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Maigret im Haus der Unruhe

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Es ist spät geworden, die meisten Büros am Quai des Orfèvres sind verwaist. Nur bei Kommissar Maigret bullert noch der Kanonenofen. Endlich findet er die Zeit, einen längst überfälligen Bericht zu schreiben, was ihn einige Mühe kostet: Zahlreiche leere Biergläser säumen bereits seinen Schreibtisch. Im Büro mischt sich der Pfeifenrauch mit dem Nebel der Novembernacht. Da bekommt er überraschend Besuch: Eine junge Frau, deren Blässe durch ihre schwarze Kleidung noch betont wird, bekennt sich eines Mordes für schuldig. Ein dringendes Telefonat ruft Kommissar Maigret ins Nebenzimmer. Als er zurückkehrt, ist die Frau verschwunden. Maigret wird sie wiederfinden - in einem »anständigen« Wohnhaus in Montreuil, einem Vorort von Paris. Mühsam halten die Bewohner eine bürgerliche Fassade aufrecht, alle haben sie etwas zu verbergen. Und alle haben sie Angst. Denn einer der Bewohner ist tot - er wurde ermordet.

Über den Autor / die Autorin

Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 im belgischen Liège, ist der »meistgelesene, meistübersetzte, meistverfilmte, mit einem Wort: der erfolgreichste Schriftsteller des 20. Jahrhunderts« (Die Zeit). Seine erstaunliche literarische Produktivität (75 Maigret-Romane, 117 weitere Romane und über 150 Erzählungen), seine Rastlosigkeit und seine Umtriebigkeit bestimmten sein Leben: Um einen Roman zu schreiben, brauchte er selten länger als zehn Tage, er bereiste die halbe Welt, war zweimal verheiratet und unterhielt Verhältnisse mit unzähligen Frauen. 1929 schuf er seine bekannteste Figur, die ihn reich und weltberühmt machte: Kommissar Maigret. Aber Simenon war nicht zufrieden, er sehnte sich nach dem »großen« Roman ohne jedes Verbrechen, der die Leser nur durch psychologische Spannung in seinen Bann ziehen sollte. Seine Romane ohne Maigret erschienen ab 1931. Sie waren zwar weniger erfolgreich als die Krimis mit dem Pfeife rauchenden Kommissar, vergrößerten aber sein literarisches Ansehen. Simenon wurde von Kritiker*innen und Schriftstellerkolleg*innen bewundert und war immer wieder für den Literaturnobelpreis im Gespräch. 1972 brach er bei seinem 193. Roman die Arbeit ab und ließ die Berufsbezeichnung »Schriftsteller« aus seinem Pass streichen. Von Simenons Romanen wurden über 500 Millionen Exemplare verkauft, und sie werden bis heute weltweit gelesen. In seinem Leben wie in seinen Büchern war Simenon immer auf der Suche nach dem, »was bei allen Menschen gleich ist«, was sie in ihrem Innersten ausmacht, und was sich nie ändert. Das macht seine Bücher bis heute so zeitlos.

Zusammenfassung

Es ist spät geworden, die meisten Büros am Quai des Orfèvres sind verwaist. Nur bei Kommissar Maigret bullert noch der Kanonenofen. Endlich findet er die Zeit, einen längst überfälligen Bericht zu schreiben, was ihn einige Mühe kostet: Zahlreiche leere Biergläser säumen bereits seinen Schreibtisch. Im Büro mischt sich der Pfeifenrauch mit dem Nebel der Novembernacht. Da bekommt er überraschend Besuch: Eine junge Frau, deren Blässe durch ihre schwarze Kleidung noch betont wird, bekennt sich eines Mordes für schuldig. Ein dringendes Telefonat ruft Kommissar Maigret ins Nebenzimmer. Als er zurückkehrt, ist die Frau verschwunden. Maigret wird sie wiederfinden - in einem »anständigen« Wohnhaus in Montreuil, einem Vorort von Paris. Mühsam halten die Bewohner eine bürgerliche Fassade aufrecht, alle haben sie etwas zu verbergen. Und alle haben sie Angst. Denn einer der Bewohner ist tot - er wurde ermordet.

