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Ein mögliches Leben - Roman

German · Hardback

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"Hannes Köhler schreibt von einer Reise in die Vergangenheit, die das Verzeihen möglich macht und die Gegenwart verstehen lässt. Ein ungemein wertvolles Buch." Lucy Fricke

Ein Wunsch, den Martin seinem Großvater Franz nicht abschlagen kann: eine letzte große Reise unternehmen, nach Amerika, an die Orte, die Franz seit seiner Gefangenschaft 1944 nicht mehr gesehen hat. Martin lässt sich auf dieses Abenteuer ein, obwohl er den Großvater eigentlich nur aus den bitteren Geschichten seiner Mutter kennt. Unter der sengenden texanischen Sonne, zwischen den Ruinen der Barackenlager, durch die Begegnung mit den Zeugen der Vergangenheit, werden in dem alten Mann die Kriegsjahre und die Zeit danach wieder lebendig. Und endlich findet er Worte für das, was sein Leben damals für immer verändert hatte.

Mit jeder Erinnerung, mit jedem Gespräch kommt Martin seinem Großvater näher, und langsam beginnt er die Brüche zu begreifen, die sich durch seine Familie ziehen. Er erkennt, wie sehr die Vergangenheit auch sein Leben geprägt hat und sieht seine eigene familiäre Situation in einem neuen Licht.

Ein vielschichtiger Roman über die tiefen Spuren, die der Krieg bis heute in vielen Familien hinterlassen hat.

"In einer äußerst präzisen Sprache, mit sehr feinen Beobachtungen und der Genauigkeit eines Historikers hat Hannes Köhler eine literarische Studie über die Nachwirkzeit von Erfahrungen geschaffen." Inger-Maria Mahlke

About the author

Hannes Köhler, 1982 in Hamburg. Er lebt seit 2001 in Berlin. Dort und in Toulouse studierte er Literatur und Geschichte. Er war Mitbegründer der Literaturgruppe und Lesebühne Die Lautmaler und veranstaltet seit 2003 regelmäßig Lesungen in Berlin. 2008 war Hannes Köhler Teilnehmer des Heiner-Müller-Kollegs an der Freien Universität Berlin und 2009 Stipendiat der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin. Nach Veröffentlichungen in Zeitschriften, Zeitungen und Anthologien ist "In Spuren" seine erste Buchveröffentlichung.

Summary

»Hannes Köhler schreibt von einer Reise in die Vergangenheit, die das Verzeihen möglich macht und die Gegenwart verstehen lässt. Ein ungemein wertvolles Buch.« Lucy Fricke

Ein Wunsch, den Martin seinem Großvater Franz nicht abschlagen kann: eine letzte große Reise unternehmen, nach Amerika, an die Orte, die Franz seit seiner Gefangenschaft 1944 nicht mehr gesehen hat. Martin lässt sich auf dieses Abenteuer ein, obwohl er den Großvater eigentlich nur aus den bitteren Geschichten seiner Mutter kennt. Unter der sengenden texanischen Sonne, zwischen den Ruinen der Barackenlager, durch die Begegnung mit den Zeugen der Vergangenheit, werden in dem alten Mann die Kriegsjahre und die Zeit danach wieder lebendig. Und endlich findet er Worte für das, was sein Leben damals für immer verändert hatte.

Mit jeder Erinnerung, mit jedem Gespräch kommt Martin seinem Großvater näher, und langsam beginnt er die Brüche zu begreifen, die sich durch seine Familie ziehen. Er erkennt, wie sehr die Vergangenheit auch sein Leben geprägt hat und sieht seine eigene familiäre Situation in einem neuen Licht.

Ein vielschichtiger Roman über die tiefen Spuren, die der Krieg bis heute in vielen Familien hinterlassen hat.

»In einer äußerst präzisen Sprache, mit sehr feinen Beobachtungen und der Genauigkeit eines Historikers hat Hannes Köhler eine literarische Studie über die Nachwirkzeit von Erfahrungen geschaffen.« Inger-Maria Mahlke

Foreword

Ein junger Mann begleitet seinen Großvater auf einer Reise in die deutsche Vergangenheit, durch die sich für die Familie alles ändert.

