen. Diese Eigenschaften machen auch "Unsre verschwundenen Herzen" wieder zu einer fesselnden und ergreifenden Lektüre, in leiser Sprache mit poetischen Bildern verfasst, die ihre Botschaft einer dystopischen, aber ganz und gar nicht fernen Realität doch eindeutig und kraftvoll vermittelt. Politisch und gesellschaftlich sind die Handlung und die erschaffene Welt sehr spannend und beklemmend aufschlussreich, vor allem über die Perspektive von PAO (People of Asian Origin) in den USA, als auch über die grundlegende menschliche Beobachtung, wie viel Unrecht eine Gesellschaft gegenüber einer Gruppe akzeptiert, so lange man als Individuum nicht betroffen ist. Die Charaktere selbst bleiben vor diesem Hintergrund eher blass, was ich für mich allerdings als Ausdruck der Universalität der Geschehnisse gelesen habe - es sind eben nicht nur Bird und Sadie und Margaret, die aufgrund der politisch geschürten Atmosphäre von Angst und Hass ihre Familien verloren haben, sondern hinter ihnen stehen unzählige weitere Familien, Erfahrungen und Schicksale. So wie es für so viele andere Gruppen, an so vielen anderen Orten, zu so vielen anderen Zeiten auch schon so oft passiert ist, und jederzeit überall wieder geschehen kann, wenn nur genug Menschen wegschauen. Weniger ein Roman, als vielmehr eine eindringliche Parabel.

  • beängstigend

    Written on 27. October 2022 by BR.

    Wir lernen den zwölfjährigen Bird kennen, dessen Mutter ihn und den Vater vor 3 Jahren verlassen hat. Es ist schnell klar dass es damit zusammen hängt dass sie Asiatin ist und irgendwie vom jetzigen System bekämpft wird. Vor einigen Jahren gab es in Amerika eine große wirtschaftliche und soziale Krise bei der letztendlich alles Unamerikanische als Verursacher beschuldigt wurde. Zur Abwendung wurde ein „Gesetz zum Schutz der amerikanischen Kultur“ etabliert das zur Diskriminierung und Unterdrückung bonders von asiatisch-stämmigen Amerikanern geführt hat. Der Vater setzt Bird enge Grenzen, er soll sich wegen seinem asiatischen Aussehen immer vorsichtig verhalten, soll nicht auffallen und jeglicher Konfrontation aus dem Weg gehen. Als Leser erfahren wir erst so richtig warum seine Mutter untergetaucht ist als es Bird gelingt, sie zu finden. Auch das sonderbare Verhalten des Vaters findet für mich dort eine plausible Erklärung. Interessant fand ich die Beschreibung der „Krise“ vor einigen Jahren, die schließlich zu den gravierenden Gesetzen geführt hat. Passend für eine Dystopie lesen wir von unbekanntem Verhalten einer Gesellschaft in Extremsituationen. Doch durch die Erfahrungen in den letzten Jahren mit der Corona Pandemie sind solche Verwerfungen im gesellschaftlichen Miteinander plötzlich vorstellbar und haben bei mir die Beklemmung spürbar gemacht. Auch wenn ich die Idee gut fand, hat mich dieses Buch nicht in gleicher Weise berührt wie die beiden bisherigen Werke von Ng Celeste. Aber trotzdem vom Plot her originell und in solidem Schreibstil erzählt.

  • Nicht restlos überzeugend

    Written on 10. October 2022 by mannuber.

    Auch der neue Roman von Celeste Ng ist – wie bereits ihre Vorgänger – eine dramatische Familiengeschichte. Im Zentrum steht ein Junge, Bird genannt, und seine Mutter, die die Familie aus ihm unbekannten Gründen vor Jahren verlassen hat. Die Welt, in der Bird lebt, ist eine handfeste Dystopie, ein erschreckendes Zerrbild der USA in naher Zukunft, in der ein rassistisches Gesetz dafür gesorgt hat, dass vor allem asiatisch aussehende Menschen in ständiger Angst leben müssen. In ruhigem, eindringlichem Ton erzählt Ng von Gewaltausbrüchen auf der Straße, von Anfeindungen und von Kindern, die von ihren Familien getrennt werden. All das kommt einem so schmerzlich bekannt vor, dass es der vielen Details, mit der sie die „Krise“ beschreibt, die zu der Situation geführt hat, gar nicht bedurft hätte. Im Verlaufe des Buches macht Bird sich auf die Suche nach seiner Mutter, und der Leser begleitet ihn auf seiner Reise. Die Geschichte ist leidenschaftlich geschrieben, mit sinnlichen Beschreibungen und ausdrucksstarker Sprache. Trotz des alltäglichen Horrors, den er beschreibt, ist der Roman trotz allem rettungslos optimistisch. Er glaubt an die Macht der Worte. Die heimlichen Helden sind Bibliothekarinnen. Und Gedichte sind in der Lage, die Welt zu verändern. Das ist leidenschaftlich und mit klarem moralischem Kompass geschrieben, doch dadurch leider auch zu eindeutig. Vor allem am Ende des Buches wird die Schwelle zum Kitsch immer wieder überschritten. So kann der Roman nicht restlos überzeugen.

  • Eine Dystopie, die Realität ist

    Written on 03. October 2022 by cjaay.

    Der zwölfjährige Noah, genannt Bird, lebt mit seinem Vater allein und soll sich möglichst unauffällig verhalten. Seine Mutter entstammt einer asiatischen Familie und hat die Familie verlassen, da sie als Schriftstellerin gegen geltende Gesetze verstoßen hat. Seit der großen Krise sind Asiaten in Amerika nicht mehr als gleichberechtigte Mitbürger anerkannt. Sie werden schikaniert und unterdrückt. Um sie ruhig zu stellen und gefügig zu machen, nimmt man ihnen beim kleinsten Anlass ihre Kinder weg und gibt sie in weiße Pflegefamilien. Diese überall auf der Welt angewandte perfide Methode indigenen Völkern zu zeigen, wer das Sagen hat ist nicht dystopisch sondern in der Vergangenheit oft Realität geworden. Celeste Ng beschreibt dieses Verbrechen eingebunden in die Beschreibung von Noahs Schicksal, der seine Mutter sucht und findet. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und eignet sich meiner Meinung nach auch als Jugendbuch. Ich gebe 4 Sterne.

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