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Der gegenwärtige Gott
Die paulinische Rede von Gott im Horizont der Tradition

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Nach langer Zeit hat die Paulus-Forschung das Thema der "Gotteslehre" entdeckt. Die "Rede von Gott" ist für Paulus keine selbstverständliche Voraussetzung. Vielmehr muss er sie von seiner Christus-Begegnung vor Damaskus ausgehend neu durchdenken. Dabei bezieht er sich nicht nur auf die frühjüdische, sondern auch auf die frühchristliche Tradition, die er vor seiner Bekehrung als Blasphemie angesehen hatte. In dieser frühchristlichen Tradition sind wesentliche Aussagen über die Christologie bereits enthalten. Paulus "erfindet" also keine neue Christologie, wie häufig suggeriert wird. Er durchdenkt vielmehr die Konsequenzen der Christus-Offenbarung für die Gotteslehre und die Soteriologie. Dieser Prozess von Tradition und Interpretation wird in der Untersuchung an den paulinischen Hauptbriefen in chronologischer Reihenfolge entlanggehend nachgezeichnet. So entsteht ein zusammenhängendes Bild der paulinischen Rede von Gott sowie eine Beschreibung des Prozesses, in der die Theologie des Paulus sich entwickelt. Deutlich wird: Paulus ist viel "traditioneller" als oft angenommen wird. Seine Wirkung ist aber darin begründet, dass er eine Interpretation der Tradition vornimmt, die konsequent von dem Gedanken des gegenwärtigen Gottes bestimmt ist.

Über den Autor / die Autorin

Martin Bauspieß, PD Dr., ist Pfarrer und Privatdozent für Neues Testament an der Universität Tübingen.David du Toit ist Professor für Neues Testament (Literatur und Geschichte des Urchristentums) an der FAU Erlangen-Nürnberg.Martin Leuenberger ist Professor für Altes Testament an der Universität Tübingen.Dr. Johannes Schnocks ist Professor für Zeit- und Religionsgeschichte des Alten Testaments an der Universität Münster (oder: an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster).

Dr. Johannes Schnocks is Professor for History and Religion of the Old Testament at the University of Muenster.
Michael Tilly ist Professor für Neues Testament und Antikes Judentum an der Eberhard Karls Universität in Tübingen.

Zusammenfassung

Nach langer Zeit hat die Paulus-Forschung das Thema der „Gotteslehre“ entdeckt. Die „Rede von Gott“ ist für Paulus keine selbstverständliche Voraussetzung. Vielmehr muss er sie von seiner Christus-Begegnung vor Damaskus ausgehend neu durchdenken. Dabei bezieht er sich nicht nur auf die frühjüdische, sondern auch auf die frühchristliche Tradition, die er vor seiner Bekehrung als Blasphemie angesehen hatte. In dieser frühchristlichen Tradition sind wesentliche Aussagen über die Christologie bereits enthalten. Paulus „erfindet“ also keine neue Christologie, wie häufig suggeriert wird. Er durchdenkt vielmehr die Konsequenzen der Christus-Offenbarung für die Gotteslehre und die Soteriologie. Dieser Prozess von Tradition und Interpretation wird in der Untersuchung an den paulinischen Hauptbriefen in chronologischer Reihenfolge entlanggehend nachgezeichnet. So entsteht ein zusammenhängendes Bild der paulinischen Rede von Gott sowie eine Beschreibung des Prozesses, in der die Theologie des Paulus sich entwickelt. Deutlich wird: Paulus ist viel „traditioneller“ als oft angenommen wird. Seine Wirkung ist aber darin begründet, dass er eine Interpretation der Tradition vornimmt, die konsequent von dem Gedanken des gegenwärtigen Gottes bestimmt ist.

Vorwort

Martin Bauspieß untersucht die paulinische Rede von Gott anhand einer chronologischen Analyse einiger zentraler Texte aus den Hauptbriefen des Apostels. Zentral ist die Frage, wie die Rede von Gott durch die christologischen Grundüberzeugungen des Paulus bestimmt wird. Bauspieß beschreibt sowohl die Anknüpfung an die Tradition wie auch deren Interpretation. Es zeigt sich: Der Gedanke, dass Gott gegenwärtig ist und gegenwärtig handelt, ist für Paulus entscheidend. Eine Theologie, die Paulus folgt, hat mit dieser Gegenwart zu rechnen und mit ihr auch im Denken ernst zu machen.

Produktdetails

Mitarbeit Johannes Schnocks (Herausgeber), Martin Leuenberger (Herausgeber), Michael Tilly (Herausgeber), Cilliers Breytenbach (Herausgeber), David S. Du Toit (Herausgeber), Schn (Herausgeber), Johannes Schnocks u a (Herausgeber), Martin Leuenberger (Prof. Dr.) (Herausgeber), Schnocks (Prof. Dr (Herausgeber), Johannes Schnocks (Herausgeber der Reihe), Martin Leuenberger (Herausgeber der Reihe), Michael Tilly (Herausgeber der Reihe), David S. Du Toit (Herausgeber der Reihe)
Autoren Martin Bauspiess, Martin (PD Dr.) Bauspiess
Verlag Vandenhoeck & Ruprecht
 
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 12.10.2023
Thema Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Religion/Theologie > Christentum
 
EAN 9783525560846
ISBN 978-3-525-56084-6
Anzahl Seiten 495
Abmessung (Verpackung) 17.2 x 3.8 x 23.1 cm
Gewicht (Verpackung) 928 g
 
Serie Wissenschaftliche Monographien zum Alten und Neuen Testament > Band 175
Themen Neues Testament
Exegese
Paulus
auseinandersetzen
 

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