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Wissensspeicher in der Bundesrepublik
Die Deutsche Bibliothek in Frankfurt am Main 1945 - 1990

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Die Deutsche Bibliothek war Produkt des Kalten Krieges, Kulturspeicher mit mühseliger Erfolgsgeschichte und westdeutsches Gedächtnislabor nach dem NS.Kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges und mit Blick auf die absehbare deutsche Teilung mit US-amerikanischer Schützenhilfe gegründet, konnte die Deutsche Bibliothek in Frankfurt a. M. kein unpolitischer Ort sein. Schon gar nicht, wenn sie sich auf die Fahnen schrieb, das gesamte Schrifttum in Deutschland zu sammeln. Die Auseinandersetzung mit der Leipziger Bücherei, die den gleichen Anspruch vom Osten her erhob, wurde zur zweiten Frankfurter Natur. Zugleich lernte die Deutsche Bibliothek in den 1950er Jahren, Rhetoriken des Kalten Kriegs einzusetzen, um von Skeptikern und der Bonner Politik anerkannt zu werden. Am ehesten kam sie in den 1960er Jahren mit der Emigrantenbibliothek (heute Exilarchiv) in der westdeutschen Demokratie an. Denn sie beteiligte und diskutierte das lange verdrängte Exil als Teil des zentralen Kulturspeichers. Planungspolitik und Technisierung machten die Bibliothek in den 1970er und 80er Jahren zu einer international wahrgenommenen Kulturinstanz. Die Wiedervereinigung 1990 kam unerwartet und mündete 2006 in der Verschmelzung mit der Deutschen Bücherei in Leipzig. Helke Rausch hat eine längst überfällige politische Zeitgeschichte der Deutschen Bibliothek geschrieben.

Über den Autor / die Autorin

Helke Rausch, Historikerin am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Sie ist u.a. John F. Kennedy Memorial Fellow am Minda de Gunzburg Center for European Studies der Harvard University. Ausgezeichnet mit einem SHAFR Global Scholars and Diversity Grant der Society for Historians of American Foreign Relations.

Zusatztext

»eine ebenso gründliche wie anregende Studie«
(Ludger Syré, Informationsmittel für Bibliotheken/IfB, 2024)

»Die Arbeit (...) bereichert (...) das Wissen um die Geschichte der Deutschen Nationalbibliothek und um die Entwicklung von Informationsinfrastrukturen in der Bundesrepublik während der deutschen Teilung erheblich.«
(Caroline Jessen, H-Soz-Kult, 22.03.2024)

»(Der) Band (enthält) interessante Einblicke vor allem in die Kulturpolitik der Bundesrepublik und lässt hoffen, dass sich die Verbindung von zeit- und bibliotheksgeschichtlicher Forschung auch bei weiteren Themen als fruchtbar erweist.«
(Stefan Cramme, Erziehungswissenschaftliche Revue 23, Juli 2024)

»ein Werk von reichem Gehalt (...). Der Gewinn des Buches besteht in der Einbettung der Deutschen Bibliothek in die zeithistorischen Zusammenhänge.«
(Michael Knoche, Arbitrium 42, 2024)

»(Eine) bisweilen aus unkonventionellem Blickwinkel erfrischend geschriebene, (...) gut lesbare und stets fundierte Studie«
(Sven Kuttner, Archiv für Sozialgeschichte 65, 2025)

»Rausch (liefert) eine kulturpolitisch fundierte Institutionengeschichte der Deutschen Bibliothek, die nicht zuletzt in methodischer Hinsicht anregend ist«
(Hendrikje J. Schauer, Zeitschrift für Germanistik, 1/2025)

Bericht

»eine ebenso gründliche wie anregende Studie« (Ludger Syre_, Informationsmittel für Bibliotheken/IfB, 2024) »Die Arbeit (...) bereichert (...) das Wissen um die Geschichte der Deutschen Nationalbibliothek und um die Entwicklung von Informationsinfrastrukturen in der Bundesrepublik während der deutschen Teilung erheblich.« (Caroline Jessen, H-Soz-Kult, 22.03.2024) »(Der) Band (enthält) interessante Einblicke vor allem in die Kulturpolitik der Bundesrepublik und lässt hoffen, dass sich die Verbindung von zeit- und bibliotheksgeschichtlicher Forschung auch bei weiteren Themen als fruchtbar erweist.« (Stefan Cramme, Erziehungswissenschaftliche Revue 23, Juli 2024) »ein Werk von reichem Gehalt (...). Der Gewinn des Buches besteht in der Einbettung der Deutschen Bibliothek in die zeithistorischen Zusammenhänge.« (Michael Knoche, Arbitrium 42, 2024) »(Eine) bisweilen aus unkonventionellem Blickwinkel erfrischend geschriebene, (...) gut lesbare und stets fundierte Studie« (Sven Kuttner, Archiv für Sozialgeschichte 65, 2025) »Rausch (liefert) eine kulturpolitisch fundierte Institutionengeschichte der Deutschen Bibliothek, die nicht zuletzt in methodischer Hinsicht anregend ist« (Hendrikje J. Schauer, Zeitschrift für Germanistik, 1/2025)

Produktdetails

Autoren Helke (Dr.) Rausch, Helke Rausch
Verlag Wallstein
 
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 15.10.2023
Thema Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Geschichte > Kulturgeschichte
 
EAN 9783835354876
ISBN 978-3-8353-5487-6
Anzahl Seiten 430
Illustration 8 Abb.
Abmessung (Verpackung) 16.8 x 3 x 24 cm
Gewicht (Verpackung) 819 g
 
Themen Wissen, Bibliothek, Frankfurt, Kulturwissenschaften, Westdeutschland, BRD bis 1990, Bibliotheks- und Informationswissenschaften / Museumskunde, Bibliothek: Erwerb und Aufbau von Sammlungen, Bibliotheksgeschichte, Wissensgeschichte, ca. 1945 bis ca. 1990 (die Zeit des Kalten Krieges), Bibliothekswissenschaft, Periode des Kalten Krieges (ca. 1945 bis ca. 1990), DNB
 

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