CHF 28.90

Im Bernstein
Roman

Deutsch · Taschenbuch

Versand in der Regel in 3 bis 5 Wochen

Beschreibung

Mehr lesen

Die Journalistin Isa Becker ist in die Landschaft ihrer Kindheit zurückgekehrt, hat eine Ideenagentur gegründet und eine neue Liebe gefunden: Greg. Für ein Feuilleton-Projekt fliegt sie nach St. Louis/Missouri, um über Mark Twain zu arbeiten. Als sie dessen Schriften gegen den Krieg entdeckt, löst dies eine intensive Beschäftigung mit den Briefen ihres Vaters aus, der Nationalsozialist war und im Osten gefallen ist.Begleitet von Selbstzweifeln, dringt sie immer tiefer in seine Geschichte ein, legt sie Schicht um Schicht seines kurzen Lebens frei und kommt dem Geheimnis näher, das ihre Mutter in einen frühen Tod trieb. Die Frage nach den Ursachen für seine Begeisterung, die Isa bis zu den Gräberfeldern Russlands führt, mündet in der Auseinandersetzung mit dem Irakkrieg."Kein Krieg ist zu Ende. Er setzt sich fest und zeugt sich fort", heißt es im Buch. Die Autorin nähert sich diesem Phänomen in einem zwischen den Genres wechselnden Text und lässt authentische Dokumente und Fiktion, Zeit- und Liebesgeschichte ineinanderfließen. Der Roman führt an die Ufer des Mississippi, der Donau und der Wolga und lenkt den Blick abseits der historischen Ereignisse auf drei vielfach aufeinander bezogene Frauenschicksale. Brita Steinwendtner erzählt von Irrwegen und Hoffnungen im Rad der Geschichte.

Über den Autor / die Autorin

Brita Steinwendtner, geboren 1942 in Wels, Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Wien und Paris. Freie Mitarbeiterin des ORF und anderer Rundfunkanstalten. Leiterin der Rauriser Literaturtage. Brita Steinwendtner lebt als Autorin, Regisseurin und Feuilletonistin in Salzburg.

Zusammenfassung

Die Journalistin Isa Becker ist in die Landschaft ihrer Kindheit zurückgekehrt, hat eine Ideenagentur gegründet und eine neue Liebe gefunden: Greg. Für ein Feuilleton-Projekt fliegt sie nach St. Louis/Missouri, um über Mark Twain zu arbeiten. Als sie dessen Schriften gegen den Krieg entdeckt, löst dies eine intensive Beschäftigung mit den Briefen ihres Vaters aus, der Nationalsozialist war und im Osten gefallen ist.
Begleitet von Selbstzweifeln, dringt sie immer tiefer in seine Geschichte ein, legt sie Schicht um Schicht seines kurzen Lebens frei und kommt dem Geheimnis näher, das ihre Mutter in einen frühen Tod trieb. Die Frage nach den Ursachen für seine Begeisterung, die Isa bis zu den Gräberfeldern Russlands führt, mündet in der Auseinandersetzung mit dem Irakkrieg.
"Kein Krieg ist zu Ende. Er setzt sich fest und zeugt sich fort", heißt es im Buch. Die Autorin nähert sich diesem Phänomen in einem zwischen den Genres wechselnden Text und lässt authentische Dokumente und Fiktion, Zeit- und Liebesgeschichte ineinanderfließen. Der Roman führt an die Ufer des Mississippi, der Donau und der Wolga und lenkt den Blick abseits der historischen Ereignisse auf drei vielfach aufeinander bezogene Frauenschicksale. Brita Steinwendtner erzählt von Irrwegen und Hoffnungen im Rad der Geschichte.

Bericht

Würgend und gültig die Vater-Mutter-Großmutter-Geschichten, die ja den Tartaros des Buches ausmachen. Gut auch, daß die Tochter leidet an dem, was und, vor allem, wie es war mit den Vorfahren - nicht nur die billig zu habenden Kempowski-Collagen: das Persönliche muß sein und dazu da sein. Wunderbare Passagen der Schneelandschaftsgebete, und überhaupt Naturmomente - wo man auch sieht, wie gefährlich die "national besetzte" Natur ist (Vater und Hölderlin). Dieses Buch: Notwendigkeit, nicht nur die der Autorin. Peter Handke

Brita Steinwendtners Roman hat viele Klänge und Tonarten. Er wechselt zwischen Prosa und Poesie, er stellt Dokumentarisches direkt neben die Fiktion. Eine lebendige Erzählform. ORF/Ex Libris, Susanne Schaber

