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Kein anderer Anthropologe hat das Denken des 20. Jahrhunderts so geprägt wie Claude Lévi-Strauss. Seine Arbeiten sind nicht nur interdisziplinär angelegt, sie überschreiten auch den engeren wissenschaftlichen Rahmen. Ein weltweites Publikum hat fasziniert verfolgt, wie Lévi-Strauss in den Traurigen Tropen die Ethnologie auf einen elegischen Grundton gestimmt, im Wilden Denken die Rationalität des Bastlers rehabilitiert und die Mythologica nach musikalischem Vorbild komponiert hat. Anläßlich seines 100. Geburtstags am 28. November 2008 würdigen namhafte Autoren aus dem In- und Ausland die Wirkungen seines uvre auf Zeitgenossen, andere Disziplinen sowie einzelne Problemstellungen und erörtern dabei auch die Anschlußfähigkeit einer strukturalen Anthropologie an aktuelle Debatten.
Über den Autor / die Autorin
Michael Kauppert ist Juniorprofessor für Kultursoziologie an der Stiftung Universität Hildesheim.
Dorett Funcke (Dr. phil.) lehrt Soziologie an der Universität Jena. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sozialisationstheorie, Familiensoziologie, Qualitative Forschungsverfahren sowie Professionalisierungstheorie.
Zusammenfassung
Kein anderer Anthropologe hat das Denken des 20. Jahrhunderts so geprägt wie Claude Lévi-Strauss. Seine Arbeiten sind nicht nur interdisziplinär angelegt, sie überschreiten auch den engeren wissenschaftlichen Rahmen. Ein weltweites Publikum hat fasziniert verfolgt, wie Lévi-Strauss in den Traurigen Tropen die Ethnologie auf einen elegischen Grundton gestimmt, im Wilden Denken die Rationalität des Bastlers rehabilitiert und die Mythologica nach musikalischem Vorbild komponiert hat. Anläßlich seines 100. Geburtstags am 28. November 2008 würdigen namhafte Autoren aus dem In- und Ausland die Wirkungen seines Œuvre auf Zeitgenossen, andere Disziplinen sowie einzelne Problemstellungen und erörtern dabei auch die Anschlußfähigkeit einer strukturalen Anthropologie an aktuelle Debatten.
Bericht
"Der vorliegende Band enthält, was man sich wünschen kann: die Verortung in der französischen Denkszene, den Bezug auf Leitdisziplinen wie Anthropologie, Ethnologie, Soziologie und auf die nie ganz verwundene Philosophie, sowie Sachkapitel zur ethnologischen Debatte um Natur und Kultur sowie zur Ästhetik." (Philosophische Rundschau)