Vorwort

Wie Maigret zur Welt kam, davon hat Simenon selbst am schönsten er-zählt: sein Schiff, das im Hafen von Delfzijl repariert werden musste, »zwei oder drei Gläschen Genever« und die Vision eines Mannes von »mächtiger, unbeweglicher Statur«. Dann die schnelle Niederschrift des ersten Falls: »Am Ende des nächsten Vormittags hatte ich das erste Kapitel geschrieben, fünf Tage später war Maigret und Pietr der Lette fertig.«Eine wunderbare, in unzähligen Interviews wiederholte Geschichte, die nur einen Haken hat: Sie ist nicht wahr. Denn Maigret war alles andere als eine geistige Spontangeburt. Von der langwierigen Entstehungsgeschichte zeugen vier Proto-Romane mit einem gewissen Kommissar Maigret, der zunächst in Marseille (und nur in einer Nebenrolle) ermittelte. Maigret im Haus der Unruhe ist der vierte dieser Romane, die Simenon vor dem ersten »offiziellen« Fall Maigret und Pietr der Lette schrieb - und der einzige, in dem Maigret schon die Hauptrolle spielt und alle Requisiten vorhanden sind: das Büro am Quai des Orfèvres samt Kanonenofen, die berühmte Pfeife und der Mantel mit Samtkragen. Richter Coméliau fällt dem Kommissar schon hier auf die Nerven, aber zum Glück ist Torrence bereits an seiner Seite. Und - kein Anlass zur Unruhe - auch die Wohnung am Boulevard Richard-Lenoir, in der Madame Maigret auf ihren Mann wartet, gibt es schon. Jetzt endlich ist dieser Ur-Maigret auch auf Deutsch zu entdecken!

Zusatztext

»Maigret im Haus der Unruhe ist der vollkommenste der frühen Maigret-Versuche. Mit diesem Roman sitzt die Figur des Kommissar Maigret. Simenon hat seinen Helden endlich im Griff.« Pierre Assouline

Bericht

»Maigret im Haus der Unruhe ist der vollkommenste der frühen Maigret-Versuche. Mit diesem Roman sitzt die Figur des Kommissar Maigret. Simenon hat seinen Helden endlich im Griff.« Pierre Assouline

Produktdetails

Autoren Georges Simenon
Mitarbeit Daniel Kampa (Nachwort), Thomas Bodmer (Übersetzung)
Verlag Kampa Verlag
 
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 01.03.2020
Thema Belletristik > Spannung > Krimis, Thriller, Spionage
 
EAN 9783311130000
ISBN 978-3-31-113000-0
Anzahl Seiten 224
Abmessung (Verpackung) 12.2 x 19 x 2.2 cm
Gewicht (Verpackung) 286 g
Originaltitel La maison de l'inquiétude
 
Serie George Simenon / Maigret, George Simenon, Georges Simenon, George Simenon / Maigret, Maigret, Georges Simenon, Georges Simenon / Maigret, Maigret / Kommissar Maigret > 0, Georges Simenon / Maigret, Georges Simenon. Maigret
Themen Belgische SchriftstellerInnen: Werke (div.), Mord, Büro, Paris, entspannen, Wohnhaus, Bewohner, Ur-Maigret, Deutsche Erstausgabe, Paris (City)
 

Kundenrezensionen

  • Enttäuschende Übersetzung

    Am 15. Mai 2020 von MacSwiss geschrieben.

    Vom Kampa-Verlag wird die Neu-Entdeckung dieses Romans als der erste Maigret angepriesen. Die Übersetzung ist für mich im wahrsten Sinn des Wortes zu Deutsch ausgefallen. Ob Phrasen wie "Hoppla...mein lieber Scholli" dem französischen Original gerecht werden? Ich kann es nicht beurteilen, aber die ursprünglichen Diogenes-Übersetzungen besassen mehr Charme.
    Dieser Ur-Maigret zählt für mich zu einem der schwächsten Maigrets. Schade.

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