Einen drastischen Schlussakkord setzt Brita Steinwendtner und verdeutlicht so, dass es ihr ernst ist mit dem, was dieses so vielschichtig - sowohl mit eindringlich poetischen Bildern als auch lakonisch - erzählte, wohltuend klug gebaute Werk ist: ein leidenschaftlicher, von reicher Lebens- und Leseerfahrung gesättigter, anspruchsvoller Antikriegsroman! Die Presse/Buch der Woche, O.P. Zier

Das Dramatisieren von Vorgängen in der Landschaft dient immer wieder dazu, um innere Konflikte abzubilden. Die griechische Mythologie hilft, Alltägliches zu überhöhen. Emotionen bekommen viel Raum zur Entfaltung. Es existieren mehrere sprachliche Ebenen. Der hohe Ton kann sich stark durchsetzen. Ein kostbares Bild folgt dem nächsten. Darüber hinaus ist es bemerkenswert, wie viel Bildung und Wissen ins Gewebe der Erzählung eingeschmuggelt werden.Das ist ein starker Roman über einen Versuch zur Aussöhnung mit einer fürchterlichen Vergangenheit. APA, Werner Thuswaldner

... die überzeugende Architektur des Romans, der Zeiten und Räume von extremster Distanz in Beziehung setzt. Mit dem Missisippi, wo Isa über Mark twain recherchiert, korrespondiert die Wolga, der Ort Rschew genauer, wo ihr Vater 1942 als Offizier der Wehrmacht fiel, wenige Monate nach Isas Geburt. Zwischen diesen Flüssen die Donau, Isas eigenes fragiles Zentrum. Dass diese Figur nicht auseinanderfällt, verdankt sich einer undiskutablen Stärke der Erzählerin Brita Steinwendtner: ihrer verschwiegenen, distanzierten, immer aber solidarischen (mitliebenden) Menschenzeichnungen. NZZ, Samuel Moser

Im Bernstein ist ein Buch über die persönlichen wie universellen Unentrinnbarkeiten, es ist aber auch ein radikales Aufbegehren, ein Anschreiben gegen eben- diese. Es erzählt auf kluge Weise über die Sehnsucht nach dem richtigen Leben im falschen. Dieser Roman ist hochpolitisch und hochpoetisch zugleich. Und führt vor, warum eines das andere nicht ausschließt, sondern vielmehr bedingt. Im Bernstein ist ein radikal subjektives Buch und gerade deshalb ein objektives Lektürevergnügen. Der Standard, Josef Bichler

Authentische Dokumente und poetische Verfremdung bestimmen Brita Steinwendtners literarische Verfahrensweise. Ausgehend von ihrer eigenen Geschichte hat sie einen Roman als Plädoyer gegen den Krieg geschrieben. Die Furche, Christa Gürtler

Steinwendtner schafft es, durch die Verklammerung von Gegenwart und Vergangenheit Spannung zu erzeugen und durch die Kraft der von ihr gefundenen Bilder einen Raum einzurichten, den die Leserin nur ungern verlassen hat. Buchkultur, Ditta Rudle Der Autorin ist eine intensive, packende Erzählung gelungen. bn.bibliotheksnachrichten, Franz Holztrattner

Produktdetails

Autoren Brita Steinwendtner
Verlag Haymon Verlag
 
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 30.04.2012
Thema Belletristik > Erzählende Literatur
 
EAN 9783852187808
ISBN 978-3-85218-780-8
Anzahl Seiten 272
Abmessung (Verpackung) 12.4 x 2.2 x 20.2 cm
Gewicht (Verpackung) 294 g
 
Themen Nationalsozialismus, Familie, Zweiter Weltkrieg, Konflikt, Deutsche Literatur, Dokumentation, Österreich, Prosa, Russland, Familienleben, Irakkrieg, Fiktion, Vergangenheitsbewältigung, Belletristische Darstellung, Haymon Grundrabatt, Missouri, Aussöhnung, Posie, auseinandersetzen
 

Kundenrezensionen

Zu diesem Artikel wurden noch keine Rezensionen verfasst. Schreibe die erste Bewertung und sei anderen Benutzern bei der Kaufentscheidung behilflich.

Schreibe eine Rezension

Top oder Flop? Schreibe deine eigene Rezension.

Für Mitteilungen an CeDe.ch kannst du das Kontaktformular benutzen.

Die mit * markierten Eingabefelder müssen zwingend ausgefüllt werden.

Mit dem Absenden dieses Formulars erklärst du dich mit unseren Datenschutzbestimmungen einverstanden.