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Wahlen in postsozialistischen Staaten

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Wahlen bilden in Demokratien die entscheidende Grundlage flir die Legi timation jeglicher staatlicher Herrschaft. In Staaten des Realsozialismus besaßen Wahlen dagegen eine deutlich andere Funktion. Hierin lag einer der grundlegenden Unterschiede der Begründung politischer Macht in bei den Systemen. Der Arbeitskreis Postsozialistische Gesellschaften der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) hat sich in den neunziger Jahren mehrfach mit Problemen auseinandergesetzt, die sich aus der Transformation der bisherigen realsozialistischen politischen und sozioökonomischen Systeme in Europa ergeben haben. Es lag daher nahe, auch die Rolle zu untersuchen, die Wahlen in postsozialistischen Staaten Europas zufällt. Während der Jahrestagung der DVPW im Oktober 1997 in Bamberg befaßte sich der Arbeitskreis mit eben diesem Thema, und die im vorliegenden Band publizierten Beiträge gehen ganz überwiegend zurück auf die damalige Tagung. Wahlen haben seither in mehreren der hier behandelten Länder zu grund legenden politischen Veränderungen geführt. Entsprechend wurden die ein zelnen Beiträge verändert, erweitert und auf den aktuellen Stand gebracht. Im einen oder anderen Fall kam auch ein neues Land bzw. eine neue Autorin oder ein neuer Autor hinzu. Mit tiefer Betroffenheit haben wir erfahren, daß der ursprünglich als Autor flir den Beitrag zu Wahlen in Jugoslawien/ Serbi en vorgesehene Kollege Laslo Sekelj (Belgrad), der in Bamberg hierzu refe riert und auch an der Folgetagung des Arbeitskreises 1999 in Berlin noch teilgenommen hatte, 200 I plötzlich verstorben ist. Seine lebhafte, engagierte Art des Vortrags und der Diskussion wird uns in Erinnerung bleiben.

Über den Autor / die Autorin

Klaus Ziemer, geb. 1946, ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Trier und seit 1998 Direktor des Deutschen Historischen Instituts Warschau.

Zusammenfassung

Freie und faire Wahlen, deren Ergebnisse allgemein anerkannt sind, bilden in demokratisch verfaßten Staaten die Legitimationsbasis aller Institutionen. Auch in den postkommunistischen Staaten Europas spielen Wahlen eine zentrale Rolle. Für elf Länder Ostmittel-, Südost- und Osteuropas werden die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen von 1989 bis 2002 mit allen Ergebnissen dargestellt und ihre konkreten Funktionen im Transitionsprozess untersucht. Im Ergebnis brachten Wahlen sehr unterschiedliche, ja gegensätzliche Wirkungen hervor, von der Konsolidierung neuer Demokratien über die zumindest teilweise Konsolidierung des ancien régime bis zur Legitimierung der Restitution autoritärer Systeme. Wahlen trugen gleichfalls zur Strukturierung unterschiedlicher neuer Parteiensysteme bei.

Produktdetails

Mitarbeit Klaus Ziemer (Herausgeber), Klau Ziemer (Herausgeber)
Verlag VS Verlag für Sozialwissenschaften
 
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.01.2003
Thema Sozialwissenschaften, Recht,Wirtschaft > Politikwissenschaft
 
EAN 9783810039422
ISBN 978-3-8100-3942-2
Anzahl Seiten 380
Illustration 380 S.
Höhe (Verpackung) 21 cm
Gewicht (Verpackung) 542 g
 
Themen Wahl, Wahlverhalten, Osteuropa : Politik, Zeitgeschichte, Political Science, Vergleichende Politikwissenschaften, Vergleichende Politikwissenschaft, auseinandersetzen, Political Science and International Studies, Comparative Politics, Comparative government
 

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