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Austrian Psycho Jack Unterweger
Jack Unterweger

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Jack Unterweger: Das ist mehr als bloß Stoff für True Crime. Bis heute hält der Serienmörder und »Häfenpoet« die Nachwelt in seinem Bann. 1990 kommt der verurteilte Frauenmörder, der sich im Gefängnis zum gefeierten Schriftsteller gewandelt hat, frei - auf Druck der Kulturszene. Jelinek, Grass, Jandl machen sich für ihn stark. Er gilt als rehabilitiert, wird in Wiens besserer Gesellschaft verehrt. Doch Unterweger mordet weiter. Elf Frauen verlieren ihr Leben. Wie gelang es ihm, die Menschen für sich zu vereinnahmen? Sie regelrecht zu verführen? Der deutsche Journalist und Autor Malte Herwig beleuchtet in »Austrian Psycho« den Fall aus einem neuen, unbekannten Blickwinkel: Er verwebt verbriefte Fakten, Gespräche mit Zeitzeug:innen und Unterwegers Aussagen zu einer packenden dokumentarischen Erzählung - und entlarvt so die abgründige Faszination als das trickreiche Spiel des Serienkillers mit Sprache.

Über den Autor / die Autorin

Malte Herwig lebt in Hamburg. Er ist Autor und Host der Podcasts »Faking Hitler« (Stern) und »JACK. Gier frisst Schönheiten« (NDR). Er hat für das Magazin der »Süddeutschen Zeitung«, »Spiegel« und »Stern Crime« viele prominente Künstler:innen und Kriminelle interviewt. Über manche von ihnen schrieb er danach Biografien: »Françoise Gilot. Die Frau, die Nein sagt« (Diogenes, 2021), »Der große Kalanag« (Penguin Verlag, 2021) und »Meister der Dämmerung: Peter Handke« (Pantheon, 2020).

Bericht

Malte Herwig gelingt es, die alten Verklärungen beiseitezuwischen. Und in Jack Unterweger den zu sehen, der er war. Süddeutsche Zeitung

Produktdetails

Autoren Malte Herwig
Verlag Molden
 
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 25.01.2024
Thema Belletristik > Spannung > Krimis, Thriller, Spionage
 
EAN 9783222151125
ISBN 978-3-222-15112-5
Anzahl Seiten 128
Abmessung (Verpackung) 12 x 1.6 x 19 cm
Gewicht (Verpackung) 223 g
 
Themen Fegefeuer, True Crime, True Crime Podcast, eintauchen, True Crime deutsch, Jack Unterweger, jack unterwger film, true crime österreich
 

Kundenrezensionen

  • Spannendes Sachbuch über einen Serienmörder

    Am 03. März 2024 von Bücherfreundin geschrieben.

    Im neuen Buch "Austrian Psycho" des Hamburger Journalisten und Autors Malte Herwig geht es um den österreichischen Serienmörder Jack Unterweger, dem es gelang, die Wiener Kulturszene für sich einzunehmen und für seine Zwecke auszunutzen.
     
    Jack Unterweger wird 1976 wegen Mordes an einer jungen Frau zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. In der Haft holt er seinen Hauptschulabschluss nach und beginnt mit dem Schreiben. 1983 veröffentlicht er seinen autobiografischen Roman "Fegefeuer oder Die Reise ins Zuchthaus". Er wird als "Häfenpoet" bekannt, die österreichische Literaturszene interessiert sich für ihn und erreicht durch zahlreiche Petitionen namhafter Intellektueller, dass Unterweger 1990 ohne jegliche Auflagen auf Bewährung entlassen wird. Sechs Monate später beginnt eine Mordserie an Prostituierten ...
     
    Auf nur 128 Seiten wird in drei Kapiteln Jack Unterwegers Leben aufgeblättert. In "Fegefeuer", dem ersten und umfangreichsten Kapitel, geht es neben Unterwegers Kindheit und Jugend um die Jahre im Gefängnis, das zweite Kapitel, "Paradies", beschäftigt sich mit der Zeit nach seiner Entlassung, und im dritten Kapitel, "Inferno", geht es um die kurze Zeitspanne nach seiner Verhaftung. 
     
    Das Buch ist packend geschrieben, und die Erzählweise des Autors ist genial: er beauftragt einen nicht näher benannten fiktiven Ich-Erzähler, einen Bericht über Unterweger zu schreiben, und versorgt ihn dafür mit zahlreichen Dokumenten. Das ermöglicht dem Autor, den Serienmörder aus unterschiedlichen Sichtweisen darzustellen. Er zeichnet ein genaues Bild Unterwegers, und wir erfahren, dass dieser nicht nur eine starke Anziehungskraft auf Frauen ausübte, sondern auch ein Lügner und Plagiator war, der durch seine charmante und sanfte Art zahlreiche Menschen für sich einnahm, sie manipulierte und für seine Zwecke ausnutzte.
     
    Malte Herwig deckt dank intensiver Recherchen neue und entlarvende Fakten über Jack Unterweger auf und legt dabei den Schwerpunkt seines spannenden und fesselnden Buches auf dessen Tätigkeit als Schriftsteller.

    Leseempfehlung für dieses interessante Buch!

  • Mörder, Blender und Schriftsteller

    Am 12. Januar 2024 von Barbara Bayer geschrieben.

    ack Unterweger ist der Austrian Psycho, der seine schriftstellerische Karriere als verurteilter Frauenmörder begann. Aus dem Gefängnis heraus schafft er es, sich besser lesen und schreiben anzueignen und schließlich sein erstes Buch zu verfassen, in dem er seine eigene Vergangenheit verarbeitet. Er überzeugt Gefängnisdirektoren, Politiker und bekannte Schriftsteller, sich für ihn einzusetzen, ihm Privilegien zu gewähren. Die Frauenherzen fliegen ihm zu, aber Frauen waren für Unterberger vor allem eins: nützlich. Sie helfen ihm bei seinen Ambitionen, Schriftsteller zu werden, unterstützen ihn, halten ihn nach seiner Entlassung sogar aus. Und er versteht es, sich gut zu vermarkten um bekannte Größen auf seine Seite zu ziehen. Kaum vorstellbar, da er nach seiner Entlassung lange weiter mordet, bevor man ihm auf die Schliche kommt.
    Es ist erschreckend zu lesen, dass ein Serienmörder so eloquent, charmant und überzeugend sein kann, dass er viele intelligente Menschen von sich überzeugen konnte - jenseits des bekannten Phänomens, dass inhaftierte Mörder häufig liebevolle Zuschriften von Frauen bekommen.
    Durch dieses Buch steht Unterweger in einer Reihe mit anderen traurigen Berühmtheiten, zum Beispiel dem Baulöwen Jürgen Schneider oder der Hochstaplerin Anna Sorokin, die es unbegreiflicher Weise alle geschafft haben, sehr vielen Menschen ein falsches Bild vorzugaukeln.
    Etwas verwirrt hat mich, dass der Text offensichtlich nicht von Malte Herwig verfasst wurde, sondern von einem anonym bleibenden Autor, den er damit beauftragt hatte und der Unterweger persönlich kannte.
    Ein interessantes Sachbuch über einen Psychopathen, der die Wiener Society als Schriftsteller verblendete.

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