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Zugunruhe
Roman

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Zugunruhe, das ist die Rastlosigkeit von Vögeln im Vorfeld ihrer Migration, die nächtliche Sehnsucht, das Gefühl, dem Lockruf der Ferne kaum noch widerstehen zu können - was im Umkehrschluss heißt: Nichts hält mehr an diesem Ort, der zusehends unwirtlich wird. Und unwirtlich, geradezu verloren erscheint dem Protagonisten in Levin Westermanns Debütroman die Welt - und was die Menschen in ihrem Fortschrittssturm daraus gemacht haben. Flankiert von Katastrophenmeldungen, von Berichten über Pandemie und Klimakrise, von Weltraumkolonialisierungsträumen, streift er durch Landschaften der Schweiz und Deutschlands, vorbei an Raketenstationen und misstrauischen Blicken, und protokolliert die ungezügelte Zerstörungswut der Menschen, einer Spezies außer Rand und Band, die vergessen hat, dass sie nicht allein ist auf diesem Planeten, dass sie umgeben ist von Leben, und die allen Warnungen zum Trotz nicht aufhört, jenen Sturm noch weiter anzufachen. So erweist sich die Unruhe letztlich als Ausdruck der Verfallsgeschichte von Natur und Kultur, die Westermann am Kipppunkt einzufangen weiß, als ein Aufbegehren im Angesicht des drohenden Untergangs.

Über den Autor / die Autorin

Levin Westermann, 1980 in Meerbusch geboren, studierte an der Hochschule der Künste Bern und lebt als freier Schriftsteller in Biel. 2020 wurde er mit dem renommierten Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg ausgezeichnet, 2021 mit den Schweizer Literaturpreis 2022 mit dem Deutschen Preis für Nature Writing.

Zusammenfassung

Zugunruhe, das ist die Rastlosigkeit von Vögeln im Vorfeld ihrer Migration, die nächtliche Sehnsucht, das Gefühl, dem Lockruf der Ferne kaum noch widerstehen zu können – was im Umkehrschluss heißt: Nichts hält mehr an diesem Ort, der zusehends unwirtlich wird. Und unwirtlich, geradezu verloren erscheint dem Protagonisten in Levin Westermanns Debütroman die Welt – und was die Menschen in ihrem Fortschrittssturm daraus gemacht haben. Flankiert von Katastrophenmeldungen, von Berichten über Pandemie und Klimakrise, von Weltraumkolonialisierungsträumen, streift er durch Landschaften der Schweiz und Deutschlands, vorbei an Raketenstationen und misstrauischen Blicken, und protokolliert die ungezügelte Zerstörungswut der Menschen, einer Spezies außer Rand und Band, die vergessen hat, dass sie nicht allein ist auf diesem Planeten, dass sie umgeben ist von Leben, und die allen Warnungen zum Trotz nicht aufhört, jenen Sturm noch weiter anzufachen. So erweist sich die Unruhe letztlich als Ausdruck der Verfallsgeschichte von Natur und Kultur, die Westermann am Kipppunkt einzufangen weiß, als ein Aufbegehren im Angesicht des drohenden Untergangs.

Vorwort


Mit zornig-zartem Blick erzählt Levin Westermann von der Erde als einem Ort

voller Schlafender, die auf den Abgrund zusteuern und dabei alles mit sich zu reißen drohen

Zusatztext

Levin Westermanns „Zugunruhe“ ist ein zwingendes, ein notwendiges Buch. Es lädt ein zu einer produktiven, potentiell unabschließbaren Lektüre, weil sich Satz für Satz Verbindungen auftun, denen nachgegangen werden kann. Vor allem aber lädt es dazu ein, vorgebliche Gewissheiten und scheinbare Normalitäten in Frage zu stellen und uns einzuüben in eine empathische, eine teilhabende Betrachtung und Erfahrung von Welt.

Bericht

»Mit zornig-zartem Blick erzählt er von der Erde als einem Ort voller Schlafender, die auf den Abgrund zusteuern und dabei alles mit sich zu reißen drohen. Ihr setzt er die schneidend helle Kraft seiner Sprache entgegen - auf dass wir aus dem Schlummer schrecken, um endlich klar zu sehen, uns endlich einzugestehen, was geschieht.« - Buchhandlung Schwarz Michael Schwarz Buchhandlung Schwarz 20241106

Produktdetails

Autoren Levin Westermann
Verlag Matthes & Seitz Berlin
 
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 15.03.2024
Thema Belletristik > Erzählende Literatur > Gegenwartsliteratur (ab 1945)
 
EAN 9783751809627
ISBN 978-3-7518-0962-7
Anzahl Seiten 192
Abmessung (Verpackung) 12.5 x 2 x 20.5 cm
Gewicht (Verpackung) 303 g
 
Themen Wut, Deutschland, Schweiz, Swissness, Zug, Wanderung, Rassismus, Klimakrise, Tierversuche, Corona, auseinandersetzen, ursula k. le guin, Lyrik / Lyrische Stile, Vogelmigration, Andreas Malm
 

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