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Die salzweißen Augen
Vierzehn Briefe über Drastik und Deutlichkeit

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Liebe Sonja«, schreibt David in diesen aufklärerischen und verzweifelten Briefen an eine angebetete Mitschülerin von einst, »zurückzuschauen ist nicht immer die beste Idee: Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war. Und Lots Frau sah hinter sich und ward zur Salzsäule.«
Dennoch hält er Rückschau: Damals, in den »klebrigen siebziger Jahren«, wollte Sonja wissen, was ihn an Heavy Metal, an Zombie- und Pornofilmen und Horrorcomics denn fasziniere. Jetzt, in den Briefen, holt er aus, zitiert Gräßliches und definiert theoretisch: Drastik, das ist »die kulturindustrielle Form, die das Selbstwunsch- und -angstbild von modernen Menschen annimmt, wenn die sozialen Versprechen der Moderne nicht eingelöst werden ...« Doch angetrieben wird seine Erklärung von der eigenen Geschichte: einem kaputten Elternhaus, der Sonjafixierung, Drogenerfahrungen, einem Zusammenbruch.
Nein, die Liebe zur Drastik ist kein Spiel, sagt der Briefschreiber, und die zu Sonja, der er Drastik und Deutlichkeit erklären möchte, erst recht nicht. Wie gehören beide zusammen? Dietmar Daths waghalsiger Romanessay gräbt in der Geschichte einer Jugend nach Antwort.

Über den Autor / die Autorin



Dietmar Dath, 1970 geboren, ist Autor und Übersetzer. Er war Chefredakteur der Zeitschrift
Spex
und von 2001 bis 2007 Feuilletonredakteur der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung
, seit September 2011 ist er dort Filmkritiker.



Dietmar Dath veröffentlichte fünfzehn Romane, außerdem Bücher und Essays zu wissenschaftlichen, ästhetischen und politischen Themen, darunter die Streitschrift
Maschinenwinter
(2008) und die
BasisBiographie Rosa Luxemburg
(2010). Jüngst ist Dietmar Dath auch als Dramatiker und Lyriker in Erscheinung getreten. Er lebt in Freiburg und Frankfurt am Main.

Zusammenfassung


Liebe Sonja«, schreibt David in diesen aufklärerischen und verzweifelten Briefen an eine angebetete Mitschülerin von einst, »zurückzuschauen ist nicht immer die beste Idee: Da ließ der Herr Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war. Und Lots Frau sah hinter sich und ward zur Salzsäule.«


Dennoch hält er Rückschau: Damals, in den »klebrigen siebziger Jahren«, wollte Sonja wissen, was ihn an Heavy Metal, an Zombie- und Pornofilmen und Horrorcomics denn fasziniere. Jetzt, in den Briefen, holt er aus, zitiert Gräßliches und definiert theoretisch: Drastik, das ist »die kulturindustrielle Form, die das Selbstwunsch- und -angstbild von modernen Menschen annimmt, wenn die sozialen Versprechen der Moderne nicht eingelöst werden ...« Doch angetrieben wird seine Erklärung von der eigenen Geschichte: einem kaputten Elternhaus, der Sonjafixierung, Drogenerfahrungen, einem Zusammenbruch.

Nein, die Liebe zur Drastik ist kein Spiel, sagt der Briefschreiber, und die zu Sonja, der er Drastik und Deutlichkeit erklären möchte, erst recht nicht. Wie gehören beide zusammen? Dietmar Daths waghalsiger Romanessay gräbt in der Geschichte einer Jugend nach Antwort.

Produktdetails

Autoren Dietmar Dath
Verlag Suhrkamp
 
Sprachen Deutsch
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 23.04.2024
Thema Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)
 
EAN 9783518243893
ISBN 978-3-518-24389-3
Anzahl Seiten 215
Abmessung (Verpackung) 12 x 20 x 1.5 cm
Gewicht (Verpackung) 254 g
 
Themen Liebe, Moderne, Briefe, entspannen, Jugend, Weltanschauung, Rückschau, Dietmar Dath, auseinandersetzen, Drastik, Deutlichkeit, Reinhold-Schneider-Preis 2020, Kurd Laßwitz Preis 2009
 

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