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Wilder Honig - Roman

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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»Ein Samen im Herzen eines Apfels ist ein unsichtbarer Obstgarten.« Altes walisisches Sprichwort
Hannah, Sadie und Megan sind alle auf ihre eigene Art verloren. Als sie sich begegnen, beginnen sie zu dritt einen Neuanfang, den sich keine von ihnen je erträumt hätte. Caryl Lewis leuchtet im idyllischen Setting der walisischen Landschaft alle Facetten der menschlichen Emotionen aus. Zwischen Liebe und Trauer, Enttäuschung und Dankbarkeit erzählt sie eine unvergessliche Geschichte.
Hannah hat ihr ganzes Leben in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, ist sie nie aus ihrem Elternhaus ausgezogen, nicht einmal nach ihrer Hochzeit mit John. Sie ist in diesem Haus und dem dazugehörigen Obstgarten verwurzelt, behandelt die Bäume, als gehören sie zur Familie. Als ihr Mann stirbt, ist Hannah das erste Mal allein. John, einst Schriftsteller und Imker, der die Welt durch die Sprache der Bienen zu verstehen lernte, hat ihr elf Liebesbriefe hinterlassen. Aber er hatte auch ein großes Geheimnis. Megan, Hannah und Sadie werden damit konfrontiert und begeben sich auf eine Reise durch die Erinnerung. »Wilder Honig« führt drei sehr unterschiedliche Frauen in einem zerbrochenen Eden zusammen und erzählt, wie sie es gemeinsam wieder aufbauen. Ein Buch über Schwesternschaft, die große Liebe und die Schönheit der Natur, die genauso gehegt und gepflegt werden muss wie eine Beziehung.

Über den Autor / die Autorin


Caryl Lewis, geb. 1978, ist eine  preisgekrönte walisische Autorin, Dramatikerin und Drehbuchautorin. Sie ist Gastdozentin für Kreatives Schreiben an der Cardiff University und lebt mit ihrer Familie auf einer Farm in der Nähe von Aberystwyth in Wales.
Drift
, ihr Debütroman in englischer Sprache, wurde mit dem »Wales Book of the Year«- Award ausgezeichnet.

Monika Köpfer war viele Jahre als Lektorin tätig und übersetzt heute aus dem Englischen, Italienischen und Französischen. Zu ihren Autor*innen zählen Mohsin Hamid, J. L. Carr, Richard Russo und Milena Agus.

Zusammenfassung

»Ein Samen im Herzen eines Apfels ist ein unsichtbarer Obstgarten.« Altes walisisches Sprichwort

Hannah, Sadie und Megan sind alle auf ihre eigene Art verloren. Als sie sich begegnen, beginnen sie zu dritt einen Neuanfang, den sich keine von ihnen je erträumt hätte. Caryl Lewis leuchtet im idyllischen Setting der walisischen Landschaft alle Facetten der menschlichen Emotionen aus. Zwischen Liebe und Trauer, Enttäuschung und Dankbarkeit erzählt sie eine unvergessliche Geschichte.


Hannah hat ihr ganzes Leben in Berllan Deg, einem kleinen Ort in Wales, verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, ist sie nie aus ihrem Elternhaus ausgezogen, nicht einmal nach ihrer Hochzeit mit John. Sie ist in diesem Haus und dem dazugehörigen Obstgarten verwurzelt, behandelt die Bäume, als gehören sie zur Familie. Als ihr Mann stirbt, ist Hannah das erste Mal allein. John, einst Schriftsteller und Imker, der die Welt durch die Sprache der Bienen zu verstehen lernte, hat ihr elf Liebesbriefe hinterlassen. Aber er hatte auch ein großes Geheimnis. Megan, Hannah und Sadie werden damit konfrontiert und begeben sich auf eine Reise durch die Erinnerung. »Wilder Honig« führt drei sehr unterschiedliche Frauen in einem zerbrochenen Eden zusammen und erzählt, wie sie es gemeinsam wieder aufbauen. Ein Buch über Schwesternschaft, die große Liebe und die Schönheit der Natur, die genauso gehegt und gepflegt werden muss wie eine Beziehung.

