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Hans Hollein (1934-2014), einziger österreichischer Pritzker-Preisträger und in den 1960er-Jahren selbst proklamierter Avantgardist, war zeit seines Lebens ein akribischer Kurator seines eigenen Werkes. Gleichzeitig wurde sein Werk in der Rezeption oft von seiner Persönlichkeit überstrahlt. Das englischsprachige Buch Hollein Calling: Architectural Dialogues geht dem Phänomen Hollein aus heutiger Sicht nach. Im Dialog mit Positionen der jüngeren Generation von Architektinnen und Architekten entsteht eine Neubewertung, die Holleins Denken und Bauen in den aktuellen Diskurs zurückholt.
Wegweisende Projekte des Ateliers Hollein treffen auf heutige Entwürfe von 15 europäischen Architekturbüros. In Interviews, die den ersten Teil des Buches bilden, sprechen diese über ihre Beziehung zu Hollein und seinem Werk, von fundierter Kenntnis über punktuelle Bewunderung einzelner Aspekte bis hin zu Skepsis und Kritik. Themen wie kulturelle Identität, Bildwelten, Entwurfswerkzeuge sowie Architektur als eigenständige Kulturproduktion ziehen sich als roter Faden durch die Gespräche. Der zweite Teil besteht aus einer Auswahl von Bauten Holleins, die anhand von Skizzen, Modellen, Fotos, Prototypen und Dokumenten aus dem Archiv Hans Hollein, Az W und MAK - vieles bisher unveröffentlicht - und neuen kontextualisierenden Texten präsentiert werden. Verbunden werden die beiden Teile durch ein Begriffsraster, das aus pointierten Texten und Bildern besteht.
Über den Autor / die Autorin
Lorenzo De Chiffre
ist Architekt und Senior Scientist an der TU Wien sowie Autor zahlreicher Texte über Architektur in Büchern und internationalen Zeitschriften.
Theresa Krenn
und
Benni Eder
führen in Wien das Architekturbüro studio ederkrenn. Neben Praxis, Forschen und Schreiben über Architektur lehren sie beide an der TU Wien.
Mark Lee
ist Partner im Architekturbüro Johnston Marklee in Los Angeles und war Kurator der Chicago Architecture Biennial 2017.
Monika Platzer
ist Kunsthistorikerin und als Kuratorin und Sammlungsleiterin des Architekturzentrum Wien (Az W) tätig.
Das Architekturzentrum Wien
(Az W) ist das österreichische Architekturmuseum und hat sich international als herausragender Ort der Architekturvermittlung etabliert. Das Az W zeigt, diskutiert, sammelt und erforscht, wie Architektur und Stadtentwicklung das tägliche Leben aller Menschen prägen.
Zusammenfassung
Younger architecture firms in dialogue with the work of Austrian Pritzker Prize laureate Hans Hollein (1934–2014): Almannai Fischer, Baukuh, Bovenbouw, Claudia Cavallar, Asli Çiçek, Conen Sigl, Doorzon, Expanded Design, Martin Feiersinger, David Kohn, Kuehn Malvezzi, Lütjens Padmanabhan, Manthey Kula, Monadnock, and OFFICE Kersten Geers David Van Severen