Read more
Der Arbeitsmarkt ist in vielen westeuropäischen Ländern, so auch in Deutschland, in Männer- und Frauenberufe geteilt. Die Arbeit von Frauen unterscheidet sich oft nicht nur inhaltlich, sondern auch bezüglich hierarchischer Positionierung und Verdienstmöglichkeiten sowie der Zuständigkeit für unbezahlte, private Arbeit von der Arbeit von Männern.
In ihrer empirischen Untersuchung beleuchtet Jutta Wergen sowohl berufliches Alltagshandeln von Frauen in typischen Männerberufen als auch die Aushandlungsarrangements im Bereich privater, unbezahlter Arbeit. Am Beispiel von Frauen in Fahrberufen, wie Lkw-Fahrerinnen, Schifferinnen und Fahrerinnen im ÖPNV, wird ein Berufsfeld untersucht, das durch Globalisierung und ein zusammenwachsendes Europa besonderen strukturellen Veränderungen unterliegt. Zugleich wird - gestützt durch zahlreiche Interviews - der Frage nachgegangen, ob und wie mit diesen Veränderungen auch Geschlechterstrukturen im beruflichen und familiären Alltag in Bewegung geraten. Ein wichtiges Ergebnis der Analyse ist, dass die Untersuchung von Geschlechterverhältnissen im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit auch die Verteilung privater Arbeit beinhalten muss.
List of contents
Einleitung: Geschlechterstrukturen und Fahrberufe.- Bewegung im Transport.- Mobilität in die Sackgasse: Frauenerwerbsarbeit in Bewegung.- Methoden der Untersuchung: Forschen mit Frauen in Bewegung.- Frauen in Bewegung: empirische Ergebnisse der Interviews.- Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Berufen: Auswertung auf der Ebene der Berufe.- Strukturen und Bewegung: Theoretisch angeleitete Interpretation.- Bewegte Strukturen - auch für Frauen?.
About the author
Dr. Jutta Wergen ist seit mehr als zehn Jahren als Koordinatorin, Schreibtrainerin und Coach in der Promotionsförderung tätig. Sie kennt die Abläufe von Promotionen und weiß daher, welche typischen Probleme und Fragen Promovierende haben und kennt die passenden Antworten und Lösungen.
Summary
Der Arbeitsmarkt ist in vielen westeuropäischen Ländern, so auch in Deutschland, in Männer- und Frauenberufe geteilt. Die Arbeit von Frauen unterscheidet sich oft nicht nur inhaltlich, sondern auch bezüglich hierarchischer Positionierung und Verdienstmöglichkeiten sowie der Zuständigkeit für unbezahlte, private Arbeit von der Arbeit von Männern.
In ihrer empirischen Untersuchung beleuchtet Jutta Wergen sowohl berufliches Alltagshandeln von Frauen in typischen Männerberufen als auch die Aushandlungsarrangements im Bereich privater, unbezahlter Arbeit. Am Beispiel von Frauen in Fahrberufen, wie Lkw-Fahrerinnen, Schifferinnen und Fahrerinnen im ÖPNV, wird ein Berufsfeld untersucht, das durch Globalisierung und ein zusammenwachsendes Europa besonderen strukturellen Veränderungen unterliegt. Zugleich wird - gestützt durch zahlreiche Interviews - der Frage nachgegangen, ob und wie mit diesen Veränderungen auch Geschlechterstrukturen im beruflichen und familiären Alltag in Bewegung geraten. Ein wichtiges Ergebnis der Analyse ist, dass die Untersuchung von Geschlechterverhältnissen im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit auch die Verteilung privater Arbeit beinhalten muss.