Produktdetails

Autoren Caryl Lewis
Mitarbeit Monika Köpfer (Übersetzung)
Verlag Klett-Cotta
 
Originaltitel Bitter Honey
Sprache Deutsch
Produktform Fester Einband
Erschienen 13.09.2025
 
EAN 9783608966893
ISBN 978-3-608-96689-3
Seiten 288
Abmessung 133 mm x 22 mm x 211 mm
Gewicht 387 g
Themen Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)

Natur, Ehe, Schönheit, Heimat, Imkerei, Grossbritannien, Geschenk, Wales, Obstbäume, Obstgarten, Beziehungen, Bienen, Liebesbriefe, Briefe, junge Liebe, Schwestern, Idylle, Alte Liebe, geschenke für freundin, Themen, die sich speziell an Frauen und/oder Mädchen richten, Relating to family / families, Literature of Wales, Liesgeschichte

Kundenrezensionen

  • Im Zeichen von Äpfeln und Bienen

    Am 13. Dezember 2025 von Anonymus geschrieben.

    Übersetzt aus dem Englischen von Monika Köpfer.
    Hannah ist nie aus Berllan Deg herausgekommen. Als ihr Mann John stirbt, ist Hannah das erste Mal allein und wird mit seinem großen Geheimnis konfrontiert. Ihre Schwester Sadie hat sich von ihrem Mann scheiden lassen und will eigentlich eine Liebe zurück. Sie kommt um ihre Schwester zu unterstützen. Megan kommt etwas später dazu. Sie hat Angst, dass sich ihre Vergangenheit wiederholen könnte. So versuchen alle drei Frauen sich selbst zu finden und Frieden mit der Vergangenheit zu schließen.
    Caryl Lewis' Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Erzählweise ist gemächlich und unaufgeregt und wird durch die Einschübe von Johns Briefen ergänzt. Die Geschichte behandelt zwar einige wichtige Lebensthemen, die Arbeit an dem Apfelgarten und die Beschäftigung mit den Bienen nimmt aber einen sehr großen Raum ein. Leider kam zu relativ wenig Handlung zusätzlich noch, dass Aussprachen zwischen bestimmten Personen einfach übersprungen wurden. Dies hat mich dann doch enttäuscht, da so schwierige und auch interessante Gespräche umgangen wurden.
    Wer Interesse an leisen Romanen mit viel Naturbeschreibungen hat und etwas über Apfelgärten, Bienen und Honig lernen möchte wird hier aber einiges Interessante finden. 3,5 Sterne

  • Drei Frauen auf neuen Wegen

    Am 18. Oktober 2025 von Bücherfreundin geschrieben.

    "Wilder Honig", der neue Roman der walisischen Autorin, Dramaturgin und Drehbuchautorin Caryl Lewis, spielt in Berllan Deg, einem kleinen Dorf in Wales. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen mit Hannah, Sadie und Megan drei Frauen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.

    Die 70-jährige Hannah ist in tiefer Trauer, ihr Ehemann John, der Imker und Schriftsteller war, ist nach 50 Ehejahren infolge einer schweren Krankheit verstorben. Ihre sechs Jahre jüngere Schwester Sadie reist an, um sie zu unterstützen. Die Schwestern haben sich seit vielen Jahren nicht gesehen und sind sich fremd geworden. Während Hannah ihr ganzes Leben im Elternhaus geblieben ist, ist Sadie früh ausgezogen, um eigene Wege zu gehen. In Johns Unterlagen findet Sadie außer einem Testament 11 Briefe, die John kurz vor seinem Tod an Hannah geschrieben hat. Darin zieht er nicht nur Parallelen zwischen dem Leben der Bienen und seiner Beziehung zu Hannah, sondern beichtet seiner Frau ein lange gehütetes Geheimnis ...

    Das Buch ist in ganz wunderbarer und poetischer Sprache geschrieben, auch der ruhige Erzählstil begeisterte mich sofort. Die interessanten und sympathischen Charaktere sind mit Empathie und Liebe beschrieben. Es geht in dem Buch neben Trauer und Verlust auch um Liebe und Neubeginn. Wir begleiten Hannah, Sadie und Megan über den Zeitraum eines Jahres und erleben, wie sie sich behutsam einander annähern. Meine Lieblingsfigur war Hannah, die nicht nur Johns Tod verarbeiten muss, sondern auch sein schockierendes Geständnis, das sie zutiefst verletzt hat. Im Laufe der Zeit gelingt es ihr, aus der Planung und Neugestaltung ihres Obstgartens neue Kraft und Zuversicht zu schöpfen.