Customer reviews

  • Eine gute Geschichte

    Written on 23. February 2018 by BR.

    Als ganz junger Soldat im 2. Weltkrieg war Franz Schneider aus Essen am französischen Atlantikstrand in amerikanische Gefangenschaft geraten. Ich hatte keine Ahnung, dass damals deutsche Gefangene per Schiff nach Amerika gebracht wurden. Auch in Afrika wurden deutsche Einheiten besiegt und nach Amerika überstellt. Es gab wohl mehrere Hunderttausend dieser Prisoners of War, die German POWs. Für die Soldaten war das Leben in den Lagern ein Entkommen von den fürchterlichen Zuständen an der Front. Die Amerikaner haben die Genfer Konvention eingehalten und ihre Kriegsgefangenen anständig behandelt. Diese Geschichte wird uns hier erzählt. Eingebettet darin, dass der fast Neunzigjährige zusammen mit seinem Enkel Martin in die USA fliegt. Franz hat im Internet recherchiert, dass es in Amerika Gedenkstätten und viele Dokumentationen zu diesen Gefangenlagern gibt. Man kann sogar mit ein paar wenigen amerikanischen Bediensteten von damals ins Gespräch kommen. In der Gegenwart lesen wir von den drei Generationen, die Franz nachfolgen: seine Tochter Barbara, der Enkel Martin und dessen kleine Tochter Judith. In dieser Familie war das gegenseitige Verstehen und Sich-Wertschätzen nicht sehr ausgeprägt. Martin hatte bisher keine enge Beziehung zu seinem Opa und hatte dieser Reise eigentlich nur spontan zugestimmt, weil er mit seiner momentanen Lebenssituation nicht sehr zufrieden war. Diese Reise in die Vergangenheit des Opas/Vaters hat auch für Barbara das seit vielen Jahren abgekühlte Verhältnis zu ihrem Vater verändert.

  • Im Alter auf den Spuren der Vergangenheit

    Written on 19. February 2018 by anonym.

    Mit fast 90 Jahren reist Franz mit seinem Enkel nach Amerika, um dort die Orte zu besuchen, in denen er als 18jähriger in amerikanischer Kriegsgefangenschaft war. Viele Erinnerungen werden in ihm wach – an eben jene Zeit und an die Jahre davor sowie nach seiner Rückkehr in die Heimat, in denen er eine Familie gegründet hat, die ihn stets als harten, unnachgiebigen Mann erlebt hat. Der amerikanische Freiheitsgedanke hat Franz nie losgelassen und gerne wäre er nach Amerika ausgewandert, eben in ein anderes mögliches Leben, wenn da nicht Frau und Tochter gewesen wären. Dieser Roman besticht durch seine gelungene Mischung aus Familiengeschichte und historischer Erzählung und spricht eine entsprechend interessierte Leserschaft an. Mit großem Interesse habe ich die Thematik der deutschen Kriegsgefangenen in den USA im Zweiten Weltkrieg gelesen, die mir so gar nicht geläufig war. Deutsche Soldaten in russischer Kriegsgefangenenschaft – ja, das ist mir bekannt. Dass aber deutsche Soldaten wie Franz von Cherbourg in Frankreich aus in die USA verschifft und in Lagern interniert wurden, wusste ich nicht. Dabei werden interessante Aspekte angesprochen – den Deutschen ging es dort vergleichsweise gut, es gab erhebliche Rivalitäten zwischen Gegnern des Nationalsozialismus und unbelehrbaren Linientreuen. Dass ein Buch so lehrreich sein kann, nimmt mich auf jeden Fall für es ein. Zum Nachdenken stimmt, wie die wenigen Jahre im jungen Erwachsenenalter, die Franz unter dem Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg erlebte, sein ganzes weiteres Leben prägten und veränderten, vor allem auch in Bezug auf seine Familie. Die Erzählweise ist recht ruhig gehalten. Die Sprünge von Vergangenheit auf Gegenwart geschehen manchmal unvermutet und äußerlich nicht gut sichtbar gemacht, passen damit aber gut zu den Gedankengängen, die der Protagonist ja vermittelt. Auf jeden Fall ein sehr lesenswertes Buch.

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