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Poésie sur Alger, 1942 geschrieben und 1950 erstmals veröffentlicht, ist eine selbstironische Auseinandersetzung Le Corbusiers mit 13 ergebnislos investierten, arbeitsreichen Jahren, in denen er sich nicht weniger als drei weitreichenden städtebaulichen Entwürfen für Algier widmete. Auf seine erste Reise nach Algerien 1931waren zahlreiche weitere gefolgt. Der Architekt träumte davon, Algier als Südpunkt der kulturellen Verbindungslinien zwischen den Mittelmeeranrainern, zwischen Paris, Barcelona und Rom, zu installieren - als »islamischen Pol«, wie er das nannte. Die Entscheidung, seine sehr persönlichen und auch selbst illustrierten Gedanken zu dem »plan directeur« für Algier zu veröffentlichen, markiert einen wichtigen Entwicklungspunkt im uvre Le Corbusiers. Poésie sur Alger gewährt auch heute noch einen interessanten Einblick in das Innenleben und die Gedankenwelt des Wegbereiters der Architekturmoderne.
Summary
Poésie sur Alger, written in 1942 and published for the first time in 1950: a self-mocking examination of thirteen abortively invested, work-intensive years during which Le Corbusier devoted himself to the drawing up of extensive urban plans for Algiers. Numerous additional plans followed on his first trip to Algeria in 1931. The architect dreamed of installing Algiers as the southernmost point of the cultural connection between the littoral states of the Mediterranean, between Paris, Barcelona, and Rome—as an “Islamic pole,” as he called it. The decision to publish his very personal and self-illustrated thoughts on a “plan directeur” for Algiers marks an important point in Le Corbusier’s development. The publication continues to provide multilayered insight into the inner life and world of thought of the pioneer of architectural modernism.