Mehr lesen
Öffentliche Kommunikation sieht sich derzeit durch »Fake News« und »HateSpeech« im Internet und zum Teil maschinell gesteuerte Kampagnen in den sozialenNetzen bedroht. Echokammern, Filterblasen und Social Bots sind nur einige Schlagworte in der Debatte. Diese Bedrohungen betreffen besonders die Wissenschaftskommunikation, weil sie das Vertrauen in Fakten und in die Objektivitätwissenschaftlicher Methoden unterminieren.Der Band gibt einen Überblick über das Verhältnis von Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit vor dem Hintergrund der aktuellen Medienentwicklungen. Das Thema wird von Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen wie Kommunikationswissenschaft, (Wissenschafts-) Soziologie, Journalismusforschung,(Computer-)Linguistik, Medienwissenschaft und Informatik sowie aus praktischen Bereichen der Wissenschaftskommunikation beleuchtet. Die Schwerpunkte liegen auf der ökonomischen Situation der Wissenschaftskommunikation, hier insbesondere des Wissenschaftsjournalismus, auf den mit der Digitalisierung einhergehenden technischen Voraussetzungen und den damit eröffneten Chancen und Risiken, insbesondere im Hinblick auf die Erhaltung der Qualität der Kommunikation sowieder Herstellung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Medieninhalte. Anlass für die Beschäftigung mit dieser Problematik ist die Annahme, dass einequalitativ hochwertige und möglichst unabhängige Wissenschaftskommunikationeine entscheidende Voraussetzung für demokratische Gesellschaften und politische Entscheidungen darstellt.Alle Beiträge sind entstanden im Kontext der Arbeitsgruppe »Kommunikation zwischenWissenschaft, Öffentlichkeit und Medien« der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.
Über den Autor / die Autorin
Prof. Holger Wormer, geboren 1969 bei Baden-Baden, studierte Chemie und Philosophie in Heidelberg, Ulm und Lyon und war viele Jahre Wissenschafts- und Medizinredakteur der Süddeutschen Zeitung. Seit 2003/2004 ist er Professor für Wissenschaftsjournalismus an der Universität Dortmund. Er lebt in Dortmund, ganz gelegentlich in München, und für Nizza hat es bisher leider nicht gereicht.§Michael Dietz, geboren 1976 in Grünstadt an der Pfälzer Weinstraße, studierte Informationswissenschaften und Germanistik an der Universität Saarbrücken, machte Radio und Fernsehen erst für den Saarländischen Rundfunk und arbeitet nun seit zehn Jahren für den WDR. Für 1Live hat er schon alle Größen dieser Welt interviewt, von Angela Merkel bis Paris Hilton. Er lebt in Köln und Berlin, noch lieber wäre ihm aber Sydney.