    Die Briefe, die John seiner Frau hinterlassen hat, stellen für mich das Highlight des Buches dar. Wir lernen John mit jedem Brief etwas besser kennen und können auch seine Handlungsweisen immer besser nachvollziehen. Er reflektiert nicht nur die gemeinsame Zeit mit Hannah, sondern übt in seinen Briefen auch Selbstkritik. Ich fand es sehr interessant und faszinierend, Einblicke in die mir bisher nur oberflächlich bekannte Bienenwelt zu bekommen. Im Laufe der Handlung widmet sich die Autorin immer intensiver der Bienenzucht, es wurde mir zu viel mit dem Bienenthema, zumal auch die bis zu einem gewissen Grad durchaus interessant geschilderte Gestaltung des Obstgartens immer mehr Raum einnimmt. Die Natur steht mir zu sehr im Vordergrund, ich hätte gern mehr über die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistinnen gelesen.

    Das erste Drittel des Buches hat mir sehr gut gefallen, danach bahnte sich eine vorhersehbare, unrealistische und kitschige Liebesgeschichte an, auf die ich gut hätte verzichten können. Sprache und Erzählstil fand ich ganz wunderbar, allerdings hatte ich insgesamt mehr von der Geschichte erwartet - sie hat mich leider nicht überzeugen können.

    Trotz meiner Kritikpunkte vergebe ich 3 Sterne und empfehle den Roman allen Lesern, die gern Bücher mit intensiven und schönen Naturbeschreibungen lesen.

  • Ein sanftes Buch über die Kraft der Natur, uns beim Heilen zu helfen

    Am 11. Oktober 2025 von ninzi-jh geschrieben.

    „Wilder Honig” von Caryl Lewis ist eine leise und sanfte Geschichte über Neuanfänge und die tiefe Verbundenheit zur Natur.

    Hannah, Sadie und Megan sind drei Frauen, die in einem walisischen „Garten Eden” voller Apfelbäume und Bienen nach verschiedenen Arten von Verlust und Einsamkeit wieder einen Weg zurück ins Glück finden. Auf diesem Weg lernen sie, einander und sich selbst zu akzeptieren.

    Das Cover fängt die Stimmung und Atmosphäre des Buches gut ein und hat mich - allerdings erst auf den zweiten Blick - sehr berührt.

    Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, der etwas unspektakulär ist, aber zu dieser Art von zarter Geschichte wunderbar passt.

    Besonders spannend fand ich die zahlreichen Informationen sowohl über Bienen als auch über Apfelbäume, die mir das Gefühl gegeben haben, von beidem so gut wie gar keine Ahnung zu haben.

    Ich kann das Buch jedem empfehlen, der zarte, naturnahe Geschichten schätzt, die einen angenehm von innen heraus wärmen und Zuversicht schenken.

  • Melancholishcer Roman

    Am 21. September 2025 von Ele geschrieben.

    Wilder Honig, Roman von Caryl Lewis, EBook, Verlag Klett-Cotta
    Ein Obstgarten, drei Frauen, elf Briefe.
    Hannah trauert um ihren Mann John, ihr ganzes Leben hat sie auf dem walisischen Cottage Berllan Deg, verbracht. Für ihre Trauer hat die Frau die immer schon wortkarg war, keine Worte, ihre Schwester Sadie, die als junge Frau schon weggezogen ist, kommt, um ihr über die erste schwere Zeit zu helfen, die dritte im Bunde Meghan, eine junge Frau wollte eigentlich nicht lange bleiben, wird aber durch die Wetterverhältnisse am Gehen gehindert.
    John war Imker und Schriftsteller, er hat Hannah elf Liebesbriefe hinterlassen, sein großes Geheimnis wird bekannt und das kann ihm Hannah anfangs nicht verzeihen. Die drei Frauen verbindet mehr als sie sich anfangs eingestehen, langsam gewöhnen sie sich aneinander und lange geheim gehaltene Worte und Gefühle kommen an die Oberfläche und werden ausgesprochen. Gemeinsam wagen die drei einen Neuanfang.
    Das Buch teilt sich in 55 überschaubare Kapitel. Dazwischen immer wieder durch die kursive Schrift deutlich hervorgehoben, die Briefe die John für Hannah hinterlassen hat. Im auktorialen Schreibstil verfasst, dadurch gewinnt der Leser den Überblick über die gesamte Geschichte. Unglaublich, wie einfühlsam und voller Poesie die Autorin geschrieben hat, dazu kommt auch noch die bildhafte Beschreibung der Natur und auch den Figuren, zu jeder Zeit konnte ich mir das geschriebene vorstellen, es lief sozusagen parallel zur Lektüre ein Film in meinem Kopf ab.
    Dieses Buch ist ein leises Buch ohne direkte Spannungsmomente, doch es ist eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden. Ich habe bewusst langsam gelesen, das Buch immer wieder sinken lassen um über das Gelesene nachzudenken. Von Beginn bis Ende hat es mich mitgenommen, hat die Geschichte mich fasziniert, gefesselt und davongetragen. Hoffnungsvolle, heilende Worte. Worte die Mut und Hoffnung schenken. Die Figuren erfahren hier Heilung auch durch die Kraft der Natur. Nebenbei habe ich auch einiges wissenswertes über Obstanbau und vor allem über Bienen gelernt. Das Verhalten der Bienen hat John in seinen Briefen an Hannah, immer wieder mit der Liebe zwischen den beiden in Verbindung gebracht.
    Die Figuren sind authentisch und echt. Ihre Handlungen konnte ich verstehen, nachvollziehen. An Hannahs Stelle hätte ich auch an dem Verstorbenen gezweifelt. Ich finde es hätte sicher in einer so langjährigen Ehe Momente gegeben, um sich zu offenbaren, er war in meinen Augen feige. Er lässt Hannah mit den frappierenden Tatsachen zurück. Auch Sadie und Meghan haben sich weiterentwickelt, das macht sie menschlich. Mein Favorit war Jack, tüchtig fleißig auf ihn kann man sich verlassen.
    Ein Roman mit Tiefgang der noch einige Zeit in mir nachhallen wird. Anfangs habe ich etwas gebraucht bis ich die Verhältnisse überblickt habe, auch mit der Art der Protagonistin Hannah, habe ich mich schwergetan. Das hat sich aber bald gebessert. Ich kann dieses Buch empfehlen, wer ruhige Bücher mag, die zum Nachdenken anregen sollte hier zugreifen.
    Von mir 4 Sterne.

