Description
Product details
Authors | Wolf Hector |
Publisher | Ullstein TB |
Languages | German |
Product format | Paperback / Softback |
Released | 23.11.2021 |
EAN | 9783548064079 |
ISBN | 978-3-548-06407-9 |
No. of pages | 608 |
Dimensions | 121 mm x 35 mm x 188 mm |
Weight | 419 g |
Series |
Die Baumeister |
Subjects |
Fiction
> Narrative literature
> Historical novels and narratives
Familie, Mittelalter, Gott, Geschichte, Architektur, Konkurrenz, Prag, Bauwerke, Brücke, Hochwasser, entspannen, wahre Begebenheit, Moldau, Karlsbrücke |
Customer reviews
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Guter historischer Roman
Prag 1342. Die Judithbrücke über die Moldau übersteht ein Unwetter nicht. Otlin verliert dabei fast seine Mutter und für ihre Rettung geht er ein Gelübde ein, dass er eine neue Brücke bauen will. Viele Jahre später wird das Wirklichkeit. Otlin Ist inzwischen Baumeister und hat in Frankreich auch an kirchlichen Bauten mitgewirkt. Zurück in Prag beteiligt er sich an einem Wettbewerb und wird der neue Brückenbaumeister. Doch er hat Neider und Feinde und der Brückenbau geht nur langsam vorwärts.
Das Buch ist insgesamt ein guter historischer Roman. Er beschreibt das mittelalterliche Prag und den Bau der heutigen Karlsbrücke. Der Autor schafft es, historische Persönlichkeiten mit fiktivem Geschehen zusammenzubringen. Dabei baut er eine gute Spannung auf und löst das Ganze auch zwar abenteuerlich, doch realistisch auf. Die Figuren sind vielschichtig aufgebaut und aus verschiedenen Schichten der Bevölkerung. Mir persönlich hätte es gut gefallen, wenn noch mehr zur damaligen Technik des Brückenbaus geschrieben worden wäre. Das habe ich etwas vermisst. Doch insgesamt sorgt das Buch für gute Unterhaltung und eine Erweiterung des historischen Wissens. -
Spannender und gut recherchierter historischer Roman
Begeben wir uns auf eine Reise ins 14. Jahrhundert. Bis nach Prag führt uns diese Reise und wir werden hier eine große Bandbreite an Gefühlen durchleben, aber auch sehr viel lernen, sowohl historische Fakten als auch so einiges über Architektur und natürlich die Geschichte der Stadt Prag bzw. natürlich der titelgebenden Brücke. Doch es handelt sich hier nicht um ein trockenes Sachbuch, sondern einen historischen Roman, der eine große Bandbreite an Gefühlen bietet, an Abenteuer, an Leid, Armut und Krankheit, aber auch Liebe und Freude etc. Neben historischen Persönlichkeiten begegnen uns hier natürlich auch Romanpersonen, deren Schicksal(e) gekonnt mit den historischen Gegebenheiten verknüpft werden. Zur besseren Orientierung gibt es zu Beginn eine Karte von Prag und ein Personenverzeichnis. Am Ende des Buches findet man ein Glossar und nach der Lektüre fand ich das Nachwort sehr spannend zu lesen.
Der Roman beginnt mit dem Ende und der Satz "Die Brücke ist schuld [...] oder nein, die Magdalenenflut" (S. 20) ist eine sehr gelungene Überleitung zu den zurück liegenden Ereignissen, die dann nach dem Prolog erzählt werden. Jan Otlin hat als junger Mensch einen Schwur geleistet, den er Jahre später, als er bereits in Avignon arbeitet, einlöst und ihn nach Prag zurück kehren lässt. Dort will er eine Brücke bauen,die heute noch berühmte Karlsbrücke, doch sein Konkurrent legt ihm viele Steine in den Weg. Jan Otlin, aber auch die vielen Nebenpersonen sind vielschichtig dargestellt und lassen uns in dieses großartige Buch eintauchen und die Welt um uns herum vergessen. Der Autor konnte mich mal wieder begeistern und ich empfehle diese buchige Reise sehr. -
Ein historischer Prag-Roman
1342 gelobt der junge Otlin, er werde eine neue Brücke bauen, wenn Gott nur seine Mutter beim Einsturz der alten Brücke rettet. Und so wird er Brückenbauer und schafft es auch, sich als Baumeister beim Bau der Karlsbrücke in Prag zu profilieren. Doch er hat viele Feinde die versuchen, sein Projekt zu torpedieren und ihn in Misskredit zu bringen.
Es ist ein klassischer historischer Roman, Cover und Titel passen hervorragend zum Inhalt. Sehr gut eingeleitet hat Wolf Hektor ihn mit einer Zeittafel und einem Personenregister, das zudem historische Figuren von fiktiven Personen unterscheidet. Auch wenn der Roman mit dem Ende startet bleibt er immer spannend, wird von Jan Otlin rückblickend seinem Schwiegervater erzählt und umfasst die Zeit von 1342 bis 1367. Der Autor versteht es geschickt, die Geschichte des Baus der Karlsbrücke in einer Verbindung von Fiktion und Historie zu erzählen und die Charaktere sehr lebendig zu beschreiben. Hier geht es neben interessanten Fakten zu Bauwerken im 14. Jahrhundert vor allem um Liebe, Neid, Intrigen, Rache und Eifersucht.
Eine unbedingte Leseempfehlung für alle Freunde von historischen Romanen. -
Solides Mittelalter-Epos
Das elegant-verspielte Cover verrät es schon: Natürlich ist "Die Brücke der Ewigkeit" (hinter dessen Autorenpseudonym Wolf Hector ein bekannter Schreiber aus dem Krimi- und Fantasy-Bereich stecken soll) ein waschechter historischer Roman, der zum großen Teil auf geschichtlichen Fakten basiert. Genauer gesagt, geht es um den Bau der weltberühmten Karlsbrücke in Prag und die Menschen, die in ihrer Konzeption involviert waren.
Hauptfigur ist der junge Otlin, der als Kind die Zerstörung der alten Brücke durch unweigerliche Fluten miterlebt (und nur knapp überlebt) hat, aber natürlich fährt Wolf Hector über den Verlauf von 600 Seiten noch jede Menge anderes bunt-schillerndes Personal auf und wirft den Leser in eine aufregende spätmittelalterliche Welt zwischen Armut und Reichtum, Liebe, Hass, Verrat, Intrigen und unendlichem Erfindungsreichtum. Das Leben in der Mitte des 14. Jahrhunderts wird in vielen Details als kraftvoller Bilderbogen ausgebreitet und bietet allen History-Fans so einige unterhaltsame Stunden in einer längst vergangenen europäischen Epoche - inklusive der für dieses Genre mittlerweile schon üblichen Karten, Zeittafeln, Personenverzeichnisse und Glossare.
Ein Rundum-Glücklich-Paket also, zum Selberlesen und Verschenken (eine Hardcover-Ausgabe wäre toll gewesen) - und eine interessante Lehrstunde in mittelalterlicher Geschichte und Architektur. Ganz und gar empfehlenswert!
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