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Wo ein Genosse ist, da ist die Partei!
Der innere Zerfall der SED-Parteibasis 1979-1989

Deutsch · Taschenbuch

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Beschreibung

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Im Herbst 1989 verlor die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die Staatspartei der DDR, nicht nur ihre Macht. Mit den gleichzeitig einsetzenden Massenaustritten vollzog sich auch ihr innerer Zerfall. Jene, die jahrzehntelang an ihren Arbeitsstätten und in ihrer Nachbarschaft im Namen der SED wirkten, verließen nun in Scharen die Partei oder schlossen sich sogar den Demonstrationen an.
Sabine Pannen untersucht erstmals systematisch das Innenleben der SED-Basis von den späten 1970er-Jahren bis zu ihrem Zerfall im Dezember 1989, indem sie die Parteimitglieder im Stahlwerk in Brandenburg an der Havel in den Fokus rückt. Der Loyalitätsverlust im Herbst 1989 war nicht allein die zwangsläufige Reaktion einer überwiegend opportunistischen Mitgliederschaft, sondern Endpunkt einer langen Geschichte des inneren Rückzugs, die in den 1970er-Jahren eingesetzt und sich im Laufe der 1980er-Jahre zugespitzt hatte.

Über den Autor / die Autorin


Jahrgang 1980, Magisterstudium der Neueren und Neuesten Geschichte und Kunstwissenschaft in Berlin und Kapstadt, 2008-2009 Mitarbeiterin beim SPD-Parteivorstand, danach assoziierte Doktorandin am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam, 2017 Promotion an der Humboldt-Universität zu Berlin.


Zusammenfassung

Im Herbst 1989 verlor die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, die Staatspartei der DDR, nicht nur ihre Macht. Mit den gleichzeitig einsetzenden Massenaustritten vollzog sich auch ihr innerer Zerfall. Jene, die jahrzehntelang an ihren Arbeitsstätten und in ihrer Nachbarschaft im Namen der SED wirkten, verließen nun in Scharen die Partei oder schlossen sich sogar den Demonstrationen an.


Sabine Pannen untersucht erstmals systematisch das Innenleben der SED-Basis von den späten 1970er-Jahren bis zu ihrem Zerfall im Dezember 1989, indem sie die Parteimitglieder im Stahlwerk in Brandenburg an der Havel in den Fokus rückt. Der Loyalitätsverlust im Herbst 1989 war nicht allein die zwangsläufige Reaktion einer überwiegend opportunistischen Mitgliederschaft, sondern Endpunkt einer langen Geschichte des inneren Rückzugs, die in den 1970er-Jahren eingesetzt und sich im Laufe der 1980er-Jahre zugespitzt hatte.

Zusatztext

Das Verdienst des Buches besteht insbesondere darin, ein gängiges Verständnis der Parteiherrschaft hinterfragt zu haben, in dem die SED gewissermaßen wie eine Herrschaftsglocke isoliert über der Gesellschaft agierte.
Andreas Malycha, H-Soz-Kult
Die Macht der SED wurde nicht nur durch den Druck von außen, sondern auch durch die eigene Desintegration gebrochen. Sabine Pannen hat diesen Prozess anschaulich und analytisch überzeugend dargestellt. Obwohl Redundazen das Lesevergnügen immer wieder etwas trüben, ein empfehlenswertes Buch.
Daniela Münkel, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Im 30. Jahr des Mauerfalls kann man das Buch gar nicht energisch genug zur Lektüre empfehlen.
Maritta Tkalec, Berliner Zeitung
Mitunter wie ein Krimi, ja, ein Thriller.
Roland Mischke, Schweriner Volkszeitung

Bericht

Das Verdienst des Buches besteht insbesondere darin, ein gängiges Verständnis der Parteiherrschaft hinterfragt zu haben, in dem die SED gewissermaßen wie eine Herrschaftsglocke isoliert über der Gesellschaft agierte. Andreas Malycha, H-Soz-Kult Die Macht der SED wurde nicht nur durch den Druck von außen, sondern auch durch die eigene Desintegration gebrochen. Sabine Pannen hat diesen Prozess anschaulich und analytisch überzeugend dargestellt. Obwohl Redundazen das Lesevergnügen immer wieder etwas trüben, ein empfehlenswertes Buch. Daniela Münkel, Frankfurter Allgemeine Zeitung Im 30. Jahr des Mauerfalls kann man das Buch gar nicht energisch genug zur Lektüre empfehlen. Maritta Tkalec, Berliner Zeitung Mitunter wie ein Krimi, ja, ein Thriller. Roland Mischke, Schweriner Volkszeitung

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