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Rückenschmerzen, Krebsvorsorge, Magen-Darm-Beschwerden, Gewichtsprobleme - wenn es um die Gesundheit geht, haben viele Menschen das Gefühl, etwas tun zu müssen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen aber, dass das Gegenteil oft besser ist.
Sind wir erkältet, schlucken wir ein Antibiotikum, bei einem Bandscheibenvorfall lassen wir uns operieren, und um Krebs fernzuhalten, gehen wir regelmäßig zur Vorsorge. Wir tun viel, um gesund zu werden oder zu bleiben, rennen zum Arzt oder in die Apotheke. Aber ist das auch richtig? Nein - oft ist es besser, nichts zu tun.
Sitzt man aber erst einmal in der Praxis, kann man nur schwer wieder zurück. Dann muss etwas getan werden. Wer will sich schon vorwerfen, etwas zu spät oder gar nicht unternommen zu haben? Es könnte ja helfen! Doch die Medizin ist voll von unnötigen, teuren und sogar schädlichen Maßnahmen. So bekommen viele
Patienten eine Diagnose, die mit den Beschwerden nichts zu tun hat. Oder eine Behandlung, die nicht nötig ist, die vielleicht sogar schadet. Und manch Gesunder verlässt die Praxis als Kranker. Dabei müssten viele Menschen gar nicht zum Arzt - Abwarten ist oft die bessere Medizin.
Die Autoren haben als Ärzte im Krankenhaus Erfahrungen mit Aktionismus gemacht, erleben ihn aber auch immer wieder in ihrem Alltag. Sie erklären in diesem Buch anhand vieler Fallgeschichten und des heutigen Stands der Wissenschaft, warum es sich oft lohnt, nicht tätig zu werden - von A wie Arthrose bis Z wie Zahnreinigung.
Ein Ratgeber, der einem mal nicht sagt, was man für seine Gesundheit tun muss, sondern was man lassen kann.
Über den Autor / die Autorin
Jan Schweitzer
war nach seinem Medizinstudium als Arzt tätig. Er ist Absolvent der Henri-Nannen-Journalistenschule und arbeitete als Medizinredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, beim STERN und war von 2007 bis 2013 Chefredakteur von ZEIT Wissen. Heute ist er Redakteur der ZEIT im Ressort Wissen.
Dr. med. Ragnhild Schweitzer
arbeitete nach ihrem Medizinstudium als Ärztin und später als Fachredakteurin für Medizin. Seit 2009 schreibt sie als freie Medizinjournalistin unter anderem für ZEIT, ZEIT Wissen oder STERN Gesund Leben.
Zusammenfassung
Fragen Sie weder Arzt noch Apotheker
: Warum weniger Medizin oft die bessere Lösung ist
Rückenschmerzen, Krebsvorsorge, Magen-Darm-Beschwerden, Gewichtsprobleme – viele Menschen haben das Gefühl, etwas für ihre Gesundheit tun zu müssen. Doch neue wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass in vielen Fällen das Gegenteil oft besser ist.
Bei Erkältungen greifen wir schnell zum Antibiotikum, bei Bandscheibenvorfällen entscheiden wir uns für eine Operation und um Krebs vorzubeugen, nehmen wir regelmäßig an Vorsorgeuntersuchungen teil. Wir rennen zum Arzt oder in die Apotheke, in der Hoffnung, dadurch gesund zu werden oder zu bleiben. Aber ist das immer der richtige Weg?
Die Autoren, selbst erfahrene Ärzte, erklären anhand vieler Fallgeschichten und dem aktuellen Stand der Wissenschaft, warum Abwarten häufig die bessere Medizin ist. Viele Patienten erhalten Diagnosen, die nichts mit ihren Beschwerden zu tun haben oder Behandlungen, die unnötig oder sogar schädlich sind.
Fragen Sie weder Arzt noch Apotheker
ist ein Ratgeber der besonderen Art: Er zeigt auf, was man für seine Gesundheit besser lassen kann – von A wie Arthrose bis Z wie Zahnreinigung. Ein Buch, das dazu ermutigt, auf die Selbstheilungskräfte des Körpers zu vertrauen und nicht für jedes Wehwehchen zum Arzt zu laufen.
Vorwort
Zum Arzt oder nicht zum Arzt – das ist hier die Frage
Zusatztext
»Wenn sogar zwei Ärzte kritisieren, dass wir zu oft zum Arzt gehen, irritiert das im ersten Moment. Wenn sie gar behaupten, dass 90 Prozent der Beschwerden, die der Grund für einen Arztbesuch sind, von selbst wieder verschwinden, macht das neugierig.«
Bericht
» Fragen Sie weder Arzt noch Apotheker ist kein blindes Ärztebashing, sondern eine fundierte und gut verständliche Auseinandersetzung mit dem ernsten Thema der Überversorgung mit Diagnostik und Operationen.« Dr. Eckart v. Hirschhausen