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Die heißen Jahre - Ein ungezähmtes, leidenschaftliches Buch über das Theater der 70er Jahre
In seinen lang erwarteten Memoiren setzt der große deutsche Theaterregisseur Peter Zadek die fesselnde Erzählung seines turbulenten Lebens und seiner bahnbrechenden Karriere fort. Die heißen Jahre taucht tief in das pulsierende Jahrzehnt der 70er ein, als Zadek als Intendant des Bochumer Schauspielhauses und später am Hamburger Schauspielhaus seine legendärsten Inszenierungen schuf.
Von der hinreißenden Revue Kleiner Mann, was nun? bis hin zu seinen denkwürdigen Shakespeare-Interpretationen wie Der Kaufmann von Venedig und Hamlet seziert Zadek mit Witz, Sarkasmus und Zärtlichkeit die Entstehung seiner Meisterwerke. Er gewährt intime Einblicke in die explosive Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder, die Entdeckung des jungen Herbert Grönemeyer und sein turbulentes Privatleben.
Lebendig, direkt und voller Überraschungen zeichnet Die heißen Jahre das Bild einer Ära, in der das Theater eine unglaubliche Energie entwickelte. Ein unverwechselbar phantasievolles Werk, das die Magie von Zadeks Theater und die Kraft seiner visionären Inszenierungen feiert.
Über den Autor / die Autorin
Peter Zadek (1926 bis 2009), geboren in Berlin. Studium in Oxford, seit 1946 Theaterarbeit in England, ab 1958 meist in Deutschland. Intendant in Bochum (1972 bis 1975) und Hamburg (1985 bis 1989), seitdem Arbeit als freier Regisseur u.a. in Wien, München und Berlin. Insbesondere seine Shakespeare-Inszenierungen haben Theatergeschichte geschrieben.
Zusammenfassung
Ein ungezähmtes, leidenschaftliches Buch über das Theater – Peter Zadeks Erinnerungen an die 70er Jahre Die lange erwartete Fortsetzung von Peter Zadeks erstem Erinnerungsbuch My way, die turbulenten 70er Jahre in Bochum und Hamburg, die historischen Shakespeare-Inszenierungen, ein heftiges Theaterjahrzehnt.
Im Mai 2006 feiert der große deutsche Theaterregisseur Peter Zadek seinen 80. Geburtstag. Bis zum heutigen Tag sind seine Inszenierungen Herausforderungen für das Publikum und Meilensteine der zeitgenössischen Kultur. Die Grundlage für seinen heutigen Ruhm hat Peter Zadek endgültig in den 70er Jahren gelegt, in seiner legendären Zeit als Intendant des Bochumer Schauspielhauses.Die hinreißende Revue Kleiner Mann, was nun? (nach Hans Fallada) war 1972 der Startschuss für eine Serie von magischen Theaterereignissen, v. a. großen Shakespeareinszenierungen von Der Kaufmann von Venedig bis Hamlet. Aus ganz Deutschland fuhr man nach Bochum, um Ulrich Wildgruber, Hermann Lause oder Eva Mattes zu sehen. Es folgen die großen Inszenierungen am Hamburger Schauspielhaus bei Ivan Nagel, z. B. mit Ulrich Wildgrubers historischem Othello oder Ibsens Wildente.
Peter Zadek setzt so sein erstes Erinnerungsbuch My Way fort, wieder ein heftiges Lesevergnügen, wieder ein sehr unordentliches Buch, lebendig wegen seiner direkten, mündlichen Erzählform, voller Witz, Sarkasmus, Zärtlichkeit und Überraschungen: die explosive Zusammenarbeit mit R. W. Fassbinder, der junge Schauspieler Herbert Grönemeyer, das turbulente Privatleben, die Arbeit als Filmregisseur.
So entsteht das Bild einer Zeit, in der das Theater der Bundesrepublik eine unglaubliche Energie hatte, und man folgt Peter Zadek in seine Werkstatt, wo sich seine unverwechselbare Phantasie auf verschlungenen Wegen entfaltet und wo mit wunderbaren Schauspielern seine denkwürdigen Inszenierungen entstehen.
Zusatztext
»Angenehm schnoddrig und unaufgeregt [...]. Hier öffnet sich einer, ohne Rücksicht zu nehmen – das macht das Buch auch spannend für Leser, die keine Theaterbetriebsnudeln sind.«
Bericht
»Ein höchst lesenswertes und unterhaltsames Buch, gespickt mit Anekdoten, Bekenntnissen, Liebes- und Lebenserklärungen, geschrieben im nonchalanten, oft saloppen Zadek-Plauderton.« Süddeutsche Zeitung