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Sechs junge österreichische Autoren und Autorinnen sowie eine amerikanische Gastautorin erkunden auf Einladung des Schriftstellers Erwin Uhrman ein Museum, jeder für sich, auf literarische Weise. Das Essl Museum gab eine Carte blanche zur Erkundung der Ausstellungsräume, der umfangreichen Kunstdepots und Arbeitsräume. Die SchriftstellerInnen suchen hier nicht nur den künstlerischen Dialog mit den Kunstwerken, sondern stöbern in sonst unzugänglichen Gefilden im und um das Museum. Entstanden ist eine Text- und Themenvielfalt, eine literarische Spurensuche der besonderen Art, ein Spiel, wie Hans-Georg Gadamer den Dialog mit Kunstwerken genannt hat, ein Tanz zwischen den Genres. Das Museum als Ort der Betrachtung in seiner ursprünglichen Bedeutung als Heiligtum der Musen bezeichnet und heute als gefeierter Ort eines internationalen Kunstbooms wieder mit oft sakraler Bedeutung behaftet erfährt hier eine erfrischende Neudefinition. Mit einem Nachwort von Erwin Uhrmann.
About the author
Johannes Gelich, geboren 1969 in Salzburg, studierte Theaterwissenschaft und Germanistik, danach war er zwei Jahre Lektor in Iasi (Rumänien); lebt in Wien. Gelich gab Dossiers und Anthologien mit rumänischer und moldawischer Gegenwartsliteratur heraus (2001 in der Wienzeile und 2002 in Literatur und Kritik), veröffentlichte Kurzprosa, Reportagen, Essays und mehrere Hörspiele; die Novelle"Die Spur des Bibliothekars"erschien 2003.