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Im Kreuzfeuer der Kritik - Umstrittene Organisationen im 20. Jahrhundert

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Ob Gewerkschaften, Unternehmen oder Parteien: Organisationen prägten die Geschichte des 20. Jahrhunderts ganz maßgeblich. Daher ist die Beschäftigung mit diesen - oftmals umstrittenen - Gebilden und ihren Hervorbringungen einer der Schwerpunkte zeithistorischer Forschung. Gerade in Deutschland erlebte die Geschichtsschreibung zu Organisationen durch die Aufarbeitung möglicher NS-Kontinuitäten in Behörden oder Ministerien einen bemerkenswerten Boom, dem bisher allerdings eine übergreifende Selbstreflexion fehlt. Anhand prägnanter Beispiele diskutiert dieser Band erstmals grundlegende Probleme bei der Analyse von Organisationen im Schnittfeld von Sozial- und Geschichtswissenschaft.

List of contents

Inhalt
Aus dem toten Winkel ins »Kreuzfeuer der Kritik«?
Organisationen in der zeithistorischen Theorie und Praxis 9
Marcus Böick und Marcel Schmeer
I. Organisationsforschung und Geschichtswissenschaft
Umstrittene Organisationen.
Theoriekonzepte, Falltypologien und interdisziplinäre Forschung 69
Wolfgang Seibel
Kein Dienst nach Vorschrift.
Geschichtswissenschaft und Organisationstheorie 87
Thomas Welskopp
Zur Programmatik einer historisch-soziologischen
Organisationsforschung 103
Rena Schwarting
Der kritische Blick auf sich selbst.
Zur Verantwortung der historischen Zunft in
der Behördenforschung 139
Christian Mentel
II. Organisationen in der Sphäre des Ökonomischen
Umstrittene Konzerne.
Der Umgang deutscher Großunternehmen mit
ihrer NS-Vergangenheit am Beispiel von Daimler-Benz
in den 1980er Jahren 165
Sebastian Brünger
Ein umstrittenes Unternehmen.
Die Debatte über die Lufthansa 1929 und ihre Folgen 195
Lutz Budrass
(Un-)Sicherheitsproduzent und Gefahrensonde.
Die Versicherungswirtschaft und die Kontroverse
über die Atomenergie in den 1970er Jahren 215
Christoph Wehner
Fluss in Sicht. Methodisch-konzeptionelle Herausforderungen
und Möglichkeiten einer Organisationsgeschichte der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes 239
Eva Balz und Christopher Kirchberg
III. Staat als Organisation - Staatliche Organisationen
Der Staat als umstrittene Organisation. Die Verwaltungsreform der Habsburgermonarchie in den 1910er Jahren 263
Peter Becker
Soziologen, Straßenkämpfer, Psychobullen.
Die West-Berliner Polizei als umstrittene Organisation 285
Marcel Schmeer
Der Sozialstaat auf dem Prüfstand.
Ausdeutungen und Narrationen seit den 1970er Jahren 323
Christoph Lorke
Risikoregulierung als soziale Praxis.
Organisationsgeschichtliche Zugänge zur Unfallversicherung 351
Daniel Trabalski
Zwischen Erwartungen und Instrumentalisierung.
Die Stasi-Unterlagen-Behörde als umstrittene Organisation 379
Markus Goldbeck
Umstrittene Kokarden.
Militär und Militärs zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik 405
Martin Platt
IV. Organisationen jenseits von Wirtschaft und Staat
Die Gewerkschaften.
Ein klassisches Objekt der Organisationssoziologie 437
Knud Andresen
Meta-Organisationen in Zeiten des Wandels. Die »Deutsche Jugend des Ostens« als Gegenstand gesellschaftspolitischer Kontroversen der Nachkriegszeit 453
Anne-Christine Hamel
Parteien(geschichte) in der Krise? 485
Bernd Faulenbach
Die umstrittene Nachfolge des nationalsozialistischen Deutschen Alpenvereins in Österreich 503
Gunnar Mertz
Radikale für den Kapitalismus.
Die Objektivisten in New York City, 1962-1968 527
Vojin Sasa Vukadinovic
Autorinnen und Autoren 551

Dank 555

About the author

Marcus Böick ist Akademischer Rat an der Professur für Zeitgeschichte der Universität Bochum.
Marcel Schmeer ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Summary

Ob Gewerkschaften, Unternehmen oder Parteien: Organisationen prägten die Geschichte des 20. Jahrhunderts ganz maßgeblich. Daher ist die Beschäftigung mit diesen - oftmals umstrittenen - Gebilden und ihren Hervorbringungen einer der Schwerpunkte zeithistorischer Forschung. Gerade in Deutschland erlebte die Geschichtsschreibung zu Organisationen durch die Aufarbeitung möglicher NS-Kontinuitäten in Behörden oder Ministerien einen bemerkenswerten Boom, dem bisher allerdings eine übergreifende Selbstreflexion fehlt. Anhand prägnanter Beispiele diskutiert dieser Band erstmals grundlegende Probleme bei der Analyse von Organisationen im Schnittfeld von Sozial- und Geschichtswissenschaft.

Additional text

»Der Band schafft breite, aber eben auch kontroverse Verbindungen von der unübersichtlichen Vielzahl soziologischer Organisationstheorien zur geschichtswissenschaftlichen Empirie, ohne einer theoretischen Heilslehre zu folgen.« Stefanie Middendorf, H-Soz-Kult, 30.09.2020

»Konzeptionell bedeutsam sind vor allem die Beiträge aus dem ersten Teil des Bandes, der sich dem Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Organisationsforschung widmet.« Robert Jungmann, Soziologische Revue 44(3), 2021

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»Der Band schafft breite, aber eben auch kontroverse Verbindungen von der unübersichtlichen Vielzahl soziologischer Organisationstheorien zur geschichtswissenschaftlichen Empirie, ohne einer theoretischen Heilslehre zu folgen.« Stefanie Middendorf, H-Soz-Kult, 30.09.2020 »Konzeptionell bedeutsam sind vor allem die Beiträge aus dem ersten Teil des Bandes, der sich dem Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Organisationsforschung widmet.« Robert Jungmann, Soziologische Revue 44(3), 2021

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