  • 3 Frauen

    Am 11. September 2025 von Manniz geschrieben.

    Das Buchcover ist sehr atmosphärisch und lädt zum Träumen ein.
    Im Buch geht es um die ältere Hannah deren Mann gerade verstorben ist. Ihre Schwester Sadie kommt zu ihr ins Elternhaus um sie zu unterstützen. Da finden sie Briefe des Verstorbenen die ihr eröffnen, dass er eine uneheliche Tochter hat. Ein Schock! Aber sie schreibt der jungen Frau, Meagan, die dann tatsächlich zu Besuch kommt. Aber die Stimmung ist angespannt. Hier hätte ich mir mehr Dialog gewünscht. Es wird insgesamt sehr wenig gesprochen, was schade ist. Da hätte mehr Gespräch der Story gutgetan. Jede der Frauen versucht mit ihrer Vergangenheit klar zu kommen und sich neu zu ordnen. Es geht viel um Gefühle, Schuld, Versäumnisse und Vergebung. Die Handlung kommt sehr langsam voran. Es wird auch viel über Bienen, Imkerei und Apfelbäume geschrieben. Das ist grds ganz nett wenn man das mag.

  • Neuanfang

    Am 10. September 2025 von heikek geschrieben.

    Caryl Lewis Roman "Wilder Honig", der am 13. September 2025 im Verlag Klett-Cotta erscheint, ist die einfühlsame Geschichte dreier Frauen, die nach den Tod von John aufeinander treffen.
    Johns Frau Hannah hat ihr ganzes Leben in ihrem Elternhaus verbracht. Anders als ihre Schwester Sadie, die schon früh das Elternhaus verließ. Nach Johns Tod kommt Sadie zurück und steht ihrer Schwester Hannah in der Zeit der Trauer zur Seite. Sadie entdeckt eines Tages elf Briefe von John an Hannah und ein lange von John gehütetes Geheimnis. Die Schwestern entschließen sich, Megan zu sich einzuladen. Das Zusammentreffen der drei Frauen ist am Anfang kompliziert, denn keine weiß, wie sie sich verhalten soll. Doch mit der Zeit entsteht zwischen den Frauen eine Vertrautheit. Dabei wird ihnen auch bewusst, dass sie für ihr eigenes Leben Entscheidungen treffen müssen.
    Schon allein das Cover macht Lust auf das Buch und man möchte umgehend mit dem Lesen beginnen. Und bereits nach den ersten Seiten stellt man fest, dass man nicht enttäuscht wird. Caryl Lewis gelingt es mit Worten, sich den Obstgarten im Wechsel der Jahreszeiten bildlich vorzustellen. Die Idee der Autorin, dass John in seinen Briefen Vergleiche zwischen einem Bienenvolk und dem Leben von Hannah und sich herstellt, hat mir besonders gut gefallen. Diesen Roman sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

  • Melancholisch

    Am 09. September 2025 von Neobook geschrieben.

