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Ein Studium in Deutschland dauert zu lange und ist zu teuer. Doch die Studiendauer ist nicht das einzige Problem der deutschen Akademikerausbildung: Die Hochschulfinanzierung berücksichtigt den innerdeutschen Braindrain die Abwanderung der Hochqualifizierten nur ungenügend. Bisher finanzieren die Bundesländer ihre Hochschulen fast ausschließlich aus eigenen Mitteln. Es besteht dabei eher der Anreiz, sich die Kosten zu sparen und auf Zuwanderung von Akademikern aus anderen Ländern zu bauen. Wandert nämlich ein Akademiker nach dem Studium in ein anderes Land ab, so kann das sogar zu einem Rückgang der Einnahmen im Bundesland führen. Die Analyse untersucht aus ökonomischer Perspektive, wie durch eine Änderung der Finanzierung der Hochschulen Anreize zu einem zügigeren Studium und zu mehr Effizienz in den Abläufen der Hochschulen geschaffen werden können. Die Autoren gehen ferner er Frage nach, wie durch ein geeignetes Finanzierungsassignment Anreize für die Länder entstehen, in Hochschulausbildung verstärkt zu investieren.
About the author
Ass. d. L. Christiane Konegen-Grenier, Studium der Geschichte, Germanistik, Pädagogik und Philosophie in Köln und Bordeaux; Assessorin des Lehramtes; seit 1986 im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Arbeitsbereich Hochschulen und Beschäftigungssystem innerhalb des Wissenschaftsbereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik.
Dr. rer. pol. Axel Plünnecke, Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Göttingen; von 1996 bis 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre an der Technischen Universität Braunschweig und Promotion; zugleich Lehrbeauftragter an den Fachhochschulen Holzminden/Hildesheim und Wolfenbüttel sowie an der Privaten Fachhochschule Göttingen; seit 2003 im Institut der deutschen Wirtschaft Köln, Arbeitsbereich Bildungsökonomie und ab 2005 stellvertretender Leiter des Wissenschaftsbereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik.