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Versagen

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Jemanden einen Versager zu nennen, ist die größtmögliche Beleidigung, wurzelt darin doch das Urteil, dass sich im Versagen der angesprochenen Person etwas Bahn gebrochen hat, das ohnehin nicht zu vermeiden war: Wer versagt hat, hat das eigene Leben verfehlt, wer versagt hat, ist unfähig, das zu leisten, was allen anderen Menschen scheinbar mühelos gelingt. Neben dem sozialen Urteil, das andere über einen fällen, existiert jedoch auch die Selbstbezichtigung: Ich habe versagt. Doch ab wann man von Versagen spricht, dafür gibt es keine genauen Kriterien.
Nora Weinelt zeichnet die Wege nach, über die der aus der Mechanik stammende Begriff des Versagens Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch findet, und zeigt, dass er erst in unserer postmodernen Gesellschaft, in der noch jedes Scheitern nachträglich als Etappe zum Erfolg beschrieben werden muss, seine ganz und gar vernichtende Schlagkraft voll entfaltet.

Über den Autor / die Autorin

Nora Weinelt studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Italienische Philologie und promovierte zu einer Poetik des Versagens im europäischen Roman um 1900. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Augsburg forscht sie derzeit zum Surrealismus der Nachkriegszeit.

Zusammenfassung

Jemanden einen Versager zu nennen, ist die größtmögliche Beleidigung, wurzelt darin doch das Urteil, dass sich im Versagen der angesprochenen Person etwas Bahn gebrochen hat, das ohnehin nicht zu vermeiden war: Wer versagt hat, hat das eigene Leben verfehlt, wer versagt hat, ist unfähig, das zu leisten, was allen anderen Menschen scheinbar mühelos gelingt. Neben dem sozialen Urteil, das andere über einen fällen, existiert jedoch auch die Selbstbezichtigung: Ich habe versagt. Doch ab wann man von Versagen spricht, dafür gibt es keine genauen Kriterien.
Nora Weinelt zeichnet die Wege nach, über die der aus der Mechanik stammende Begriff des Versagens Eingang in den allgemeinen Sprachgebrauch findet, und zeigt, dass er erst in unserer postmodernen Gesellschaft, in der noch jedes Scheitern nachträglich als Etappe zum Erfolg beschrieben werden muss, seine ganz und gar vernichtende Schlagkraft voll entfaltet.

Vorwort

Wenn in der neoliberalen Ordnung das Scheitern immer schön ist, was ist dann Versagen?

Produktdetails

Autoren Nora Weinelt
Verlag Matthes & Seitz Berlin
 
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.02.2025
Thema Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Kulturgeschichte
 
EAN 9783751830379
ISBN 978-3-7518-3037-9
Anzahl Seiten 119
Abmessung (Verpackung) 10 x 1 x 18 cm
Gewicht (Verpackung) 108 g
 
Serie Fröhliche Wissenschaft
Themen Kulturgeschichte, Pädagogik, Ökonomie, Literaturgeschichte, Kulturtheorie, Impotenz, Versagen, Gesellschaft und Kultur, allgemein, Gesellschaft, Klasse, Herkunft, Versager, auseinandersetzen, Gesellschaftliche Gruppen, Gemeinschaften und Identitäten, Pyschoanalyse
 

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