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Die ursprüngliche Wohlstandsgesellschaft

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Mit diesem kurzen Text, der in den 1970er-Jahren als erstes Kapitel eines ganzen Bandes zu den Stone Age Economics erschien und erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt, bricht Marshall Sahlins mit dem vorherrschenden ökonomischen Paradigma, dass mehr Arbeit auch mehr Wohlstand bringt. Denn bis heute wird es weltweit täglich Lügen gestraft, was der Annahme von der ursprünglichen Wohlstandgesellschaft die Brisanz verleiht, die sie noch immer hat: Was wäre, wenn wir immer schon reich gewesen sind? Und was verschiebt sich, wenn wir Armut nicht als eine geringe Menge an Gütern im Besitz Einzelner begreifen, sondern als ein Verhältnis zwischen den Menschen? Was der weltberühmte Anthropologe anhand empirischer Beispiele entwirft, stellt einen radikalen theoretischen Bruch mit dem Höher-Schneller-Weiter dar, das die westliche Konsumgesellschaft vorantreibt.
Wenn es neben der Befriedigung von Bedürfnissen durch immer größere Produktion noch einen anderen Weg gibt, dann sollten wir ihn gerade angesichts der Vernutzung unseres Planeten und der Ungleichheit in der Verteilung von Teilhabe wieder in Betracht ziehen: dass Reichtum auch darin bestehen kann, weniger zu begehren.

Über den Autor / die Autorin










Marshall Sahlins, geboren 1930, gilt als einer der einflussreichsten und originellsten US-amerikanischen Sozialanthropologen der Gegenwart. Er lässt sich auf keine Schule festlegen und vertritt substantivistische, formalistische, strukturalistische, marxistische und neoevolutionistische Standpunkte. Er starb 2022.
Heide Lutosch
, 1972 in Niedersachsen geboren, lebt in Leipzig und hat bisher zahlreiche Sachbücher zu so diversen Themen wie Selbstmitgefühl, Thomas Mann oder Elefanten aus dem Englischen übersetzt.

Andreas Gehrlach, 1981 geboren, studierte Literaturwissenschaft in Tübingen und ist Wissenschaftler am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Er beschäftigt sich mit modernen und antiken Kulturtheorien und forscht zu prekären, kriminellen und politischen Ökonomien.
Andreas Gehrlach, 1981 geboren, studierte Literaturwissenschaft in Tübingen und ist Wissenschaftler am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Er beschäftigt sich mit modernen und antiken Kulturtheorien und forscht zu prekären, kriminellen und politischen Ökonomien.


Zusammenfassung


Mit diesem kurzen Text, der in den 1970er-Jahren als erstes Kapitel eines ganzen Bandes zu den
Stone Age Economics
erschien und erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt, bricht Marshall Sahlins mit dem vorherrschenden ökonomischen Paradigma, dass mehr Arbeit auch mehr Wohlstand bringt. Denn bis heute wird es weltweit täglich Lügen gestraft, was der Annahme von der ursprünglichen Wohlstandgesellschaft die Brisanz verleiht, die sie noch immer hat: Was wäre, wenn wir immer schon reich gewesen sind? Und was verschiebt sich, wenn wir Armut nicht als eine geringe Menge an Gütern im Besitz Einzelner begreifen, sondern als ein Verhältnis zwischen den Menschen? Was der weltberühmte Anthropologe anhand empirischer Beispiele entwirft, stellt einen radikalen theoretischen Bruch mit dem Höher-Schneller-Weiter dar, das die westliche Konsumgesellschaft vorantreibt.

Wenn es neben der Befriedigung von Bedürfnissen durch immer größere Produktion noch einen anderen Weg gibt, dann sollten wir ihn gerade angesichts der Vernutzung unseres Planeten und der Ungleichheit in der Verteilung von Teilhabe wieder in Betracht ziehen: dass Reichtum auch darin bestehen kann, weniger zu begehren.

Zusatztext

»Eine andere Ökonomie: Marshall Sahlins’ wirkmächtiger Text über die steinzeitlichen Jäger und Sammler.« – Helmut Mayer

Bericht

»Eine andere Ökonomie: Marshall Sahlins' wirkmächtiger Text über die steinzeitlichen Jäger und Sammler.« - Helmut Mayer Helmut Mayer FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung 20241130

Produktdetails

Autoren Marshall Sahlins, Andreas Gehrlach
Mitarbeit Andreas Gehrlach (Herausgeber), Heide Lutosch (Herausgeber), Andreas Gehrlach (Vorwort), Heide Lutosch (Übersetzung)
Verlag Matthes & Seitz Berlin
 
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 26.09.2024
Thema Sachbuch > Politik, Gesellschaft, Wirtschaft > Gesellschaft
 
EAN 9783751830249
ISBN 978-3-7518-3024-9
Anzahl Seiten 143
Abmessung (Verpackung) 11.2 x 1.1 x 17.9 cm
Gewicht (Verpackung) 128 g
Originaltitel Stone Age Economics
 
Serie Fröhliche Wissenschaft > 241
Fröhliche Wissenschaft 240 > 240
Themen Anthropologie, Ökonomie, Essay, Ethnologie, Verstehen, Kulturanthropologie, Steinzeit, Wohlstand, Inuit, Konsumgesellschaft, Polemik, Soziologie und Anthropologie, Marshall Sahlins
 

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