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Die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstandene Schwankdichtung erzählt in zwölf Episoden von den Erlebnissen und Streichen eines Geistlichen, der durch die Welt zieht, um seine Mitmenschen mit Erfolg an der Nase herumzuführen und aus ihrer Torheit seinen (finanziellen) Nutzen zu ziehen. Amis ist ein Ahnherr Till Eulenspiegels, des Strickers ganz und gar unhöfisches kleines Werk eine meisterliche Abrechnung mit den Schwächen seiner Zeit.Sprachen: Deutsch, Mittelhochdeutsch (ca. 1050-1500)
Über den Autor / die Autorin
Der Stricker, 1. Hälfte 13. Jh. Sprachliche Indizien verweisen auf eine rheinfränkische Herkunft des Dichters; sein Wirkungsbereich war, wie Anspielungen in seinen Werken nahelegen, v. a. Österreich. Ob der Name als Berufsbezeichnung (Seiler) des Autors bzw. seiner Familie oder metaphorisch (für Dichten) zu verstehen ist, bleibt offen. Seine Schaffenszeit liegt etwa zwischen 1220 und 1250.
Zusammenfassung
Die in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstandene Schwankdichtung erzählt in zwölf Episoden von den Erlebnissen und Streichen eines Geistlichen, der durch die Welt zieht, um seine Mitmenschen mit Erfolg an der Nase herumzuführen und aus ihrer Torheit seinen (finanziellen) Nutzen zu ziehen. Amis ist ein Ahnherr Till Eulenspiegels, des Strickers ganz und gar unhöfisches kleines Werk eine meisterliche Abrechnung mit den Schwächen seiner Zeit.
Bericht
"Die neue Ausgabe des Textes lässt keine Wünsche offen und ist auch für das breite Publikum gut geeignet. Sie ist vorzüglich übersetzt, souverän kommentiert und mit einem informativen Nachwort versehen. Obendrein enthält sie - als Zeugnisse der Wirkungsgeschichte - die entsprechenden 'Eulenspiegel'-Historien sowie noch einen anderen, weniger bekannten, mit dem 'Amis' verwandten Schwank ('Die Messe'). Das Bändchen garantiert vergnügliche Lektüre von den dralleren, lustvolleren Seiten des Mittelalters." -- Badische Neueste Nachrichten