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Die weite Landschaft der Altmark ist ein Paradies für Radler und Reiter, Wanderer und Skipper. Hier kann man in die Stille einzigartiger Natur eintauchen. Dazu kommen historische Hansestädte wie Tangermünde, Stendal, Gardelegen und Salzwedel, geprägt von norddeutscher Backsteingotik sowie romanischen Kirchen und Klöstern. Gemächlich mäandern Havel und Elbe durch das UNESCO-Biosphärenreservat; am Arendsee, in der weiten Mildeniederung und im Elb-Havel-Winkel erlebt man im Frühjahr und Herbst das grandiose Schauspiel des Vogelzugs durch Europa. Dieser Reiseführer stellt die »Wiege Preußens« umfassend vor und bietet viel Wissenswertes zur reichen Geschichte und Kultur der Region. Er enthält außerdem ausführliche aktuelle Reiseinformationen, persönliche Tipps, Hinweise für Aktivtouristen und Familien sowie Abstecher in die niedersächsischen und brandenburgischen Nachbarregionen.» Weitere Reiseführer zu interessanten Zielen in Deutschland finden Sie auf der Website des Trescher Verlags
Über den Autor / die Autorin
Heinzgeorg Oette, unweit von Mühlhausen (Thür.) geboren und in Weimar aufgewachsen, studierte Journalistik und promovierte anschließend an der Universität Leipzig zum Dr. rer. pol. Er arbeitete als Journalist und war ab 1989 Chefredakteur mehrerer großer Regionalzeitungen. Von 2000 bis 2011 war er als Geschäftsführer der Landesmarketing Sachsen-Anhalt GmbH und der Tourismus-Marketing Sachsen-Anhalt GmbH verantwortlich für die touristische Vermarktung des Bundeslandes. Danach Geschäftsführer einer großen Magdeburger Werbeagentur, ist er heute als Autor tätig und berät Unternehmen in Marketing- und Kommunikationsangelegenheiten. Oette lebt im Jerichower Land, nahe Magdeburg.
Zusammenfassung
Die weite Landschaft der Altmark ist ein Paradies für Radler und Reiter, Wanderer und Skipper. Hier kann man in die Stille einzigartiger Natur eintauchen. Dazu kommen historische Hansestädte wie Tangermünde, Stendal, Gardelegen und Salzwedel, geprägt von norddeutscher Backsteingotik sowie romanischen Kirchen und Klöstern. Gemächlich mäandern Havel und Elbe durch das UNESCO-Biosphärenreservat; am Arendsee, in der weiten Mildeniederung und im Elb-Havel-Winkel erlebt man im Frühjahr und Herbst das grandiose Schauspiel des Vogelzugs durch Europa.
Dieser Reiseführer stellt die »Wiege Preußens« umfassend vor und bietet viel Wissenswertes zur reichen Geschichte und Kultur der Region. Er enthält außerdem ausführliche aktuelle Reiseinformationen, persönliche Tipps, Hinweise für Aktivtouristen und Familien sowie Abstecher in die niedersächsischen und brandenburgischen Nachbarregionen.
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Vorwort
VORWORT
Es sind in den letzten Jahren von Marketing- und anderen Beratern der Altmark viele Etiketten aufgepappt worden. Von »Grüne Wiese mit Zukunft« war die Rede und vom »Luxus der Leere«, von »Sachsen-Anhalts schönem Norden« und der »Wiege Preußens«, was ja schon lange tradiert ist. Das alles ist richtig und falsch zugleich. Warum? Niemand zwischen Drömling und Aland-Niederung, zwischen dem Land Schollene und dem Hansjochen-Winkel am Rande des Wendlands will, dass seine Heimat im Verhältnis zu anderen definiert wird. Das ist: die Altmark – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und das, wenn man den Annalen glauben will, seit 1304, als der Begriff Antiqua Marchia (Alte Mark) erstmals auftauchte, damit definierend, dass dies hier das Ausgangsgebiet der Mark Brandenburg ist. Heute ist es eine Region zum Leben und Lieben, zum Hinfahren und Verweilen, zum Entdecken und Weitererzählen.
Im Städteviereck von Magdeburg und Hannover, Hamburg und Berlin gelegen, ist die Altmark so groß wie das Saarland und Luxemburg zusammen. Groß genug also, um Wochen mit Erlebnissen aufzuladen. Dünn besiedelt wie sonst fast keine Gegend in Deutschland. Einladend also für jeden, der mit Wanderstiefel, im Boot oder im Sattel (gleich ob Fahrrad oder Pferd) am Tag sich selbst erfahren und in der Nacht Sternbilder sehen will – fernab lichtverschmutzten Großstadthimmels.
Was die Altmark bietet, ist vor allem Authentizität: die von der Grenzlage zum Slawischen geprägten Fischerörtchen an der Elbe im Osten; die Storchendörfer wie Wahrenberg und Beuster oder, rechtselbisch, Rühstädt mit ihren malerischen Horsten im Norden; die Hansestädte von Salzwedel über Stendal und Tangermünde bis hin zur Ministadt Werben – so viele, wie nirgends sonst in so enger Nachbarschaft – mit ihrer Backsteingotik. Über 500 Kirchen, die meisten, aus Feldsteinen gemauert in winzigen Dörfchen, sind romanischen Ursprungs. Die nach friderizianischer Gestaltungsvision urbar gemachten ehemaligen Moorgebiete des Drömlings im Süden und die Schlösser und Herrenhäuser des preußischen Adels liegen verstreut in der gesamten Altmark. Und, nicht ganz so beliebt bei den kilometerfressenden Radwanderern, Begeisterung hervorrufend jedoch bei historisch interessierten Bummlern, die echten »Katzenkopfstrecken« uralter Dorf- und Landsträßchen, die sich abwechseln mit fein bituminierten Strecken vor allem auf den vielen Kilometern neuer Flussdeiche.
In Tangermünde errichtete Kaiser Karl IV. eine Residenz, als Cölln und Berlin noch Dörfchen in den Spreesümpfen waren. In Havelberg verhandelten der russische Zar Peter der Große und der Preußenkönig Friedrich Wilhelm über ihre Positionen im »Nordischen Krieg«. Der erste deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck wurde in Schönhausen geboren. Auf all das und vieles andere, auch in jüngster Zeit erst Entstandene, sind die Altmärker stolz. Doch dieser Stolz ist ein angenehm-zurückhaltender, der den Gast willkommen heißt.
Zum Beispiel in den »Wandernestern« – eine ganz pfiffige Idee der altmärkischen Gastgeber für jene, die zu Fuß unterwegs sind. Oder auf den zahlreichen Reiterhöfen, denn die Altmark ist Reiterland. Oder in den Marinas vom Mittellandkanal im Süden bis zur Hansestadt Havelberg im Norden, wo sich die Wasserwege von Hamburg nach Prag oder Berlin kreuzen. In Poppau, einem winzigen Weiler mitten in den altmärkischen Weiten, liegt, so geht die Sage, unter einem riesigen Stein die Kette, mit der man vor Zeiten die Welt vermessen habe. Deshalb sei dies dort »De Mitt von de Welt«. Wer dies für ein, nun ja, weiteres Etikett hält, dem sei gesagt: Die Altmark braucht keine Etiketten. Sie ist einfach nur spannend und schön.
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