    Das Buchcover finde ich wunderschön und ansprechend. Die Geschichte der Hannah und ihrer Schwester Sadie ist eigtl schön beschrieben. Nach dem Tod von Hannahs Mann kommt Sadie zur Unterstützung nach Hause. Sie finden Briefe des Verstorbenen in denen er mitteilt, dass er eine uneheliche Tochter hat. Das trifft Hannah sehr, denn sie konnten keine Kinder bekommen. Sie beschließt diese Tochter einzuladen und kennen zu lernen. Es ist viel über Gefühle, Schmerz und Schuld enthalten. Aber auch wie sie versuchen damit zurechtkommen. Oft leider nur mit Schweigen. Ebenfalls ist viel über Bienen, Imkerei, Obstgärten und Apfelbaumzüchten enthalten. Die Handlung schreitet sehr langsam voran, was mir manchmal zu langsam war. Es passiert auch nicht sehr viel, sondern es wird das schlichte aber naturverbundene Leben der drei Frauen in dem Haus beschrieben und die oft eher verhaltene Reaktion der Protagonisten. Oft auch viel zwischen den Zeilen. Insgesamt schön, für jemand der die Worte und Szenen auf sich wirken lassen will.

  • Drei Frauen, ein Obstgarten und elf Briefe

    Am 09. August 2025 von maja5ch geschrieben.

    Caryl Lewis hat mit "Wilder Honig" einen poetischen Roman über Lebenskrisen, Enttäuschungen, Selbstfindung und Liebe geschrieben.

    Hannah, Sadie und Megan, drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen sich nach einem Schicksalsschlag auf einem abgelegenen Bauernhof im Wales. Alle drei sind geprägt von Enttäuschungen und Wunden der Vergangenheit.
    Die Arbeit in einem alten Obstgarten lässt sie sich in kleinen Schritten, verbunden mit Rückschlägen, einander annähern, sogar vertrauen und schlussendlich zu sich selbst finden.
    Eine grosse Rolle dabei spielen auch die Bienen im Obstgarten und elf geheimnisvolle Briefer des verstorbenen Ehemannes von Hannah.

    Der klare, ruhige Schreibstil, der zur leisen Geschichte der drei Frauen passt, hat mir ebenso gefallen, wie auch das Cover.
    Empfehlen kann ich das Buch allen, die die Natur als Kraftort schätzen und die eine poetische ruhige Geschichte mögen als Gegenpol zur aktuellen rasanten Gegenwart.
    Ich durfte ein Rezensionsexemplar vorab lesen.

  • das große Geheimnis

    Am 05. August 2025 von PeLi geschrieben.

    In Wilder Honig von Caryl Lewis treffen drei Frauen aufeinander, deren Leben auf unterschiedliche Weise ins Wanken geraten ist , nicht durch Zufall, sondern durch ein Ereignis, das sie alle betrifft.
    Nach dem Tod ihres Mannes John steht Hannah plötzlich allein da. Ihre Schwester Sadie, mit der sie lange keinen engen Kontakt mehr hatte, kehrt zurück ins gemeinsame Elternhaus, um Hannah beizustehen. Zugleich taucht Megan auf ,eine junge Frau, die mit einem Geheimnis verknüpft ist, das John viele Jahre vor seiner Frau verborgen hielt und von dem Hannah erst nach seinem Tod erfuhr. Ein Geheimnis, das ihr den Boden unter den Füßen wegzieht. John hat ihr außerdem elf Briefe hinterlassen, in denen er versucht, alles zu erklären.
    Caryl Lewis verwebt diese drei Schicksale zu einer ruhigen, aber eindrucksvollen Geschichte über Verlust, Heilung und die Kraft menschlicher Verbindungen. Ein feinfühliges Porträt von Frauen, die einander vorsichtig näherkommen und gemeinsam versuchen, mit der Vergangenheit Frieden zu schließen.
    Der Roman lebt von seiner eindrucksvollen Kulisse - die walisische Landschaft, der Obstgarten, die summenden Bienen - und von der inneren Entwicklung der Figuren. Lewis schreibt poetisch, aber nie überladen, und sie versteht es, die Schönheit der Natur mit der Tiefe menschlicher Gefühle zu verweben. Die Themen Verlust, Vergebung und Neuanfang ziehen sich durch die Geschichte wie ein leiser Fluss.
    Was mich persönlich etwas gestört hat, die Briefe von John hätten emotionaler sein dürfen. Die vielen Bezüge zur Welt der Bienen, so faszinierend sie auch sind ,nahmen für mich zu viel Raum ein. Ich hätte mir mehr direkte, persönliche Worte an Hannah gewünscht, um die Tiefe ihrer Beziehung noch stärker spüren zu können.
    Trotzdem ist Wilder Honig ein warmherziges Buch über das, was Menschen verbindet und was auch nach einem Bruch wieder zusammenwachsen kann.

