Read more
Excerpt from Studien zum Psalterium Romanum in England und zu Seinen Glossierungen (in Geschichtlicher Entwicklung)
Der Gedanke, für England eine besondere Liturgie zu schaffen, mufste sich schon früh der jungen Kirche aufdrängen und wir wissen, dafs er schon Augustin beschäftigt hat. Im Zweifel, welcher der bestehenden Liturgien er den Vorzug geben sollte, wandte er sich an Papst Gregor um Auskunft. 1) Der Papst war weit entfernt, der neugewonnenen Provinz seines Reiches irgend etwas aufzuzwingen, vielmehr eifrig darauf bedacht, wie er die von Selbst und. Freiheitsgefühl durchdrungenen germanischen Geistlichen zu gefügigen und arbeitsfreudigen Beamten erziehen konnte. Daher riet er Augustin, unter Benutzung der vorhandenen Liturgien eine neue zusammenzustellenfi) die der angelsächsischen Kirche am besten eignete. So mag denn dieser den Plan gleich in Angriff genommen und als Grundlage des Ganzen zuerst einen Psaltertext nach den päpstlichen Vorschlägen hergestellt haben, der vielleicht als Arch etyp des englischen Psalterium Romanum und als Ausgangsmnkt für alle unsere Handschriften zu gelten hat. Denn sonderbar ist es doch, dafs der Text, der sich aus einer Untersuchung des gesamten Handschriften materials als gemeinsame Vorlage ergibt, durchaus den Charakter zeigt, den der Papst 3) in die englische Liturgie gelegt wissen wollte. Folgte er auch im wesentlichen der römischen Fassung, so blieb er doch in beträchtlichem Grade der altlateinischen (vorhieronymianischen) Version 4) treu vielleicht hier und.
About the Publisher
Forgotten Books publishes hundreds of thousands of rare and classic books. Find more at www.forgottenbooks.com
This book is a reproduction of an important historical work. Forgotten Books uses state-of-the-art technology to digitally reconstruct the work, preserving the original format whilst repairing imperfections present in the aged copy. In rare cases, an imperfection in the original, such as a blemish or missing page, may be replicated in our edition. We do, however, repair the vast majority of imperfections successfully; any imperfections that remain are intentionally left to preserve the state of such historical works.