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Über die Berliner Luft
Feuilletons

Deutsch · Fester Einband

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Beschreibung

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Für seine Kritiken ist der Rundfunk-Solitär Friedrich Luft berühmt, seine Feuilletons warten noch auf die Wiederlektüre: Wir wollen die Schätze aus den Archiven heben.
Die Trümmerlandschaft im Berlin der Nachkriegszeit - das war die Umwelt, in der Friedrich Luft unmittelbar nach Kriegsende, zur »Stunde Null«, mit seinem publizistischen Wirken auf allen Kanälen begann, in Tageszeitungen und Rundfunk zugleich. Die empathische Haltung und der ungekünstelte Stil, an die sich Berliner Radiohörer bis heute erinnern, bestimmen gleichfalls die Feuilletonartikel, die Luft zwischen Zweitem Weltkrieg und Wende für etliche Berliner Blätter verfasst hat.
Mit seiner Aufmerksamkeit bedenkt der nimmermüde Journalist die Gewohnheiten und Alltagserscheinungen in einer Stadt nach der Katastrophe, im Wiederaufbau und während der Teilung. Sichtbar wird das Leben in einer Stadt im steten Wandel. Ob der plötzliche Wechsel der Firmenfarbe der Post, das Schlangestehen der Käufer und Konsumenten in jeder Lage oder auch das Ansehen der Ruine der Gedächtniskirche im Staub der Schuttberge: In jedem beobachteten Detail wird ein ganzes zeitgeschichtliches Panorama erfahrbar.
Über die Berliner Luft versammelt die eindrücklichsten, erst noch zu entdeckenden Feuilleton-Texte von Friedrich Luft, der über die Grenzen seiner Stadt hinaus bis heute für eine Art des Journalismus und der Kritik steht, die in der heutigen Medienlandschaft keine Nachfolger hat.

Über den Autor / die Autorin

Friedrich Luft wurde am 24. August 1911 in Berlin-Friedenau als Sohn eines Berliner Studienrats und einer Schottin geboren. Sein Studium musste er beenden, nachdem er in eine Prügelei mit Nazi-Kommilitonen geraten war; er begann, Feuilletons zu schreiben. Nach dem Krieg machten die Amerikaner ihn, der unverdächtig war, mit dem Nationalsozialismus sympathisiert zu haben, schnell zum Feuilletonchef der Berliner Ausgabe der Neuen Zeitung. Berühmt wurde er jedoch als „Stimme der Kritik“ der DIAS (später RIAS), mit der er seit 1946 über 44 Jahre und tausende von Sendungen lang die Premieren und Aufführungen, Moden und Entwicklungen auf den Berliner Theaterbühnen kommentierte und „kritisch“ begleitete. Er starb am 24. Dezember 1990 – die Trauermesse für ihn wurde in der selben Kirche in Berlin-Friedenau gefeiert, in der er auch getauft worden war.
Wilfried F. Schoeller, 1941 in Illertissen geboren, war Leiter der Abteilung »Aktuelle Kultur« beim Hessischen Rundfunk/Fernsehen sowie Begründer und langjähriger Moderator der Sendung »Bücher, Bücher«. Er publizierte u. a. Monografien über Heinrich Mann, Michail Bulgakow, Jorge Semprun und Warlam Schalamow. Zudem gab er das Gesamtwerk von Oskar Maria Graf heraus. Schoeller ist Verfasser zahlreicher Literaturfilme und Hörspiele, war Kurator mehrerer Literaturausstellungen und lehrte als Professor für Literatur des 20. Jahrhunderts.

Zusammenfassung

Für seine Kritiken ist der Rundfunk-Solitär Friedrich Luft berühmt, seine Feuilletons warten noch auf die Wiederlektüre: Wir wollen die Schätze aus den Archiven heben.
Die Trümmerlandschaft im Berlin der Nachkriegszeit – das war die Umwelt, in der Friedrich Luft unmittelbar nach Kriegsende, zur »Stunde Null«, mit seinem publizistischen Wirken auf allen Kanälen begann, in Tageszeitungen und Rundfunk zugleich. Die empathische Haltung und der ungekünstelte Stil, an die sich Berliner Radiohörer bis heute erinnern, bestimmen gleichfalls die Feuilletonartikel, die Luft zwischen Zweitem Weltkrieg und Wende für etliche Berliner Blätter verfasst hat.
Mit seiner Aufmerksamkeit bedenkt der nimmermüde Journalist die Gewohnheiten und Alltagserscheinungen in einer Stadt nach der Katastrophe, im Wiederaufbau und während der Teilung. Sichtbar wird das Leben in einer Stadt im steten Wandel. Ob der plötzliche Wechsel der Firmenfarbe der Post, das Schlangestehen der Käufer und Konsumenten in jeder Lage oder auch das Ansehen der Ruine der Gedächtniskirche im Staub der Schuttberge: In jedem beobachteten Detail wird ein ganzes zeitgeschichtliches Panorama erfahrbar.
Über die Berliner Luft versammelt die eindrücklichsten, erst noch zu entdeckenden Feuilleton-Texte von Friedrich Luft, der über die Grenzen seiner Stadt hinaus bis heute für eine Art des Journalismus und der Kritik steht, die in der heutigen Medienlandschaft keine Nachfolger hat.

Zusatztext

"Die Neugier auf die Unbekannten, Namenlosen nimmt besonders für diesen Feuilletonisten ein ..."

Bericht

"Seine Leidenschaft für das Kulturleben war in den Texten zu lesen und zu hören. Er war eine Legende zu Lebzeiten ..." Volker Blech Berliner Morgenpost 20181120

Produktdetails

Autoren Friedrich Luft
Mitarbeit Wilfrie F Schoeller (Herausgeber), Wilfried F Schoeller (Herausgeber), Wilfried F Schoeller (Herausgeber)
Verlag AB - Die Andere Bibliothek
 
Inhalt Buch
Produktform Fester Einband
Erscheinungsdatum 08.10.2018
Thema Belletristik > Erzählende Literatur > Essays, Feuilleton, Literaturkritik, Interviews
 
EAN 9783847704058
ISBN 978-3-8477-0405-8
Anzahl Seiten 432
Abmessung (Verpackung) 12.7 x 22.1 x 2.7 cm
Gewicht (Verpackung) 663 g
 
Serie Die Andere Bibliothek > 405
Die Andere Bibliothek > 405
Themen Nachkriegszeit, Presse, Radio, Berlin, Hauptstadt, Erste Hälfte 20. Jahrhundert (1900 bis 1950 n. Chr.), Zweite Hälfte 20. Jahrhundert (1950 bis 1999 n. Chr.), Sozialwissenschaften, Soziologie, Nachkriegsdeutschland, entdecken, Feuilleton, Rundfunk, Stunde Null, Trümmerliteratur, Friedrich Luft
 

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