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Die eigene Erfahrung zum Beruf machen. Genesungsbegleiter*innen sind Psychiatrie-Erfahrene oder deren Angehörige, die in der psychiatrischen Versorgung professionell tätig werden. Aber wie lässt sich überhaupt eine spezifische (Krisen-)Erfahrung zu einer alltäglichen Expertise machen? Christine Schmid bietet hierauf eine ethnografisch-empirische Antwort: Sie entwickelt das ambivalente Bild einer professionellen Zwischenzone und schärft damit den Blick auf die Zusammenhänge zwischen Erfahrung(en) und Expertise(n) - für den Beruf der Genesungsbegleitung, für das Fach Europäische Ethnologie und nicht zuletzt für gegenwärtige gesellschaftliche Debatten um die Legitimität von Expertise.
Über den Autor / die Autorin
Christine Schmid, geb. 1986, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft der Technischen Universität Berlin. Als Europäische Ethnologin forscht sie an Schnittstellen zwischen Kulturanthropologie, Science & Technology Studies, Medizin und Versorgungsforschung.
Zusammenfassung
Die eigene Erfahrung zum Beruf machen. Genesungsbegleiter*innen sind Psychiatrie-Erfahrene oder deren Angehörige, die in der psychiatrischen Versorgung professionell tätig werden. Aber wie lässt sich überhaupt eine spezifische (Krisen-)Erfahrung zu einer alltäglichen Expertise machen? Christine Schmid bietet hierauf eine ethnografisch-empirische Antwort: Sie entwickelt das ambivalente Bild einer professionellen Zwischenzone und schärft damit den Blick auf die Zusammenhänge zwischen Erfahrung(en) und Expertise(n) – für den Beruf der Genesungsbegleitung, für das Fach Europäische Ethnologie und nicht zuletzt für gegenwärtige gesellschaftliche Debatten um die Legitimität von Expertise.
Zusatztext
»»[Der Band] überzeugt als eine wissenschaftlich solide und engagierte Forschungsstudie zu Erfahrung und Expertise, wobei der epistemische Gewinn über die fachdisziplinäre Arbeit hinaus Momente ko-laborativen Mehrwerts aufzeigt, der den Boden für die Saat von Resistenz und Reflexivität in den jeweiligen epistemischen Kulturen nährt.«
Bericht
»»[Der Band] überzeugt als eine wissenschaftlich solide und engagierte Forschungsstudie zu Erfahrung und Expertise, wobei der epistemische Gewinn über die fachdisziplinäre Arbeit hinaus Momente ko-laborativen Mehrwerts aufzeigt, der den Boden für die Saat von Resistenz und Reflexivität in den jeweiligen epistemischen Kulturen nährt.«
Mira Krebs, Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 07.09.2023 20230907