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Molière, der große, französische Theaterdichter, hat mit diesem Stück vor fast 350 Jahren eine
seiner berühmtesten Komödien geschrieben. Er macht sich herrlich lustig über seine Figuren, zeigt
uns ganz klare Situationen, wie wir sein können.
Wir lachen mit ihm, weil wir erkennen, dass die Welt sich eigentlich kaum verändert hat.
"Wer "The Importance of being Earnest" (Von der Wichtigkeit Ernst zu
sein) kennt und liebt, wird auch den "geizigen Vater" von Moliere lieben. Das heitere Hörspiel
beginnt nachts in einem Garten.
Harpagon, der Vater von Cleante und Elise, vergräbt dort sein gesamtes Vermögen um es vor
vermeindlichen Räubern zu schützen (inklusive seiner Kinder und sich selbst). Geizig und gewöhnt zu
herrschen verbietet er seinen Kindern die Menschen zu heiraten, die sie lieben. Den jungen Mann, den
seine Tochter auserkoren hat, verdächtigt er wegen dessen scheinbarer Mittellosigkeit, hinter der
Mitgift her zu sein. Und die Frau, die sein Sohn liebt, will er tatsächlich selber heiraten.
Es kommt zu einem turbulenten Finale als die vier jungen Leute, inklusive der vom geizigen Vater für
seine Kinder ausgesuchten besseren Partien erscheinen. Und dann verschwindet auch noch die
Geldkassette aus dem Garten. Es zeigt sich, woran Harpagons Herz tatsächlich hängt.
Ich habe dieses einstündige Hörspiel von vorne bis hinten genossen. Es ist genau das Richtige für
einen fernsehfreien, gemütlichen Abend.
Lustig, leicht und originell zeichnet Moliere ein Bild seiner Zeit, als junge Leute noch von den
Eltern und berufsmäßigen Vermittlerinnen verkuppelt wurden. Die Rollen werden von verschiedenen
Darstellern gespielt. Das Ende ist verblüffend und nur zum Teil vorhersehbar, denn so manche
Idendität wird überraschend entschlüsselt.
Sehr empfehlenswert für Freunde humorvoller, klassischer Unterhaltung." Nina Dulleck, www.mutmach.de
About the author
Uwe Friedrichsen, Jg. 1934, spielte zu Beginn seiner Karriere in den 50er Jahren lange Zeit unter Gustaf Gründgens im Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Bis heute spielt und inszeniert er erfolgreich an zahlreichen Theatern und arbeitet für Film, Funk und Fernsehen. Für sein Schaffen erhielt er unter anderem 1994 das Bundesverdienstkreuz. Mit der Rolle des Hans Albers in dem Stück 'La Paloma ade' feierte er 2003 sein 50-jähriges Bühnenjubiläum und bekam vom Hamburger Senat die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille verliehen.