  • Von Bienen und Apfelbäumen

    Am 05. August 2025 von regenprinz geschrieben.

    Ein walisischer Obstgarten ist der Schauplatz dieses Romans, denn er gehört zum alten Haus von Hannahs Familie. Nach dem Tod ihres Mannes lebt Hannah nun allein dort mit ihren Erinnerungen, doch bald rütteln die Briefe, die John hinterlassen hat, ihr Leben heftig durcheinander. Der Besuch von Hannahs Schwester Sadie sowie das Auftauchen der jungen Megan sorgen für einige Veränderungen, nicht nur in Hannahs Obstgarten.
    Mir hat diese leise erzählte Geschichte gut gefallen, auch wenn ich mir manchmal etwas mehr direkte Kommunikation zwischen den Figuren gewünscht hätte. Aber natürlich ist es gerade ein Thema des Romans, dass über wichtige Dinge nicht geredet wird. Trotzdem liest sich die Geschichte insgesamt schön, es überwiegt Hoffnung und nicht Trostlosigkeit.
    Die Naturbeschreibungen und die idyllische Landschaft rings um das Dörfchen Berllan Deg sind etwas Besonderes. Sehr interessant fand ich auch die detaillierten Informationen über Bienenvölker, Imkerei oder Apfelbäume, zumal diese Kenntnisse wunderbar in die Handlung eingebettet sind.
    Wer sich auf die leise, zurückhaltende Erzählweise des Romans einlassen kann, wird mit einer Geschichte belohnt, die nachdenklich macht und Verhaltensweisen hinterfragt, z.B. ob es sinnvoll ist, Räume ungenutzt zu lassen. Die positive Botschaft, die am Ende mitschwingt, ist, dass es trotz Trauer, Leid und bitterer Erfahrungen nicht zu spät ist für eine Veränderung. Das gilt insbesondere für Hannah, aber auch für Sadie und Megan.

  • Ein Jahr im Obstgarten

    Am 05. August 2025 von EvelynP. geschrieben.

    In "Wilder Honig" von Caryl Lewis begleiten wir Hannah, Sadie und Meghan ein Jahr lang nach dem Tod von John, Hannahs Mann. Immer mehr lernen wir die Lebenden sowie Toten kennen. Dabei gelingt der Autorin die Geschichte in sehr ruhigem Ton zu erzählen, entsprechend dem Charakter von Hannah.
    Diese und ihre gemeinsame Geschichte mit John stehen dabei eindeutig im Fokus des Buches. Wir lernen Hannah dabei hauptsächlich entlang des Jahresverlaufs in ihrem Apfelbaumgarten kennen und John in seinen elf Briefen an Hannah, die zwischen den Kapiteln abgedruckt sind und viel Bienenfachwissen enthalten, welches er nutzt um seine Gefühle und sein Erleben der gemeinsamen Jahre zu Beschreiben.
    In der Geschichte sind außerdem Sadie, die jüngere Schwester von Hannah und Meghan, die uneheliche Tochter von John von Bedeutung. Insbesondere Sadies Erinnerungen über die Kennenlernphase von Hannah und John, lässt uns die beiden noch besser kennenlernen. Nach und nach, während sie auf dem Apfelhof leben, finden die drei Frauen zueinander, aber auch jeweils zu sich selbst.
    Das Cover finde ich tatsächlich gar nicht so passend, denn ein Obstgarten oder eine Biene wären hier sehr viel passender gewesen. Auch die deutsche Übersetzung des Titels finde ich unpassend, da es nicht um wilden Honig geht und der bittere Honig eine spezielle Bedeutung in der Geschichte bekommt.

    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, trotz der Schwere einiger Themen ließ es sich leicht lesen und trotz der ruhigen Art war es fesselnd und nie langweilig, sodass ich das Buch nur selten aus der Hand legte, bis ich damit fertig war. Besonders gefiel mir die tiefe Verbindung eines Bienenmenschen mit einem Apfelblütenmenschen.

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