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Wie lässt sich Berufsbildung neu denken und ihre Theorie regenerieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich Patrick Stobbe. Seine Antwort: Dialektisch! Fußend auf einer differenzierten Analyse der Grundproblematiken bisheriger Berufsbildungstheorien, entwickelt er vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und pädagogischer Umbrüche in seiner Dissertation unter Einbezug aktueller Bildungstheorien ein dialektisches Verständnis von Bildung, dass das Verständnis von Bildung im und durch den Beruf erneuert. Bildung und Beruf versteht er in wechselseitiger Bedingtheit als dialektisch-praktisches Durcheinander - Bildung durch Beruf, Beruf durch Bildung, Bildung und Beruf durcheinander. Die Publikation richtet sich an Wissenschaft, Praxis und Studium - für alle, die an theoretischen Grundlagen von Bildung (im Medium des Berufs) interessiert sind.
Über den Autor / die Autorin
Patrick Stobbe ist Bildungs- und Erziehungswissenschaftler mit Schwerpunkt Berufsbildungstheorie. Forschung und Lehre zur Dialektik von Bildung und Beruf.
Zusammenfassung
Die Publikation konzipiert das Verhältnis von Bildung und Beruf neu, indem sie verschiedene berufs- und wirtschaftspädagogische Diskurse sowie aktuelle Bildungstheorien dialektisch miteinander verknüpft. Daraus entsteht eine dialektisch-praktische Berufsbildungstheorie als Fundament für die Regeneration der Berufsbildungstheorie.
Ausgangspunkt ist die klassische Mediatisierungsthese „Bildung im Medium des Berufs", die angesichts neuer pädagogischer und gesellschaftlicher Entwicklungen an Relevanz verliert. Patrick Stobbes Dissertation formuliert daher ein neues Verständnis von Berufsbildungstheorie, das an klassische Konzepte anschließt, sie zugleich aber dialektisch überwindet und weiterentwickelt. Ziel ist eine regenerierte Theorie, die Berufsbildung als wechselseitiges Bedingungsverhältnis von Bildung und Beruf versteht und als Reflexionsmedium zur Bestimmung des Gegenstands „Bildung des Menschen im Medium beruflicher Arbeit" dient.
Die Publikation richtet sich an Forschende, Praktiker:innen und Studierende der Berufs- und
Bildungswissenschaften.
Vorwort
Neukonzeption des Verhältnisses von Bildung und Beruf
Theoretische Regeneration der Berufsbildungstheorie
Dialektische Perspektive als methodisches Prinzip
Anschluss an aktuelle bildungstheoretische und gesellschaftliche Entwicklungen
Relevanz für Forschung und Praxis
Beitrag zum disziplinären Selbstverständnis