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Hunchback - Roman | Der preisgekrönte Bestseller aus Japan | Longlist International Booker Prize 2025 | Ausgezeichnet mit dem Akutagawa-Preis | Feminismus

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Beschreibung

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»Auf rund hundert Seiten fesselt Hunchback den Leser mit seiner rohen, brodelnden, subversiven Energie und schüttelt gleichzeitig die körperlichen und geistigen Fesseln ab. Ein Buch, das uns bewegt und begeistert hat.« Jury International Booker Prize


»Hunchback« ist intelligent, komisch, feministisch und wurde in Japan zur Bestsellersensation. Geschrieben von der ersten behinderten Autorin, die den renommiertesten japanischen Literaturpreis erhielt, erzählt der Roman eigenwillig, trotzig und mitreißend von den Sehnsüchten und Abgründen einer Frau, die am Rande der Gesellschaft steht und zugleich kompromisslos nach Autonomie und der Möglichkeit sucht, das volle Potenzial ihres Lebens auszukosten. Erbarmungslos und mit dunklem Witz entlarvt Saou Ichikawa in ihrem Debüt den gesellschaftlichen Blick auf Behinderung, Körper und Sexualität.
Shaka Izawa wird mit einer angeborenen Muskelerkrankung geboren und verbringt ihre Tage in einem Pflegeheim außerhalb von Tokio. Aufgrund ihrer schweren Wirbelsäulenkrümmung ist sie auf einen elektrischen Rollstuhl und ein Beatmungsgerät angewiesen. Doch auch wenn Shaka körperlich eingeschränkt ist, kennt ihr schneller, scharfsinniger Geist keine Grenzen: Sie studiert online, veröffentlicht pornografische Kurzgeschichten im Internet und twittert provokante Statements wie: »Im nächsten Leben werde ich Edelnutte«. Um alle möglichen Erfahrungen ihres weiblichen Körpers auszuschöpfen, sucht sie eine Samenspende und macht ihrem neuen Pfleger ein unmoralisches Angebot - mit verhängnisvollem Ausgang ...

Über den Autor / die Autorin

Saou Ichikawa (geboren 1979) hat an der School of Human Sciences der Waseda-Universität studiert. Ihr Debütroman »Hunchback« wurde zu einem Bestseller und mit dem 128. Bungakukai-Preis sowie dem 169. Akutagawa-Preis ausgezeichnet. Sie ist die erste Autorin mit einer körperlichen Behinderung, die den Akutagawa-Preis erhielt. Sie hat eine angeborene Myopathie und ist auf ein Beatmungsgerät und einen elektrischen Rollstuhl angewiesen.Katja Busson, geboren 1970, studierte Japanologie und Anglistik in Trier und Tokio. Übersetzerin zahlreicher Romane und Erzählungen von u.a. Nanae Aoyama, Mieko Kawakami, Kotaro Isaka, Junichiro Tanizaki, Suzumi Suzuki und Natsuko Imamura.

Zusammenfassung


»Auf rund hundert Seiten fesselt
Hunchback
den Leser mit seiner rohen, brodelnden, subversiven Energie und schüttelt gleichzeitig die körperlichen und geistigen Fesseln ab. Ein Buch, das uns bewegt und begeistert hat.« Jury International Booker Prize



»Hunchback« ist intelligent, komisch, feministisch  und wurde in Japan zur Bestsellersensation. Geschrieben von der ersten behinderten Autorin, die den renommiertesten japanischen Literaturpreis erhielt, erzählt der Roman eigenwillig, trotzig und mitreißend von den Sehnsüchten und Abgründen einer Frau, die am Rande der Gesellschaft steht und zugleich kompromisslos nach Autonomie und der Möglichkeit sucht, das volle Potenzial ihres Lebens auszukosten. Erbarmungslos und mit dunklem Witz entlarvt Saou Ichikawa in ihrem Debüt den gesellschaftlichen Blick auf Behinderung, Körper  und Sexualität. 
Shaka Izawa wird mit einer angeborenen Muskelerkrankung geboren und verbringt ihre Tage in einem Pflegeheim außerhalb von Tokio. Aufgrund ihrer schweren Wirbelsäulenkrümmung ist sie auf einen elektrischen Rollstuhl und ein Beatmungsgerät angewiesen. Doch auch wenn Shaka körperlich eingeschränkt ist, kennt ihr schneller, scharfsinniger Geist keine Grenzen: Sie studiert online, veröffentlicht pornografische Kurzgeschichten im Internet und twittert provokante Statements wie: »Im nächsten Leben werde ich Edelnutte«. Um alle möglichen Erfahrungen ihres weiblichen Körpers auszuschöpfen, sucht sie eine Samenspende und macht ihrem neuen Pfleger ein unmoralisches Angebot – mit verhängnisvollem Ausgang …

Vorwort

Die preisgekrönte Bestsellersensation aus Japan

Bericht

»Ein aufreibendes, kluges Buch (...).« Pascal Moser NZZ am Sonntag 20250629

Kundenrezensionen

  • Ein kraftvolles Plädoyer für Selbstbestimmung

    Am 15. Mai 2025 von Seitenmusik geschrieben.

