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Für Recht und Würde - Georges Brunschvig: Jüdischer Demokrat, Berner Anwalt, Schweizer Patriot (1908-1973)

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Georges Brunschvig widerspiegelt wie kaum ein anderer die vielschichtige Identität als Schweizer und Jude im 20. Jahrhundert. Seine Lebensgeschichte fügt sich nahtlos ein in die Geschichte der Schweiz und ihrer Juden seit der rechtlichen Gleichstellung vor 150 Jahren.Aufgewachsen in einer Atmosphäre des latenten Antisemitismus, entwickelte Brunschvig bereits als Jugendlicher einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und studierte Recht. Nach dem berühmten Berner Prozess gegen die antisemitischen «Protokolle der Weisen von Zion» 1933-1937 wurde der junge Anwalt und brillante Redner zum Wegbereiter des heutigen Antirassismusgesetzes. Während der Kriegs- und Holocaustjahre stand er vor einer Zerreissprobe zwischen der Pflichterfüllung als Offizier und der Hilfe für jüdische Flüchtlinge. Unter Brunschvigs Präsidium ab 1946 und parallel zur wachsenden Israel-Begeisterung in der Schweiz entwickelte sich der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) vom Bittsteller zum Verhandlungspartner für Bundesrat, Behörden und Diplomaten.Als Rechtsvertreter der israelischen Botschaft deckte Brunschvig in einem Spionagefall 1963 nukleare Aufrüstungspläne Ägyptens auf. Im weltweit beachteten Prozess nach dem Klotener Flugzeugattentat 1969 vertrat er einen israelischen Sicherheitsbeamten. Trotz Terror rief er nach dem Attentat an der Münchner Olympiade 1972 zu israelisch-arabischen Friedensgesprächen auf Schweizer Boden auf.Der jüdisch-schweizerisch geprägte und universal denkende Georges Brunschvig war seiner Zeit weit voraus. Seine Forderungen nach Dialog und Demokratie statt Gewalt und Diskriminierung haben an Aktualität nichts verloren.

List of contents

Momentaufnahmen aus vierzig Jahren EngagementTeil IJugend in Zeiten fragiler Gleichberechtigung (1908-1933)Gleiche Rechte bauen Vorurteile nicht abErste antisemitische Erfahrungen des jungen GeorgesDer Anfang einer grossen LiebeTeil IIEin Balanceakt zwischen Redefreiheit und Diskriminierung (1933-1969)Brunschvigs erste Einsätze bei der Berner AbwehrDer Berner Prozess als Wettlauf zwischen Diktatur und DemokratieReif für die Heirat mit Odette WylerPionierarbeit für eine AntirassismusstrafnormTeil IIIVon der Vernichtung zur Wiedergeburt (1936-1948)Abwehr gegen «innere Schädlinge» und ein MordGlückliche Ehejahre in bedrohlicher ZeitJahre lähmender AngstBrunschvig erreicht Begnadigung David FrankfurtersTeil IVDie fatale Haltung der Behörden gegenüber jüdischen Flüchtlingen (1942-1957)Der schwarze August 1942Die unermüdliche Energie von FluchthelfernZwischen Willkommenspolitik und Ablehnung 1956Teil VEin Aufstieg in Raten nach dem Krieg (1945-1966)Klartext an den BundesratDer langwierige Aufbau eines neuen ImagesDie Ernte des VertrauensDie Schaltzentrale an Berns MarktgasseTeil VIIsrael als Hoffnung auf ein «Nie wieder» (1948-1967)Israel stärkt die Position der Juden in der DiasporaDie Euphorie für Israel und der Fall Ben GalHöhepunkt der proisraelischen Sympathie im Juni 1967Teil VIIDie Suche nach Dialog und Frieden trotz Terror und Propaganda (1968-1973)Differenzierte Kritik an Israel und proarabische PropagandaTerror auf neutralem Terrain und der Fall RachamimBrunschvig sucht den Dialog mit Arabern und die Einigkeit mit IsraelTeil VIII«Wir haben die Krone unseres Hauptes verloren»Brunschvigs Bemühungen um gleiche Rechte und Würde - eine BilanzVorurteile sterben nicht aus

Summary

Georges Brunschvig widerspiegelt wie kaum ein anderer die vielschichtige Identität als Schweizer und Jude im 20. Jahrhundert. Seine Lebensgeschichte fügt sich nahtlos ein in die Geschichte der Schweiz und ihrer Juden seit der rechtlichen Gleichstellung vor 150 Jahren.
Aufgewachsen in einer Atmosphäre des latenten Antisemitismus, entwickelte Brunschvig bereits als Jugendlicher einen aus­geprägten Gerechtigkeitssinn und studierte Recht. Nach dem berühmten Berner Prozess gegen die antisemitischen «Protokolle der Weisen von Zion» 1933–1937 wurde der junge Anwalt und brillante Redner zum Wegbereiter des heutigen Antirassismusgesetzes. Während der Kriegs- und Holocaustjahre stand er vor einer Zerreissprobe zwischen der Pflichterfüllung als Offizier und der Hilfe für jüdische Flüchtlinge. Unter Brunschvigs Präsidium ab 1946 und parallel zur wachsenden Israel-Begeisterung in der Schweiz entwickelte sich der Schweizerische Israelitische Gemeindebund (SIG) vom Bittsteller zum Verhandlungspartner für Bundesrat, Behörden und Diplomaten.
Als Rechtsvertreter der israelischen Botschaft deckte Brunschvig in einem Spionagefall 1963 nukleare Aufrüstungspläne Ägyptens auf. Im weltweit beachteten Prozess nach dem Klotener Flugzeugattentat 1969 vertrat er einen israelischen Sicherheits­beamten. Trotz Terror rief er nach dem Attentat an der Münchner Olympiade 1972 zu israelisch-arabischen Friedensgesprächen auf Schweizer Boden auf.
Der jüdisch-schweizerisch geprägte und universal denkende Georges Brunschvig war seiner Zeit weit voraus. Seine Forderungen nach Dialog und Demokratie statt Gewalt und Diskriminierung haben an Aktualität nichts verloren.

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