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Irúsan
or, Canting for Architects

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Beschreibung

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Im Jahr 1931 wurde der Architekt Ivan Il'ic Leonidov 2800 Kilometer nordöstlich von Moskau geschickt, um beim Bau des neuen sowjetischen Arktishafens Igarka zu helfen. Die Stadt, die als Einschreibung der Zukunft in die riesige Leere Sibiriens propagiert wurde, stand in Wirklichkeit auf dem angestammten Territorium der Sprecherinnen und Sprecher der indigenen Sprache Ket. Heute von weniger als zwanzig Personen fliessend beherrscht, bietet diese isolierte Sprache ein grammatikalisches Modell der Realität, das in keinem Bezug zu den indoeuropäischen Sprachstrukturen steht. Diese transdisziplinäre Studie nutzt die Ket-Sprache als Medium der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Architektur. Sie entwirft eine Begegnung zwischen Leonidovs fantastischen Architekturzeichnungen (Die Stadt der Sonne) und der Ket-Muttersprachlerin und Linguistin Dr. Zoâ Vasil'evna Maksunova, um die unsicheren, kreativen Prozesse der Hybridisierung, der Fiktion und der Übersetzung als Gegenstände und Mittel des Forschens aufzuzeigen. Linguistische Theorie wird mit historischen Eklektizismen verschmolzen, um verschiedene Lesarten von Sibirien, Igarkas Landschaft und der indigenen Positionalität zu hinterfragen. Zugleich stellen die grafischen Elemente und die lyrische Prosa der Studie die konventionellen Wege der Konstruktion von Architekturgeschichte und -wissen infrage.

Über den Autor / die Autorin

Nicholas Drofiak ist Fellow an der School of Theatre & Performance Studies und Cultural & Media Policy Studies der University of Warwick, UK. Er erwarb 2012 einen Master of
Architecture der University of Cardiff und promovierte 2017 am Institut für Geschichte
und Theorie der Architektur der ETH Zürich.

Zusammenfassung

Im Jahr 1931 wurde der Architekt Ivan Il’ič Leonidov 2800 Kilometer nordöstlich von Moskau geschickt, um beim Bau des neuen sowjetischen Arktishafens Igarka zu helfen. Die Stadt, die als Einschreibung der Zukunft in die riesige Leere Sibiriens propagiert wurde, stand in Wirklichkeit auf dem angestammten Territorium der Sprecherinnen und Sprecher der indigenen Sprache Ket. Heute von weniger als zwanzig Personen fliessend beherrscht, bietet diese isolierte Sprache ein grammatikalisches Modell der Realität, das in keinem Bezug zu den indoeuropäischen Sprachstrukturen steht. Diese transdisziplinäre Studie nutzt die Ket-Sprache als Medium der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Architektur. Sie entwirft eine Begegnung zwischen Leonidovs fantastischen Architekturzeichnungen (Die Stadt der Sonne) und der Ket-Muttersprachlerin und Linguistin Dr. Zoâ Vasil’evna Maksunova, um die unsicheren, kreativen Prozesse der Hybridisierung, der Fiktion und der Übersetzung als Gegenstände und Mittel des Forschens aufzuzeigen. Linguistische Theorie wird mit historischen Eklektizismen verschmolzen, um verschiedene Lesarten von Sibirien, Igarkas Landschaft und der indigenen Positionalität zu hinterfragen. Zugleich stellen die grafischen Elemente und die lyrische Prosa der Studie die konventionellen Wege der Konstruktion von Architekturgeschichte und -wissen infrage.

Produktdetails

Autoren Nicholas Drofiak
Verlag GTA Verlag
 
Inhalt Buch
Produktform Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.11.2020
Thema Geisteswissenschaften, Kunst, Musik > Kunst > Architektur
 
EAN 9783856764081
ISBN 978-3-85676-408-1
Anzahl Seiten 200
Illustration 59 Abb.
Abmessung (Verpackung) 16.9 x 2 x 24.7 cm
Gewicht (Verpackung) 668 g
 
Serie Architektonisches Wissen
Themen Architekturtheorie, Osteuropa, Erste Hälfte 20. Jahrhundert (1900 bis 1950 n. Chr.), Geschichte der Architektur, Architekturgeschichte, Gesellschaft und Sozialwissenschaften, entdecken, indigene Sprache, Ket-Sprache, Ivan Il’ič Leonidov, Igarka
 

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