Read more
Was ist Geld? Auf der Grundlage umfangreicher historischer und ethnologischer Forschungen hat der berühmte französische Ethnologe Marcel Mauss eine bislang wenig beachtete Skizze einer Geldtheorie entworfen, in deren Zentrum die Beobachtung steht, dass Geld Teil des Gesellschaftsvertrages und magisch-religiöser Vorstellungen ist. Mit dieser Integration von Religion und Ökonomie gelingt es Mauss, die Starrheit des neoklassischen oder neomarxistischen ökonomischen Denkens zu vermeiden und Geld als ein gesamtgesellschaftliches Phänomen zu beschreiben. Sein ethnologischer Blick eröffnet neue Perspektiven auf die ökonomischen Grundlagen moderner Gesellschaften. Eine Entdeckung!
List of contents
Einleitung von Hans Peter Hahn
Marcel Mauss als Ethnologe
Marcel Mauss. Die Ursprünge des Geldbegriffs
Marcel Mauss. Rezension zu Swantons Werk über die Haida und die Tlingit
Marcel Mauss. Eine alte Form des Vertrags bei den Thrakern
Marcel Mauss. Der wirtschaftliche Tausch auf den Celebes-Inseln
Marcel Mauss. Grundlegende Anmerkung zum Gebrauch des Geldbegriffs
Marcel Mauss. »Geld« im Handbuch der Ethnographie
Maurice Leenhardt. Das Geld in Neukaledonien
François Simiand. Das Geld, eine soziale Realität
Marcel Mauss und François Simiand. Debatte über die Funktionen des Geldes
Marcel Mauss. Die Wechselkurse
Marcel Mauss. Soziologische Würdigung des Bolschewismus
Geld im Ganzen der Gesellschaft. Was Teile bei Mauss zu erkennen geben
About the author
Marcel Mauss (1872-1950) ist einer der bedeutendsten französischen Soziologen und Ethnologen.
Eva Moldenhauer, 1934 in Frankfurt/Main geboren, ist seit 1964 als Übersetzerin tätig. Sie übersetzte u.a. Claude Simon, Jorge Semprun, Agota Kristof, Jean Paul Sartre und Lévi-Strauss. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. 1982 mit dem "Helmut-M.-Braem-Preis" und 1991 mit dem "Celan-Preis". 2005 wurde sie für ihre Neu-Übersetzung von Claude Simons "Das Gras" für den "Preis der Leipziger Buchmesse" nominiert. 2012 wurde Eva Moldenhauer mit dem "Prix de l'Académie de Berlin".ausgezeichnet.
Summary
Was ist Geld? Auf der Grundlage umfangreicher historischer und ethnologischer Forschungen hat der berühmte französische Ethnologe Marcel Mauss eine bislang wenig beachtete Skizze einer Geldtheorie entworfen, in deren Zentrum die Beobachtung steht, dass Geld Teil des Gesellschaftsvertrages und magisch-religiöser Vorstellungen ist. Mit dieser Integration von Religion und Ökonomie gelingt es Mauss, die Starrheit des neoklassischen oder neomarxistischen ökonomischen Denkens zu vermeiden und Geld als ein gesamtgesellschaftliches Phänomen zu beschreiben. Sein ethnologischer Blick eröffnet neue Perspektiven auf die ökonomischen Grundlagen moderner Gesellschaften. Eine Entdeckung!
Additional text
»Verfasst hat Mauss die Texte zwischen 1910 und 1947 – an Aktualität haben sie kaum verloren.«
Report
»Seine gesammelten Texte sind eine großartige, hochaktuelle Entdeckung.« Alexander Cammann DIE ZEIT 20150716