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Wohin wir gehen - Eine bewegende Geschichte über die Kraft der Freundschaft, die Suche nach Heimat und das Überwinden von Grenzen.
Almut und Rosa, zwei unzertrennliche Freundinnen im Böhmen der 1940er Jahre, erleben gemeinsam Verlust, Entwurzelung und den Neuanfang in der DDR. Als Rosa kurz vor dem Mauerbau nach Westberlin flieht, bricht für Almut eine Welt zusammen. Doch die Verbindung zwischen den beiden Frauen bleibt bestehen, auch über Generationen hinweg.
Ein halbes Jahrhundert später kümmert sich Almuts Tochter Elli zusammen mit ihrer besten Freundin Kristine um die alternde Mutter. Erfahrungen und Erinnerungen verflechten sich zu einem faszinierenden Geflecht aus Familienbanden und Frauenfreundschaften, geprägt von Aufbrüchen, Ankünften und der Suche nach dem, was bleibt.
Peggy Mädler erzählt in Wohin wir gehen einfühlsam von den Wegen, die das Leben bereithält, und davon, wie Freundschaft und Liebe die Kraft haben, Grenzen zu überwinden und Heimat zu finden. Ein berührender Generationenroman über die deutsch-tschechische Geschichte und die unwiderrufliche Verbundenheit zwischen Müttern, Töchtern und Freundinnen.
About the author
Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft studiert und in Kulturwissenschaften promoviert. Als freie Autorin und Dramaturgin arbeitet sie bundesweit mit verschiedenen Theatern, Regisseur*innen und Performancegruppen zusammen. 2011 erschien ihr erster Roman Legende vom Glück des Menschen, für Wohin wir gehen (2019) erhielt sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg. 2024 erschien das Buch Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat von Annett Gröschner, Peggy Mädler und Wenke Seemann.
Im Frühjahr 2026 erschien zuletzt bei Galiani ihr Roman Selbstregulierung des Herzens.
Summary
Manche Freundschaften halten länger als Länder existieren, und irgendwann ist die beste Freundin der Mensch, der einen am längsten kennt.
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen aus der Tschechoslowakei raus muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr oben und unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.
Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.
Foreword
Was von Freundschaft und Familie übrigbleibt, wenn die Jahre ins Land gehen und dabei die Länder verschwinden
Additional text
Peggy Mädlers Roman, der auf 200 Seiten ein ganzes Jahrhundert überspannt, ist eine der Entdeckungen der diesjährigen Leipziger Buchmesse.
Report
Ein zartes, liebevolles Buch über Freundschaft, über die Freundschaft zwischen zwei Frauen, ein Buch über Heimat und Entwurzelung und eine Hommage an die Kraft und den Zauber des Erzählens. Nicola Steiner Radio SRF 2 Kultur 52 beste Bücher 20190712