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Mit viel Liebe zum Detail schildert Christoph Martin Wieland im »Don Sylvio«, wie sich der Protagonist auf die Suche nach seiner Märchenprinzessin macht - denn er hält alle Märchen für wahr. Ein amüsanter Roman mit Tiefgang und liebevollen satirischen Zügen.
Christoph Martin Wieland knüpft mit seinem Roman »Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva« an den modernen englischen und französischen Roman an. Als einer der vier großen Klassiker in Weimar wurde er mit dem Bildungsroman »Agathon« und der Geschichte um Don Sylvio zu einem der bedeutendsten Schriftsteller der Aufklärung.
Über den Autor / die Autorin
Christoph Martin Wieland (1733-1813) stammte aus einer Pfarrersfamilie in Oberholzheim bei Biberach. Er studierte Philosophie in Erfurt, wo er 1769 auf den Lehrstuhl berufen wurde. 1772 wurde er Prinzenerzieher am Weimarer Hof. Er begründete den modernen deutschen Roman und übersetzte Shakespeare und Autoren der Antike. Der elegante, phantasievolle Aufklärer und pointierte Satiriker steht zu Unrecht im Schatten seiner Zeitgenossen Schiller und Goethe.
Zusammenfassung
Mit viel Liebe zum Detail schildert Christoph Martin Wieland im »Don Sylvio«, wie sich der Protagonist auf die Suche nach seiner Märchenprinzessin macht – denn er hält alle Märchen für wahr. Ein amüsanter Roman mit Tiefgang und liebevollen satirischen Zügen.
Christoph Martin Wieland knüpft mit seinem Roman »Die Abenteuer des Don Sylvio von Rosalva« an den modernen englischen und französischen Roman an. Als einer der vier großen Klassiker in Weimar wurde er mit dem Bildungsroman »Agathon« und der Geschichte um Don Sylvio zu einem der bedeutendsten Schriftsteller der Aufklärung.
Zusatztext
Wie Cervantes` Don Quichotte durch Ritterromane, so lässt sich Don Sylvio
zu stark von der Literatur beeindrucken: Ihm haben es die Feenmärchen angetan,
hinter jeder Alltäglichkeit entdeckt er das Unglaubliche. Die haarsträubenden
Verwicklungen seiner Suche nach der Märchenprinzessin schildert Wieland
mit viel Liebe zum Detail: Ein amüsanter Roman mit Tiefgang, über den der
Autor selbst schrieb, es fänden an ihm 'Kluge und Narren viel zu lachen'.
Als Textgrundlage dient die Erstausgabe von 1764. Der Kopenhagener Wieland-Spezialist
Sven-Age J?rgensen besorgte Kommentierung und Nachwort dieser Ausgabe in
alter Orthographie.
Bericht
Ein Glücksfall, dass Reclam einen Kenner wie Jorgensen als Hrsg. gewinnen konnte! Sein Nachwort ist, auch in seiner Kürze (509-531) meisterhaft, selbst Adepten können hier noch lernen. Aber auch sonst stimmt alles. Der Text folgt diplomatisch genau der Erstausg. von 1764, geringfügige Abweichungen werden benannt und verzeichnet; die Stellenkommentare sind nach goldener Regel so lang wie nötig, so kurz wie möglich; Anspielungen werden identifiziert, fremdsprachige Zitate übersetzt; auch die 'Literaturhinweise' (505-508) schwätzen nicht, sondern beschränken sich auf das Wesentliche. Wir wünschen dieser vorzüglichen Ausg. einen Erfolg, der den Verlag ermutigt, auch fürderhin Texte des 16.-19. Jh. In UB-Programm aufzunehmen, .(...). 'Germanistik'