    "Ich kann keine Mona Lisa werden. Weil ich ein Buckelmonster bin, ein hunchback." (Buchzitat, E-Book, S. 42)

    In „Hunchback“ erzählt Saou Ichikawa die Geschichte von Shaka Izawa, einer Frau mit einer seltenen Muskelerkrankung, die in einem Pflegeheim lebt und sich kompromisslos mit Themen wie Sexualität, Autonomie und gesellschaftlicher Ausgrenzung auseinandersetzt. Die Autorin, geboren 1979, studierte Humanwissenschaften an der Waseda-Universität und lebt selbst mit einer angeborenen Myopathie. Mit ihrem Debütroman gewann sie als erste Autorin mit einer körperlichen Behinderung den renommierten Akutagawa-Preis und wurde für den International Booker Prize 2025 nominiert.

    Worum geht's genau?

    Shaka Izawa lebt nach dem Tod ihrer Eltern in einem Pflegeheim außerhalb Tokios. Aufgrund ihrer schweren Wirbelsäulenkrümmung ist sie auf einen elektrischen Rollstuhl und ein Beatmungsgerät angewiesen. Trotz ihrer körperlichen Einschränkungen ist sie geistig aktiv: Sie studiert online, schreibt erotische Kurzgeschichten und teilt provokante Gedanken auf Social Media. Als ein Pfleger sie auf ihre Beiträge anspricht, nutzt Shaka die Gelegenheit, ihm ein unmoralisches Angebot zu machen, um eine Samenspende zu erhalten. Diese Entscheidung führt zu einer Reihe von Ereignissen, die ihre Sicht auf sich selbst und ihre Umwelt nachhaltig verändern.

    Meine Meinung

    Ich habe „Hunchback“ als kostenloses Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten – vielen Dank an NetGalley und den Ecco Verlag dafür. Mit nur 96 Seiten ist es eher ein Büchlein, doch der Inhalt ist intensiv und vielschichtig.

    Von Beginn an wird man direkt in Shakas Gedankenwelt hineingezogen. Ihre scharfsinnigen Beobachtungen und ihr schwarzer Humor machen sie zu einer faszinierenden Erzählerin. Besonders in Erinnerung bleiben wird für mich das Thema Barrierefreiheit in der Literatur: Shakas Schwierigkeiten beim Lesen physischer Bücher werfen ein Licht auf die oft übersehenen Herausforderungen, denen sich Menschen mit Behinderungen gegenübersehen. Auch für mich war wirklich neu, wie vielfältig die Herausforderungen beim Lesen sein können abseits der "bekannten" Behinderungen, die beim Lesen einschränkend sein können. Auch die Darstellung von Shakas Sexualität ist mutig und ehrlich. Ihre Wünsche und Fantasien werden nicht beschönigt, sondern in ihrer ganzen Komplexität gezeigt. Dies bietet eine seltene Perspektive auf das Leben einer Frau mit Behinderung, die sich nach körperlicher Nähe und Selbstbestimmung sehnt. So beispielsweise Shakas provokante Aussagen wie diese hier:

    Ich rufe auf dem iPhone meinen privaten Twitter-Account auf und tweete: ›Im Swinger-Club Kondome von der Decke regnen lassen – der Job würde mir auch gefallen.‹ Es ist ein unbedeutender Account, der von niemandem groß gelikt wird. Kein Wunder! Wie soll man auch auf einen Account reagieren, auf dem eine praktisch bettlägerige, schwerbehinderte Frau immerzu grummelt: ›Im nächsten Leben werde ich Edelnutte.‹ (Buchzitat, E-Book, S. 11)
    Solche Textstellen wirkt zunächst schockierend, sind jedoch Ausdruck ihres Wunsches nach Normalität und Selbstbestimmung.

    Der Schreibstil erinnert stellenweise an einen Essay, was gut zum Text an sich passt. Es ist eine gelungene Mischung aus Autofiktion, Wutrede und poetischer Reflexion. Vielleicht gerade deshalb hat es mich sehr gefesselt, auch wenn ich das Buch sowohl inhaltlich als auch sprachlich stellenweise herausfordernd fand. Die Beziehung zu ihrem Pfleger Tanaka ist komplex und wirft Fragen zu Machtverhältnissen und Autonomie auf. Als begeisterte Musikerin habe ich auch die musikalischen Anspielungen geschätzt, wie die Beschreibung ihrer Kommunikation als atonal, ähnlich wie bei Schönberg.

    Fazit

    „Hunchback“ ist ein kraftvolles, unbequemes und zugleich humorvolles Werk, das einen neuen Blick auf das Thema Behinderung bietet. Es fordert heraus, regt zum Nachdenken an und bleibt lange im Gedächtnis. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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