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Biopolitik und Rassismus

Deutsch · Taschenbuch

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Im Zusammenhang mit der Sozialhygiene des Gesellschaftskörpers, der gereinigt und freigehalten werden soll von degenerierten und degenerierenden Kräften, hat Foucault in der letzten Sitzung seiner Vorlesung Il faut défendre la société eine Bestimmung des Rassismus geprägt, die auch das aktuelle Begehren hinter der Präimplantations- und der pränatalen Diagnostik, geistig oder körperlich behinderte Kinder gar nicht erst zur Welt kommen zu lassen, in ein grelles Licht rückt: »Was ist der Rassismus letztendlich? Zunächst ein Mittel, um in diesen Bereich des Lebens, den die Macht in Beschlag genommen hat, eine Zäsur einzuführen: die Zäsur zwischen dem, was leben soll, und dem, was sterben muß.« Im Licht dieser Entscheidung verliert der Begriff »Biopolitik« die Unschuld der Neutralität, mit der er - ohne Wissen um seine Bedeutung im Werk Foucaults - zunehmend gebraucht wird. In exemplarischen historischen Fallstudien, deren Fluchtpunkt jeweils in der Gegenwart liegt, zeichnen die Autoren die Geschichte der Entscheidung darüber, »was leben soll und was sterben muß«, nach.

Über den Autor / die Autorin

Martin Stingelin ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Basel.

Zusammenfassung


Im Zusammenhang mit der Sozialhygiene des Gesellschaftskörpers, der gereinigt und freigehalten werden soll von degenerierten und degenerierenden Kräften, hat Foucault in der letzten Sitzung seiner Vorlesung
Il faut défendre la société
eine Bestimmung des Rassismus geprägt, die auch das aktuelle Begehren hinter der Präimplantations- und der pränatalen Diagnostik, geistig oder körperlich behinderte Kinder gar nicht erst zur Welt kommen zu lassen, in ein grelles Licht rückt: »Was ist der Rassismus letztendlich? Zunächst ein Mittel, um in diesen Bereich des Lebens, den die Macht in Beschlag genommen hat, eine Zäsur einzuführen: die Zäsur zwischen dem, was leben soll, und dem, was sterben muß.« Im Licht dieser Entscheidung verliert der Begriff »Biopolitik« die Unschuld der Neutralität, mit der er – ohne Wissen um seine Bedeutung im Werk Foucaults – zunehmend gebraucht wird. In exemplarischen historischen Fallstudien, deren Fluchtpunkt jeweils in der Gegenwart liegt, zeichnen die Autoren die Geschichte der Entscheidung darüber, »was leben soll und was sterben muß«, nach.


Produktdetails

Mitarbeit Marti Stingelin (Herausgeber), Martin Stingelin (Herausgeber)
Verlag Suhrkamp
 
Sprachen Deutsch
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.01.2003
Thema Sozialwissenschaften, Recht,Wirtschaft > Sozialwissenschaften allgemein
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Philosophie > Sonstiges
 
EAN 9783518292440
ISBN 978-3-518-29244-0
Anzahl Seiten 274
Abmessung (Verpackung) 10.8 x 1.9 x 17.7 cm
Gewicht (Verpackung) 247 g
 
Serie suhrkamp taschenbuch wissenschaft > 1644
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft > Nr.1644
suhrkamp taschenbuch wissenschaft > 1644
Suhrkamp Taschenbücher Wissenschaft > 1644
Themen Geschichte
Verstehen
Rassismus
Biopolitik
Aufsatzsammlung
 

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